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Zinkversorgung überprüfen – unterstützende Therapie der Neurodermitis

01.11.2018, 11:05 Uhr

(Foto: miamariam / stock.adobe.com)

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Als essenzielles Spurenelement ist Zink nicht nur für ein funktionierendes Immunsystem, sondern auch für das Wachstum von Haut und Haaren maßgeblich. Ein Zinkmangel kann sich daher auch in schuppiger und entzündeter Haut äußern. Naheliegend ist somit der Gedanke, den unterstützenden Einsatz von Zink bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis einmal genauer zu betrachten.

Neurodermitis – auch atopisches Ekzem genannt – ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die sich vor allem in starkem Juckreiz und flächenhaft verdickter, schuppiger Haut äußert. Rund 20 % der Kinder und 13 % der Erwachsenen sind davon betroffen. Im Säuglingsalter stellt Neurodermitis sogar die häufigste chronische Erkrankung dar. Als Ursache wird eine genetische Veranlagung vermutet, die abhängig von verschiedenen Provokationsfaktoren zum Ausbruch der Hauterscheinungen führt. Dabei werden als mögliche Trigger unter anderem Stress, Chemikalien, mechanische Beanspruchung, Klima, Allergene aber auch ein Nährstoffmangel in Betracht gezogen.

Ein Spurenelement mit großer Bedeutung für die Haut

Zink gehört als Mineralstoff zur Gruppe der Spurenelemente, da es im menschlichen Körper nur in „Spuren“ von unter 50 mg / kg Körpergewicht vorkommt. Dennoch ist es ein unentbehrlicher Bestandteil vieler Enzyme und hat weitreichenden Einfluss auf unsere Gesundheit. So ist Zink zum Beispiel in der Haut für die korrekte Keratinisierung (Verhornung), die Bildung von Lipiden und die epidermale Barrierefunktion von Bedeutung. Bei einem Zinkdefizit kommt es daher auch zu Ekzemen, Hyperkeratosen und erhöhter Anfälligkeit für Hautinfektionen.

Studien deuten auf den Einfluss von Zink bei Neurodermitis hin 

Da sich diese Symptome mit denen der atopischen Dermatitis überschneiden, wurde der Einfluss von Zink auf diese Erkrankung genauer untersucht. 

In einer Studie aus 2014 wurde der Zinkgehalt von Neurodermitis-Patienten anhand einer Haarprobe ermittelt. Es konnte gezeigt werden, dass die Zinkwerte dieser Patientengruppe im Vergleich zu gesunden Probanden signifikant erniedrigt waren. In der Folge erhielten die Atopiker im Rahmen der Studie täglich 12 mg Zink. Nach acht Wochen Supplementation hatten sich sowohl der Zinkstatus der Haare als auch der Juckreiz der Patientengruppe verbessert. Darüber hinaus konnte auch der transepidermale Wasserverlust durch die Zinkgabe verbessert werden. 

2016 wurde in einer weiteren Studie der Zinkgehalt der Erythrozyten betroffener Personen bestimmt und mit dem jeweiligen Schweregrad der Erkrankung verglichen. Das Ergebnis: Je niedriger der Zinkspiegel in den Erythrozyten, desto stärker die Ausprägung der Symptome. Der Zinkgehalt im Serum war dagegen bei beiden Personengruppen nicht signifikant unterschiedlich.



Nadine Sprecher, Apothekerin, Redakteurin PTAheute.de
redaktion@daz.online


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