Hott statt Hasse

Der LAV Rheinland-Pfalz hat einen neuen Chef

Stuttgart - 17.04.2018, 10:00 Uhr

Von links: Pharmazierat Thomas Hanhart (Beisitzer), Bernhard Pohlmann (2. Vorsitzender), Andreas Hott (1. Vorsitzender), Petra Engel-Djabarian (Beisitzerin), Dr. Jan-Niklas Francke (3. Vorsitzender). (Foto: LAV RP)

Von links: Pharmazierat Thomas Hanhart (Beisitzer), Bernhard Pohlmann (2. Vorsitzender), Andreas Hott (1. Vorsitzender), Petra Engel-Djabarian (Beisitzerin), Dr. Jan-Niklas Francke (3. Vorsitzender). (Foto: LAV RP)


Der Landesapothekerverband Rheinland-Pfalz hat einen neuen ersten Vorsitzenden. Aus altersbedingten Gründen hat sich Theo Hasse, der den Verband seit März 2012 führte, nicht zur Wiederwahl aufstellen lassen. Sein Nachfolger wurde am vergangenen Wochenende bei der LAV-Mitgliederversammlung am 14. April, in Mainz gewählt: der Landauer Apotheker Andreas Hott. 

Bereits seit 1994 engagiert sich der Landauer Apotheker Andreas Hott im LAV Rheinland-Pfalz. Seit 2012 ist er außerdem Mitglied des LAV-Vorstands und arbeitet seitdem in der Krankenkassenkommission und dem Schlichtungsausschuss mit. In Landau gehört Hott die Beethoven-Apotheke, zudem ist er Geschäftsführer der LAVG, der wirtschaftenden Tochter des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz. Seit 1999 ist Hott außerdem gewähltes Stadtratsmitglied für die CDU in Landau.  

Am Wochenende wurde Hott nun – nach Angaben des Verbands ohne Gegenstimmen – zum neuen Vorsitzenden des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz gewählt. Pharmazierat Thomas Hanhart, Inhaber der Adler-Apotheke in Kaisersesch, füllt das dadurch freigewordene Vorstandsamt.

Hott sei es wichtig, junge Apotheker in die berufspolitische Arbeit einzubinden – die Weichen für die nächste Apothekergeneration würden bereits heute gestellt. Die Politik dürfe es nicht zulassen, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch die Vor-Ort-Apotheke zugunsten ausländischer Kapitalgesellschaften geopfert werde. 

Überraschender Rückzug

Hasse tritt nun vor dem eigentlichen Ende der Wahlperiode ab. Schließlich war er erst 2016 erneut zum Verbandsvorsitzenden gewählt worden. Die Wahlperiode wäre eigentlich erst 2020 ausgelaufen. Laut LAV-Mitteilung hat er seinen Verbandsmitgliedern aber bereits vor zwei Jahren mitgeteilt, dass er 2018 abtreten werde, um für die nächste Generation Platz zu machen. Die LAV-Mitgliederversammlung ernannte Theo Hasse nun zum Ehrenvorsitzenden des Verbandes.

Hasse bleibt ADA-Vorsitzender

Wichtig ist auch, dass Hasse weiterhin Chef des Arbeitgeberverbandes Deutscher Apotheken e. V. (ADA) bleibt. Das bestätigte ein Sprecher des LAV Rheinland-Pfalz gegenüber DAZ.online. Der ADA verhandelt mit der Adexa die Tariflöhne der Apothekenangestellten in den meisten Regionen Deutschlands. Hasse war 2005 erstmals zum ADA-Vorsitzenden gewählt worden.


Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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