Apotheker ohne Grenzen

Apotheker helfen in der Berliner Stadtmission

Gernsbach - 05.02.2018, 12:50 Uhr

Mitglieder der Regionalgruppe Berlin von Apotheker ohne Grenzen mit freiwilligen Helfern der Berliner Stadmission am Bahnhof Zoologischer Garten. (Bild: Marion Schade - Apotheker ohne Grenzen)

Mitglieder der Regionalgruppe Berlin von Apotheker ohne Grenzen mit freiwilligen Helfern der Berliner Stadmission am Bahnhof Zoologischer Garten. (Bild: Marion Schade - Apotheker ohne Grenzen)


Insbesondere die kalte Jahreszeit ist für Obdachlose gefährlich. Die Berliner Regionalgruppe von „Apotheker ohne Grenzen“ unterstützt seit Jahresbeginn die medizinische Versorgung der Berliner Stadtmission. Die Hilfsmaßnahmen umfassen neben der Arzneimittelversorgung auch pharmazeutische Schulungen für die freiwilligen Helfer der Missions-Ambulanz.

Nach Informationen der Hilfsorganisation „Apotheker ohne Grenzen“ (AoG) kämpfen in Berlin bis zu 6000 Menschen auf der Straße um ihr Überleben. Im Winter ist das Leben der Obdachlosen besonders gefährdet. Die Projektkoordinatorin Stefanie Pügge von „Apotheker ohne Grenzen“ berichtete gegenüber DAZ.online, dass die Aktivitäten der Berliner AoG-Regionalgruppe zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in der Ambulanz der Berliner Stadtmission zum Jahresanfang begonnen haben.

Medikamenten-Versorgung der Berliner Stadtmission

Die Berliner Stadtmission am Bahnhof Zoologischer Garten betreibt für Bedürftige zusätzlich zur Notversorgung mit warmen Mahlzeiten, Kleidung, Schlafsäcken, der Möglichkeit zum Duschen, psychosozialer Hilfe auch eine medizinische Ambulanz. Zweimal wöchentlich kümmern sich in der Ambulanz Ärzte und Krankenpfleger ehrenamtlich um akute medizinische Probleme.

Die Berliner Regionalgrupppe von Apotheker ohne Grenzen übernimmt seit Jahresbeginn dort die Arzneimittelbeschaffung. Dafür kauft die Hilfsorganisation mit Hilfe von Spendengeldern Arzneimittel in einer Berliner Apotheke für die Bahnhofsmission. In regelmäßigen Treffen stimmen sich die Apotheker mit den freiwilligen Helfern der Ambulanz ab und erarbeiten gemeinsam Medikamentenlisten, um die Versorgung der Betroffenen zu optimieren.

Weiterhin bietet „Apotheker ohne Grenzen“ Schulungen in pharmazeutischen Themengebieten, wie der korrekten Lagerhaltung von Arznei- und Hilfsmitteln, für die freiwilligen Helfer in der Ambulanz an. Die Hilfsorganisation hat bereits im Rahmen des Mainzer Projektes „Ambulanz ohne Grenzen“ in Zusammenarbeit  mit dem Projektpartner „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“ seit 2013 Erfahrung in der Arzneimittel-Versorgung wohnungsloser Menschen und Flüchtlinge gesammelt.

Apotheker helfen auf der ganzen Welt

„Auch in Deutschland sind viele Menschen auf die Unterstützung von Organisationen wie AoG angewiesen“, sagt AoG-Geschäftsführerin Eliette Fischbach. Die Organisationen „Apotheker ohne Grenzen“ und „Apotheker helfen“ sind für Hilfsprojekte auf der ganzen Welt bekannt. Ihre Aktivitäten umfassen neben akuter Katastrophenhilfe auch langfristige Projekte, die unter anderem auch Schulungsmaßnahmen als Hilfe zur Selbsthilfe beinhalten.


Dr. Bettina Jung, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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