Interpharm 2018

Welchen Wert haben Rezepturen für Dermatologen?

Stuttgart - 09.03.2018, 07:00 Uhr

Wenn keine Fertigarzneimittel vorhanden sind, ist die Rezeptur gefordert (Foto: cuhle-fotos

                                    / stock.adobe.com)

Wenn keine Fertigarzneimittel vorhanden sind, ist die Rezeptur gefordert (Foto: cuhle-fotos / stock.adobe.com)


Rezepturen machen einen erheblichen Anteil der Verordnungen von Dermatologen aus. Sie ergänzen die Therapie von Hauterkrankungen, wenn kein entsprechendes Fertigarzneimittel verfügbar ist. Den Stellenwert von Rezepturarzneimitteln aus dermatologischer Sicht veranschaulicht Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz auf dem Symposium der Gesellschaft für Dermopharmazie im Rahmen der INTERPHARM 2018 in Berlin.

Auch wenn chronische Hauterkrankungen als Systemerkrankungen häufig auch eine systemische Therapie notwendig machen, bleibt die Lokaltherapie inkl. Rezepturen immer noch Domäne der Dermatologie. Rezepturen sind dann gefordert, wenn keine Fertigarzneimittel vorhanden sind. Vier von zehn Verordnungen der Dermatologen sind Rezepturen, immer noch mit einem erheblichen Anteil an Individualrezepturen.

Bestimmte dermatologische Erkrankungen bedürfen nämlich einer intensivierten dermatologischen, stadien-abhängigen Lokaltherapie. Ergänzend wurde der Begriff der Basistherapie in der Dermatologie neu definiert: Mehrmals tägliche Anwendung von diesen Ganzkörpertherapeutika erfordern große Verordnungsmengen, auch dies eine Domäne der Rezeptur.

Auf dem Symposium für Dermopharmazie veranschaulicht Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz anhand bestimmter dermatologischer Krankheitsbilder den Bedarf der Rezeptur mit vielen Fallbeispielen und Bildern und stellt therapeutische Nischen sowie neue Leitlinien zur Externatherapie vor. Auch Kommunikationshilfen zwischen Arzt und Apotheker bei problematischen Individualrezepturen werden erörtert.

privat

Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz ist Pharmazeutisch-technische Assistentin sowie Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten und leitet seit 2004 die Urtikaria-, Angioödem- und Mastozytose-Sprechstunde in der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz. Seit 2005 ist sie zudem dort Oberärztin der Hautklinik und Poliklinik.

Programm-Info:

Stellenwert von Rezepturarzneimitteln aus dermatologischer Sicht – Prof. Dr. med. Petra Staubach-Renz, Mainz

Am Freitag, 16. März 2018, 10:10 Uhr auf dem Symposium der Gesellschaft für Dermopharmazie anlässlich der Interpharm in Berlin.

Das ausführliche Programm des ApothekenrechtTags und der Interpharm finden Sie hier oder unter www.interpharm.de.


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