Dank Ocrevus, Perjeta und Tecentriq

Starkes erstes Halbjahr für Roche

Basel / Stuttgart - 26.07.2018, 10:45 Uhr

Roche hat seine Prognose nach einem starken ersten Halbjahr angepasst. ( r / Foto: imago)

Roche hat seine Prognose nach einem starken ersten Halbjahr angepasst. ( r / Foto: imago)


Roche hat nach einem starken ersten Halbjahr seine Prognose für das laufende Jahr erhöht. Verantwortlich für die guten Zahlen sind vor allem die neuen Wirkstoffe wie Ocrelizumab (Ocrevus®) und Atezolizumab (Tecentriq®). Sie konnten in Europa zumindest teilweise den Umsatzrückgang beim früheren Blockbuster Rituximab (Mabthera®) kompensieren, dem die Biosimilarkonkurrenz zu schaffen macht.

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hebt nach einem unerwartet starken ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr ein weiteres Mal an. Zunächst hatte sich Konzernchef Severin Schwan noch auf ein Übergangsjahr eingestellt, doch laufen neue Arzneien besser als gedacht. Auch profitiert das Unternehmen deutlich von der US-Steuerreform. In den USA erhöhten sich die Verkäufe um 15 Prozent. Das MS-Mittel Ocrevus® wurde weiterhin stark nachgefragt, besonders auch von neuen Patientinnen und Patienten. Das Umsatzplus von Pertuzumab (Perjeta®, +27 Prozent) war angetrieben vom Einsatz des Medikaments zur postoperativen Behandlung von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium bei Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko. In Europa (-8 Prozent) konnten die Markteinführungen der neuen Medikamente Ocrevus®, Tecentriq® und Alecensa® (Alectinib) vor allem in Deutschland die Umsatzeinbußen bei MabThera® (-47 Prozent), die auf den Wettbewerb mit Biosimilars zurückzuführen sind, teilweise kompensieren. Tecentriq® und Alecensa® kommen unter anderem bei bestimmten Formen des Lungenkarzinoms zum Einsatz.

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Im ersten Halbjahr konnte Roche so seinen Umsatz um 7 Prozent auf 28,1 Milliarden Schweizer Franken (rund 24,2 Milliarden Euro) steigern, wie der Konzern am heutigen Donnerstag in Basel mitteilte. Das operative Ergebnis (sogenannter Kernbetriebsgewinn) verbesserte sich um 10 Prozent auf 11,2 Milliarden Franken. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 7,5 Milliarden Franken hängen, ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Für das Gesamtjahr erwartet Roche nun – gerechnet zu konstanten Wechselkursen – ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zuvor war noch ein niedriger einstelliger Zuwachs angestrebt worden.


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