Nach Lunapharm-Skandal

Karawanskij soll Gesundheitsministerin in Brandenburg werden

Berlin - 17.09.2018, 07:00 Uhr

Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Susanna Karawanskij (Linke) soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. (Foto: Imago)

Die ehemalige Bundestagsabgeordnete Susanna Karawanskij (Linke) soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. (Foto: Imago)


Die Linken-Politikerin Susanna Karawanskij soll neue Gesundheitsministerin in Brandenburg werden. Dies entschied der Landesvorstand der Linkspartei, die in Potsdam Juniorpartner der SPD ist, am vergangenen Freitag einstimmig, wie die Partei mitteilte. In Brandenburg soll sie nun eines der größten Ministerien leiten: Denn neben Gesundheit ist das Postdamer Ministerium auch für Soziales, Arbeit, Frauen und Familie zuständig.

Die 38 Jahre alte Politik- und Kulturwissenschaftlerin war 2013 über die Landesliste Sachsen in den Bundestag gekommen, hatte aber 2017 den Wiedereinzug in das Parlament verpasst. Während ihrer Zeit im Bundestag war sie eine von sieben parlamentarischen Geschäftsführern der Linksfraktion. Außerdem war sie Mitglied des Finanzausschusses und des Unterausschusses für Kommunales.Gesundheitspolitische Erfahrungen hat Karawanskij bislang nicht gesammelt.

Karawanskij würde die Nachfolge von Diana Golze antreten. Die Linken-Politikerin hatte Ende August im Pharmaskandal um gestohlene Krebsmittel ihren Rücktritt erklärt. Die Golze unterstellten Behörden waren laut einem Bericht einer Experten-Taskforce nicht frühzeitig gegen das Unternehmen Lunapharm eingeschritten, das illegal mit gestohlenen Krebsmedikamenten gehandelt haben soll.

Golze hatte auf einer Pressekonferenz Ende August zugegeben, dass es im Landesamt und im Ministerium „strukturelle und organisatorische Mängel“ gibt. Konkret seien „unzureichende Schritte“ unternommen worden, um die fachkundigen Mitarbeiter zusammenzubringen und um die daraus folgenden Maßnahmen zu koordinieren. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßte Golzes Entscheidung in einem kurzen Statement: Woidke sagte, er halte den Rücktritt nicht nur für richtig, sondern auch für notwendig.


bro / dpa
brohrer@daz.online


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