Alex Azar

Ex-Pharma-Manager soll US-Gesundheitsminister werden

Berlin - 14.11.2017, 07:00 Uhr

Der ehemalige Pharma-Manager Alex Azar soll nach den Wünschen von US-Präsident Donald Trump neuer US-Gesundheitsminister werden. (Foto: dpa)

Der ehemalige Pharma-Manager Alex Azar soll nach den Wünschen von US-Präsident Donald Trump neuer US-Gesundheitsminister werden. (Foto: dpa)


US-Präsident Donald Trump hat den Pharma-Manager Alex Azar als neuen Gesundheitsminister der USA vorgeschlagen. Der 50 Jahre alte Azar soll auf Tom Price folgen, der im September hatte zurücktreten müssen. Ihm waren unter anderem Unregelmäßigkeiten in Zusammenhang mit Flügen in Regierungsmaschinen vorgeworfen worden.

Als eine der wichtigsten Aufgaben seines neuen Gesundheitsministers bezeichnete Trump die Absenkung der Arzneimittelpreise: „Er wird ein Star sein, für bessere Gesundheitsversorgung und geringere Kosten für Medikamente sorgen“, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Das Gesundheitssystem der USA leidet derzeit unter anderem unter extrem hohen Preisen für Arzneimittel. Eine Reform ist Trump jedoch trotz republikanischer Mehrheiten in Senat und Abgeordnetenhaus nicht gelungen.

Azar, der noch vom Senat bestätigt werden muss, war zuletzt Manager bei dem auf Diabetes-Mittel und Psychopharmaka spezialisierten Arzneimittelunternehmen Eli Lilly mit Sitz im Bundesstaat Indiana. Dort war Vizepräsident Mike Pence bis zu seinem Amtsantritt in Washington Gouverneur. Azar gilt als entschiedener Gegner von „Obamacare“, dem Gesundheitssystem, geschaffen von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama.

Azar vertritt die Ansicht, dass eine Änderung des Systems auch ohne Beteiligung des Kongresses möglich ist. Azar ist im Direktorengremium des American Council on Germany, einer Organisation zur Verbesserung der transatlantischen Beziehungen. Dem Gremium gehört unter anderem auch der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg an.

Erfahrungen im Gesundheitsministerium hat Azar allerdings schon unter George W. Bush gesammelt. Damals war er Vize-Minister, die Arzneimittelbehörde FDA musste direkt an ihn berichten.


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