Expansion in Serbien

Phoenix übernimmt Apothekenkette Goodwill Apoteka

München - 10.11.2017, 15:30 Uhr

Die Phoenix Group expandiert in Osteuropa. (Foto:dpa)

Die Phoenix Group expandiert in Osteuropa. (Foto:dpa)


Der Pharmagroßhändler Phoenix Group baut seine Position in Südosteuropa und auf dem Balkan weiter aus. Nach Zukäufen in Montenegro, Ungarn und der Slowakei sowie der Eröffnung eines Logistikzentrums bei Belgrad hat das Unternehmen in Serbien nun die Apothekenkette Goodwill Apoteka erworben. Damit wird Phoenix in dem Land künftig über mehr als 300 Apotheken verfügen. 

Die Expansion der Phoenix Group in Südosteuropa setzt sich fort. Wie der Mannheimer Pharmahändler und Apothekenbetreiber jetzt in einer Presseinformation mitteilte, hat Phoenix in Serbien die Apothekenkette Goodwill Apoteka erworben. Das Unternehmen besitze landesweit 138 Apotheken mit 540 Beschäftigten. Die Akquisition des Goodwill-Eigners Inter Pharma d.o.o. stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden.

„Mit Goodwill bauen wir unsere Marktführerschaft im serbischen Apothekenmarkt weiter aus und erweitern unsere Stellung als integrierter Gesundheitsdienstleister in Südosteuropa deutlich“, kommentierte Phoenix-Vorstandschef Oliver Windholz die Akquisition.

Den Angaben des Unternehmens zufolge sollen die Goodwill-Apotheken „in absehbarer Zeit“ in Benu, dem Markennamen der bereits bestehenden Phoenix-Apotheken in Serbien, umbenannt werden. Damit würden künftig mehr als 300 serbische Apotheken unter Benu firmieren. Zusammen mit den unabhängigen Apotheken, die einem lokalen Apotheken-Kooperationsprogramm von Phoenix namens Betty angehören, biete das Unternehmen in Serbien eine umfassende, wohnortnahe Versorgung mit Gesundheitsprodukten und Dienstleistungen.

Phoenix ist in vielen osteuropäischen Ländern aktiv

Phoenix sieht sich darüber hinaus als führenden pharmazeutischen Großhändler in Serbien. So eröffnete das Unternehmen im Frühjahr 2017 nahe der Hauptstadt Belgrad ein neues Logistikzentrum für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte. Dieses soll als grenzüberschreitender Brückenkopf die pharmazeutische Industrie mit dem Groß- und Einzelhandel in ganz Zentral- und Osteuropa verbinden.

Neben Serbien ist Phoenix seit 2005 auch in den südosteuropäischen Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, dem Kosovo, Mazedonien und Montenegro tätig. Mit mehr als 2000 Mitarbeitern sieht sich Phoenix als Marktführer im pharmazeutischen Großhandel und bei Logistikdienstleistungen für die pharmazeutische Industrie. 

Übernahmen in Montenegro und Ungarn

Erst im Oktober vergangenen Jahres hatte Phoenix in dem Balkanstaat Montenegro den Pharmagroßhändler Farmegra d.o.o. und die nationale Apothekenkette Apoteka Lijek PZU übernommen. Zuvor hatte Phoenix bereits das ungarische Unternehmen Novodata, einen Anbieter von Warenwirtschafts- und Kassensystemen für Apotheken, sowie den slowakischen Apothekenbetreiber Sunpharma erworben.

Im europäischen Pharmagroßhandel ist Phoenix nach eigenen Angaben mit 152 Distributionszentren in 26 Ländern aktiv. Zudem betreibt das Unternehmen in 13 Ländern über 2000 eigene Apotheken.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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