Über Großhandel lieferbar

Celestamine N liquidum schnell bestellen?

Stuttgart - 06.08.2018, 16:30 Uhr

Nur noch am 7. August 2018 gibt es Celestamine auch ohne Patientenbezug. ( r / Foto: picture alliance)

Nur noch am 7. August 2018 gibt es Celestamine auch ohne Patientenbezug. ( r / Foto: picture alliance)


Apotheker müssen schnell sein bei Celestamine® N liquidum. Nur noch am heutigen Dienstag gibt es Celestamine® N liquidum auch ohne Rezeptübermittlung über die Pharmamall, MSD hat auch den Großhandel bestückt. Allerdings: Die Freude währt nur kurz.

An Celestamine® N liquidum zu kommen war für Apotheken in den vergangenen Monaten nicht gerade einfach. Zum Hintergrund: Seit Anfang des Jahres kämpft MSD mit Lieferschwierigkeiten beim betamethasonhaltigen Notfallarzneimittel. Die Konsequenz im Januar: Apotheken durften nur noch Bienen- und Wespengiftallergiker  mit Celestamine® N liquidum versorgen. Um dies zu gewährleisten, stellte MSD den Vertrieb von Celestamine® N liquidum über den Großhandel ein und lieferte ausschließlich direkt und auch nur mit schriftlicher Bestätigung des Arztes über die Indikation.

Mehr zum Lieferengpass bei Celestamine N liquidum

Im Mai schließlich eskalierte MSD nochmals – obwohl der ursprüngliche Plan vorsah, dass bis zu diesem Zeitpunkt Celestamine® N liquidum wieder vollumfänglich lieferbar sein sollte. Apotheken konnten sodann Celestamine® N liquidum ausschließlich patientenbezogen unter Übermittlung des Rezeptes über die Pharmamall beziehen.

Kurzfristig entspannte Liefersituation bei Celestamine

Nun schien für kurze Zeit die Celestamine-Lage entspannter. DAZ.online erfuhr aus Apotheken, dass MSD mittlerweile eine Lieferung bis zu drei Packungen direkt ermöglicht, auch ohne Rezept. Selbst der Großhandel war wohl wieder bestückt. Ein Apotheker berichtete über Celestamine® N liquidum Lieferungen durch die Noweda. DAZ.online hat beim Celestamine-Hersteller MSD nachgehakt: Ist das Notfall-Arzneimittel tatsächlich wieder vollumfänglich lieferbar und einfach zu haben? MSD rudert jedoch zurück. Die entspannte Situation galt nur für die vergangenen drei Wochen.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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2 Kommentare

Deutschland ...

von Krawallobacter pestilenzia am 06.08.2018 um 19:28 Uhr

... ein einziges Irrenhaus.

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MSD Lieferenpass

von Kevin Chiang am 06.08.2018 um 18:39 Uhr

Also irgendwo wird es langsam lächerlich. Es ist jetzt nicht so, dass Januvia/Janumet und Celestamine niegelnagelneue Präparate wären, bei denen (speziell bei Celestamine) ein erhöhter Bedarf in den Sommermonaten nicht vorhersehbar wäre. Jetzt ein NOTFALLmedikament nur gegen Rezeptvolage zu beliefern, was dann auch noch 1-2 Tage dauern kann ist unzumutbar! Mal davon abgesehen müssen wir ja dann auch noch von den Patienten die Einwilligung haben, ihr Rezept mit PERSÖNLICHEN Daten und Diagnose an einen dritten zu übermitteln. Offensichtlich ist hier nicht vernünftig bei den Produktionskapazitäten geplant worden und nun muss letzten Endes der Patient darunter leiden. Wieder ein Debakel für die Pharmaindustrie, die die Apotheken ausbaden dürfen!

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