Rowa auf der Expopharm

Das goldene Ding: Beratungskompetenz für Ahnungslose

München - 12.10.2018, 14:05 Uhr

„Das goldene Ding“ ist noch nicht erhältlich. (Foto: jb)

„Das goldene Ding“ ist noch nicht erhältlich. (Foto: jb)


Auch Rowa stellte auf der Expopharm seine Neuentwicklungen vor, darunter ein neues Kosmetikterminal. Das Konzept wurde zusammen mit Nuxe und Dr. Grandel entwickelt. Erhältlich ist das Terminal noch nicht, aber erste Piloten sind schon geplant. Und es gibt noch mehr Industriekooperation im Hause Rowa: Digital Pharmacy Marketing, bei dem Hersteller die Pflege der Produktinfos in der digitalen Sichtwahl selbst übernehmen.

„Können Sie mich mal zur Kosmetik beraten?“ Diese Frage verursacht beim einen oder anderen Apothekenmitarbeiter Schweißausbrüche. Rowa will hier Abhilfe schaffen – mit einem Kosmetikterminal. „Damit kann man selbst bei völliger Ahnungslosigkeit fundiert beraten“, so der Vertriebsleiter des Automatenherstellers. Die Idee sei entstanden, weil die Apotheker nicht nur eine digitale Sichtwahl, sondern auch eine digitale Freiwahl wollten. Das wollten aber die Kunden nicht, heißt es. Und dann habe man in Kooperation mit Nuxe und Dr. Grandel das Terminal entwickelt. Bereits auf der Interpharm in Berlin wurde das „Digital.Emotional.Re(g)al“ präsentiert. 

Das Herzstück bilden ein Bildschirm und ein Tablet – mit der Technik von Rowa. Diese sind eingebettet in Kosmetikregale und einen Beratungstisch, in dessen Fuß sich Fächer für Tester befinden und an dessen Oberfläche das Tablet und ein Barcodescanner integriert sind. Tisch und Regale macht Rowa allerdings nicht. Die stammen vom Ladenbauer. Die Regale des Messemodels sind transparent – das solle Schaufenster-Atmosphäre schaffen, so Rowa. Der Tisch ist auffällig golden. „Wir wollen, dass die Leute sagen, wir haben bei Rowa das goldene Ding gesehen.“

Das goldene Ding kann auch Fremdsprachen

Die dort integrierte interaktive Beratungs-App, basierend auf der Rowa Vmotion Cloud-Lösung, kann im Dialog mit einem Apothekenmitarbeiter oder selbstständig durch den Kunden genutzt werden. Die Infos zu den Präparaten kommen von den Firmen selbst. Man kann im Portfolio eines Herstellers suchen oder nach Kategorien wie Gesicht, Männer, Baby, Sonnenschutz. Das Ganze soll dann auf die in der individuellen Apotheke vorhandenen Marken und Produkte abgestimmt werden können.

Erhältlich ist diese Neuentwicklung allerdings noch nicht. Piloten sind aber schon geplant. Im Fokus hat man dabei vor allem große Apotheken in zentraler Lage und mit internationalem Publikum – das Terminal soll nämlich mehrsprachig sein. Per Knopfdruck soll von deutsch auf zum Beispiel russisch, chinesisch oder persisch gewechselt werden können. Schließlich stelle exklusive französische Kosmetik ein beliebtes Urlaubsmitbringsel dar.

Sichtwahl mit Industriekooperation

Und es gibt noch mehr Industriekooperation im Hause Rowa – im Rahmen des „Digital pharmacy marketing“ (DPM). Rowa hatte dieses schon im Vorjahr vorgestellt, nun ist es für alle VMotion Kunden verfügbar. Sie können sich online in der V-Cloud registrieren. Die Hersteller pflegen dabei die Informationen der in der digitalen Sichtwahl gezeigten Produkte selber. Zudem werden Werbefilme zur Verfügung gestellt, die dann auf den Bildschirmen in der Apotheke laufen können. Der Apotheker kann Firmen ausschließen, für die er das nicht möchte. Für die gezeigten Filme erhält er eine Rückvergütung. Beteiligt sich ein Hersteller, liegt die Verantwortung der Pflege der Produktinfos beim ihm, zum Beispiel, dass jeweils die aktuelle Packung gezeigt wird. Die zur Verfügung gestellten Informationen durchlaufen laut Rowa eine Qualitätskontrolle. Dafür gebe es extra eine Redaktion. Zudem setzte man auf die Schwarmintelligenz der Benutzer. Diese können nämlich Fehler oder veraltete Informationen online melden.


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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