Quartalszahlen

Shop Apotheke: 29 Prozent mehr Kunden

München - 16.05.2018, 09:05 Uhr

Der Versandhändler Shop Apotheke hat seinen Umsatz im ersten Quartal um mehr als 100 Prozent steigern können. (Foto: Imago)

Der Versandhändler Shop Apotheke hat seinen Umsatz im ersten Quartal um mehr als 100 Prozent steigern können. (Foto: Imago)


Shop Apotheke Europe, die nach eigenen Angaben führende Online-Apotheke in Kontinentaleuropa, hat in den ersten drei Monaten 2018 den Konzernumsatz um 105 Prozent auf 130,7 Millionen Euro gesteigert. Dabei wirkte sich insbesondere die erstmalige Vollkonsolidierung der im November 2017 übernommenen Europa Apotheek positiv auf die Bilanz aus. Allerdings stand unter dem Strich nach wie vor ein Verlust.  

Größe ist wichtig im Segment der Arzneimittel-Versandhändler – diesem Credo folgt auch der niederländische Arzneimittelversender Shop Apotheke Europe. Wie das Unternehmen nun bekanntgab, legte der Konzernumsatz im ersten Quartal auf 130,7 Millionen Euro zu, ein Plus von 105 Prozent gegenüber der Vorjahreszeit, als das Unternehmen noch 63,8 Millionen Euro erwirtschaftet hatte. Damit setzt der Konzern seinen Wachstumskurs fort, denn bereits im Gesamtjahr 2017 hatte Shop Apotheke den Umsatz gegenüber 2016 um rund 60 Prozent gesteigert. Zu berücksichtigen ist bei dem aktuellen Zuwachs allerdings, dass erstmals die im November 2017 akquirierte und auf den Versand rezeptpflichtiger Arzneimittel spezialisierte Europa Apotheek – wie Shop Apotheke im niederländischen Venlo beheimatet – voll konsolidiert wurde und damit sowohl umsatz- als auch ergebniswirksam war. Mit dieser Entwicklung habe Shop Apotheke Europe seine Marktposition in Deutschland und Kontinentaleuropa weiter ausgebaut, wie das Unternehmen mitteilte.

Getrübt wird die Quartalsbilanz allerdings dadurch, dass trotz des Umsatzzuwachses das Ergebnis nach wie vor negativ ausgefallen ist. Mit minus 1,3 Millionen Euro fiel das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) immerhin um 400.000 Euro besser aus als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das operative Ergebnis (Ebit) sank hingegen von minus 4,9 Millionen Euro auf minus 8,1 Millionen Euro ab.

Durch die Akquisition der Europa Apotheek und eigener Wachstumsinitiativen konnte Shop Apotheke Europe der Mitteilung nach die Zahl aktiver Kunden von 2,1 Millionen zum Ende des ersten Quartals 2017 auf über 2,7 Millionen steigern, ein Plus von 29 Prozent. Die Anzahl der Bestellungen sei zudem um 50 Prozent von 1,4 Millionen auf 2,1 Millionen gewachsen. Auch im Segment „Germany“ hat der Onlineversender durch die Integration und Konsolidierung der Europa Apotheek im ersten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum verbucht. So sei das Geschäftsvolumen im umsatzstärksten Kernmarkt Deutschland gegenüber den ersten drei Monaten 2017 um 117 Prozent auf 103,5 Millionen Euro gestiegen. Deutlich kleiner ist dagegen das Segment International. Hier erwirtschaftete Shop Apotheke Europe einen Umsatz von 27,1 Millionen Euro gegenüber 16,0 Millionen Euro in der Vorjahreszeit.

Mögliche Akquisition im OTC-Markt

Für das Gesamtjahr 2018 bestätigte der Vorstand seine Prognose, die einen Umsatzzuwachs auf 530 bis 560 Millionen Euro vorsieht, was einem Plus von 87 bis 97 Prozent gegenüber 2017 entsprechen würde. Das beschleunigte Wachstum sei sowohl getrieben durch die Konsolidierung der Europa Apotheek - und das damit höhere Geschäftsvolumen im deutschen Markt - als auch durch das weiter „dynamisch wachsende internationale Geschäft“. Positive Impulse erwarte das Management zudem durch das prosperierende Online-Marktumfeld.

Das Ebitda vor einmaligen Kosten soll der Prognose nach positiv ausfallen mit null bis zwei Millionen Euro. Allerdings seien potenzielle Akquisitionen hierin nicht berücksichtigt. Das Unternehmen bekräftigte, seine „aktive Rolle in der anhaltenden Marktkonsolidierung insbesondere auf dem deutschen OTC-Markt fortzusetzen“ und wies auf die im April platzierte Wandelanleihe im Umfang von 75 Millionen Euro hin. Damit könne Shop Apotheke „bei unternehmerischen Gelegenheiten schnell und flexibel handeln“.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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