Uganda

Apotheker verbessern die Arzneimittelversorgung im Kibaale-Distrikt

Berlin - 13.02.2018, 17:30 Uhr


Im ländlichen Kibaale-Distrikt in Uganda findet die medizinische und pharmazeutische Versorgung in kleinen Gesundheitszentren statt, die ihre Medikamente von der einzigen dort vorhandenen Apotheke in Karuuguza beziehen. Die beiden Hilfsorganisationen „Apotheker helfen“ und „Apotheker ohne Grenzen“ unterstützen seit knapp einem Jahr diese Gesundheitszentren mit finanziellen Mitteln und Fachwissen. Vor einigen Tagen haben die Apotheker-Organisationen mit den Gesundheitszentren kaufmännisches Basiswissen geübt und die Apotheke mit einer Warenbewirtschaftungs-Software ausgestattet.

Die beiden Hilfsorganisationen Apotheker ohne Grenzen“(AOG) und „Apotheker helfen“ (AH) berichten in ihren aktuellen Pressemeldungen und Reiseberichten über ihre gemeinsamen Aktivitäten zur Verbesserung der Arzneimittelversorgung im Kibaale-Distrikt in Uganda. Mit ihren Maßnahmen unterstützen sie sowohl die Gesundheitszentren, welche in der ländlichen Region unter anderem die Arzneimittelversorgung sicherstellen, sowie die zentrale Apotheke in Karuuguza, die als Großhandel fungiert. Dabei arbeiten die Apotheker-Organisationen vor Ort eng mit der ugandischen Emesco Development Foundation (EDF) zusammen.

Warenbewirtschaftungssystem für die Apotheke in Karuuguza

Die Apotheke in Karuuguza eröffnete im Frühjahr 2017 und die beiden Apotheker-Organisationen haben dabei die Erstausstattung der Arzneimittel finanziert. Sie ist die einzige Apotheke im Kibaale Distrikt und für die Gesundheitszentren ein zuverlässiger Lieferant qualitativ hochwertiger Arzneimittel. Inzwischen arbeiten dort neben dem Apotheker Daniel Olowo, dem einzigen Apotheker weit und breit, auch ein Krankenpfleger und ein weiterer Mitarbeiter. Die Apotheke beliefert ein bis zweimal monatlich die Gesundheitszentren mit dem Motorrad-Taxi (Boda-Boda), das aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse im Kibaale-Distrikt ein verbreitetes Verkehrsmittel ist.

Die beiden Hilfsorganisationen stehen der Apotheke in Karuuguza seit Projektbeginn mit pharmazeutischem Fachwissen zur Seite. Im Rahmen ihrer Projektreise im Januar dieses Jahres haben Claudia Martin von AOG und Andreas Wiegand von AH die Apotheke mit einer Warenbewirtschaftungs-Software, dem electronic Stock Management Tool (eSMT), ausgestattet. Gemeinsam mit dem Apotheken-Team übten die Hilfsorganisationen die Bedienung der datenbankgestützten Software und prüften ihre sie auf ihre Tauglichkeit für die Bedingungen vor Ort.

An der Entwicklung und Anpassung der eMT-Software arbeitet AOG seit Jahren. Die Software soll der Apotheke in Karuuguza nun das Lagermanagement, die Bestellungen, die Inventuren und die Erstellung von Statistiken erleichtern. Zuvor geschah dies zeitaufwändig per Hand oder mit einfachen Excel-Tabellen.



Dr. Bettina Jung, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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