„Antrittsbesuch“ im Mai

ABDA-Spitze trifft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Berlin - 03.04.2018, 16:00 Uhr

Nach Informationen von DAZ.online trifft die ABDA-Spitze in den ersten beiden Maiwochen auf den neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). (Foto: Külker)

Nach Informationen von DAZ.online trifft die ABDA-Spitze in den ersten beiden Maiwochen auf den neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). (Foto: Külker)


Die ABDA-Spitze um Präsident Friedemann Schmidt wird in den kommenden Wochen erstmals auf den neuen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) treffen. Ein ABDA-Sprecher bestätigte auf Nachfrage von DAZ.online, dass man noch „vor Mitte Mai“ einen Besuch im Ministerium arrangiert habe. Zu den möglichen Inhalten des Gespräches wollte die ABDA nichts sagen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in den kommenden Wochen einen gut gefüllten Kalender: Unzählige Verbände und andere Institutionen aus dem Gesundheitswesen können es gar nicht abwarten, den neuen Minister zu treffen, um einen ersten Hinweis darauf zu bekommen, wo die Reise mit dem Bundesgesundheitsministerium in dieser Legislaturperiode hingehen könnte. Auch die Apotheker haben eine Menge zu besprechen: Schließlich ist immer noch nicht klar, wie sich Spahn zu den großen Themen im Apothekenmarkt positionieren wird.

Allzu lange muss zumindest die ABDA-Spitze aber nicht mehr warten, bis sie Antworten erhält. Nach Informationen von DAZ.online ist in der ersten Maihälfte ein Termin geplant. Ein Sprecher der ABDA wollte keinen genauen Termin nennen, bestätigte aber, dass das Treffen „vor Mitte Mai“ stattfinden werde. Klar sei, dass Friedemann Schmidt die ABDA bei diesem Gespräch vertreten werde, sagte der Sprecher. Wer Schmidt ins Ministerium begleiten wird, stehe aber noch nicht fest.

Wie verhält sich Spahn zu Apothekenthemen?

Auch zu den möglichen Gesprächsthemen, beziehungsweise zu den Fragen der Apotheker an Spahn wollte der ABDA-Sprecher nichts sagen. Man werde die Themenpalette „möglichst breit“ halten. Jedem ist wohl klar, dass auch der Koalitionsvertrag auf der Tagesordnung stehen dürfte – dort hatten Union und SPD festgehalten, dass sie sich für das Rx-Versandverbot „einsetzen“ wollen. Wie das BMG das Wort „einsetzen“ interpretieren wird, steht derzeit aber noch in den Sternen. Zuletzt hatte die neue BMG-Staatssekretärin Sabine Weiss mit einer Formulierung dazu aufhorchen lassen: Auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion antwortete Weiss, dass sich das Ministerium noch in der „Meinungsbildung“ zu diesem Punkt im Koalitionsvertrag befinde.

In jedem Fall sind sich die ABDA-Spitze und Jens Spahn nicht unbekannt: Spahn war mehrfach Gast beim Deutschen Apothekertag, wo er in der politischen Diskussionsrunde stets auch mit einem Vertreter der Apothekerschaft diskutierte. Durch seine langjährige Tätigkeit als gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion sind Spahn die Positionen im Apothekenmarkt bestens bekannt. Spahns Meinung zu den Entwicklungen im Markt blieb allerdings nicht unverändert: DAZ.online hatte kürzlich eine Zitatsammlung des neuen Ministers zusammengestellt. Insbesondere nach seinem Einzug in den Bundestag stellte Spahn einige Regulierungen im Apothekenmarkt in Frage – später ließ er diese Forderungen fallen.

„Antrittsbesuch“ der ABDA im BMG hat Tradition

Der „Antrittsbesuch“ der ABDA beim neuen Bundesgesundheitsminister hat Tradition: Anfang April 2014 traf die ABDA-Delegation erstmals den damaligen Minister Herman Gröhe. Gröhe war damals schon länger als drei Monate im Amt und hatte sich – so wie Spahn jetzt – zuvor noch nicht zu Apothekenthemen geäußert. 


Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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