Apothekerkammer Schleswig-Holstein

Dr. Kai Christiansen ist neuer Kammerpräsident

03.05.2018, 09:00 Uhr

Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein hat einen neuen Präsidenten: Dr. Kai Christiansen löst Gerd Ehmen an der Spitze ab. (Foto: tmb)

Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein hat einen neuen Präsidenten: Dr. Kai Christiansen löst Gerd Ehmen an der Spitze ab. (Foto: tmb)


Dr. Kai Christiansen ist der neue Präsident der Apothekerkammer Schleswig-Holstein. Die neu gewählte Kammerversammlung votierte auf ihrer konstituierenden Sitzung am Mittwoch für den 48-Jährigen und damit für einen Generationenwechsel an der Spitze der Kammer. Zum Vizepräsidenten wurde erneut Volker Thode gewählt.

Der bisherige Kammerpräsident Gerd Ehmen hatte bei den jüngsten turnusmäßigen Kammerwahlen nicht mehr für die Kammerversammlung kandidiert. Der 70-Jährige verabschiedete sich am Mittwoch nach 30 Jahren in der Berufspolitik und zwei Amtszeiten als Kammerpräsident aus seinem Amt. Dabei appellierte er an die politisch Verantwortlichen, dafür zu sorgen, dass jeder Bürger an jedem Ort in kürzester Zeit adäquate und finanziell zumutbare Hilfe erhält. Außerdem sollten die Leistungserbringer nicht nur vordergründig nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis, sondern nach dem mittel- und langfristigen Benefit für die Gesellschaft als Ganzes betrachtet werden.

Personal als Thema Nr. 1

Der neue Kammerpräsident Dr. Kai Christiansen beschrieb unmittelbar vor seiner Wahl, welche Themen er für die Arbeit der Kammer in den Vordergrund rücken möchte. An erster Stelle stehe für ihn das Personalproblem. Es müssten mehr Anstrengungen zur Nachwuchsgewinnung unternommen werden. „Wenn sie kein Personal finden, ist dies der Sargnagel der Apotheken“, erklärte Christiansen. Das gelte inzwischen auch für die Städte. Als zweiten Aspekt nannte er die Digitalisierung. „Die Apotheken waren immer schon Vorreiter bei der Technik. Das sollen sie auch in Zukunft bleiben“, so Christiansen. Außerdem forderte Christiansen mehr Anerkennung von der Politik. Von den Kunden würden die Apotheken anerkannt, aber er vermisse die Anerkennung der Politik und die Verlässlichkeit. Wenn es zu einer Abkehr vom Rx-Versandverbot komme, sei dies ein Wortbruch. Im Anschluss an dieses Statement wurde Christiansen gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten.



Dr. Thomas Müller-Bohn (tmb), Apotheker und Dipl.-Kaufmann
redaktion@daz.online


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