Xylometazolin plus Dexpanthenol

Olynth plus kommt erst im nächsten Jahr

Stuttgart - 07.08.2018, 17:50 Uhr

Die Olynth-Familie bekommt Zuwachs, allerdings erst im nächsten Jahr. ( r / Foto: J&J)

Die Olynth-Familie bekommt Zuwachs, allerdings erst im nächsten Jahr. ( r / Foto: J&J)


Apotheken, die Olynth® plus bestellt haben, müssen sich gedulden. Die Einführung der Nasic®-Alternative verzögert sich offenbar bis ins kommende Jahr, wie Hersteller Johnson & Johnson nun in einem Schreiben mitteilt. Eigentlich sollte die Kombination aus Xylometazolin und Dexpanthenol im September 2018 ausgeliefert werden. 

Eigentlich wollte Johnson & Johnson pünktlich zur kommenden Erkältungssaison mit seinem neuen Produkt aus der Olynth®-Familie an den Start gehen. Im September 2018 sollte die Auslieferung erfolgen. Der Außendienst war bereits unterwegs, um Bestellungen aufzunehmen. Nur leider klappt das alles nicht so wie geplant. Wie Johnson & Johnson den Apothekern, die eine Bestellung aufgegeben haben, in einem Schreiben mitteilt, wird sich die Markteinführung verzögern. Man gehe vom kommenden Jahr aus, heißt es in dem Brief, der DAZ.online vorliegt. Als Grund werden unvorhersehbare Lieferschwierigkeiten genannt. Man arbeite aber mit Hochdruck an einer Lösung, schreibt Johnson & Johnson. Olynth® plus wird in zwei Konzentrationen, nämlich mit 0,1 Prozent Xylometazolin für Erwachsene und 0,05 Prozent Xylometazolin für Kinder plus jeweils 5 Prozent Dexpanthenol, auf den Markt kommen.

Johnson & Johnson entschuldigt sich für die Verzögerung und die entstehenden Umstände, heißt es. Ungeachtet der Schwierigkeiten könnten Apotheken ihren Kunden in der bevorstehenden Erkältungssaison aber weiterhin gerne die bewährten Olynth®-Produkte empfehlen, heißt es.

Die Olynth®-Familie umfasst neben Xylometatzolin in allen möglichen Varianten – für Kinder und Erwachsene, als Tropfen, als Spray mit und ohne Konservierungsmittel und der 100 ml Großpackung – noch isotone Nasentropfen und isotones Nasenspray mit Kochsalz (Olynth® salin) sowie Olynth® Ectomed, das neben einer hypertonen Salzlösung Ectoin enthält. Ectoin ist eine Substanz, die Bakterien bilden, um sich vor extremen Bedingungen zu schützen. Sie hat zellschützende, entzündungshemmende, pflegende und membranstabilisierende Eigenschaften. Ectoin wird unter anderem zur Vorbeugung und Behandlung von Schnupfen, Heuschnupfen, einer allergischen Bindehautentzündung und von Ekzemen eingesetzt. Im weiteren Sinne zählt Johnson & Johnson noch Olytabs® zur Produktfamile, eine Kombination aus Ibuprofen und Pseudoephedrin.

Seit 2015 hat Nasic Konkurrenz 

Während bis 2015 Nasic® ein Monopol bei der fixen Kombination aus Xylometazolin und Dexpanthenol hatte, wächst die Konkurrenz seitdem langsam aber stetig. Eigentlich war das Präparat bis 2025 patentgeschützt. Teva hatte jedoch geklagt und im Januar 2015 vor dem Bundespatentgericht Recht bekommen. Erst kam Ratiopharm mit XyloDuo®, das 2017 in NasenDuo® umbenannt wurde dazu. Ebenfalls 2017 brachte TAD Septanasal® auf den Markt.

2016 befand sich Nasic® jedoch laut Statista trotz Konkurrenz unter den 15 meistverkauften Arzneimitteln in Deutschland. Von dem Mittel aus dem Hause Klosterfrau gibt es nach vier vor die meisten Varianten: Für Kinder und Erwachsene, jeweils mit Konservierungsmittel oder ohne und für Erwachsene auch noch in zwei Größen 10 und 15 ml. Letztere allerdings nur mit Konservierungsmittel. Die Wettbewerber bieten bislang Kinder- und Erwachsenenversion durchweg konservierungsmittelfrei an. 


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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