Kooperation mit MSD zahlt sich aus

AstraZeneca mit erstem Umsatzanstieg seit sechs Quartalen

London - 09.11.2017, 18:00 Uhr

AstraZeneca, hier der Hauptsitz in London, kann sich seit langem wieder über Umsatzwachstum freuen. (Foto: AstraZeneca)

AstraZeneca, hier der Hauptsitz in London, kann sich seit langem wieder über Umsatzwachstum freuen. (Foto: AstraZeneca)


Der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca hat dank seiner im Sommer gegründeten Kooperation mit dem US-Konzern MSD seit langem mal wieder ein Umsatzwachstum verbuchen können.

Bei AstraZeneca sind die Erlöse von Juli bis September 2017 um mehr als 9 Prozent auf 6,23 Milliarden US-Dollar gestiegen, wie der britisch-schwedische Konzern am heutigen Donnerstag mitteilte. Die Aktie stieg im frühen Handel knapp 2,5 Prozent.

Die frische Kooperation bei der Entwicklung bestimmter Krebsmedikamente mit dem US-Pharmariesen  MSD (Merck & Co) brachte AstraZenca fast eine Milliarde Dollar an Erlösen. Mit dem Umsatz-Anstieg übertraf AstraZeneca die Erwartungen der Analysten.

Die Kooperationen, die das Unternehmen auch mit anderen Pharma-Konzernen pflegt und bei denen es vor allem um Lizenzen und den Verkauf von Rechten an Arzneimitteln geht, stehen aber auch in der Kritik. Investoren äußerten sich jüngst kritisch, da Umsatz auf Kosten von Gewinn erreicht wurde, der bei Dividendenzahlung eine Rolle spielt.

Insgesamt brachten diese Kooperationen AstraZeneca im dritten Quartal 1,35 Milliarden Dollar Umsatz. Damit kann AstraZeneca fallende Erlöse mit seinen anderen Arzneimitteln auffangen, wie nach dem Patentablauf für seinen wichtigen Blockbuster, dem Cholesterinsenker Crestor.

Der um einige Sondereffekte bereinigte Kerngewinn sank hingegen wegen hoher Sondergewinne im Vorjahr um 15 Prozent auf 1,12 Dollar je Aktie. Damit übertraf der Konzern dennoch aber die Schätzungen der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten. Mit Blick aufs Jahr ist AstraZeneca nun etwas optimistischer gestimmt: Der Gewinn je Aktie soll nun am unteren Ende der Bandbreite niedriges bis mittleres einstelliges Minus liegen.


dpa-AFX / ks
redaktion@daz.online


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