Konzernumbau

Merck sucht OTC-Käufer und verstärkt Zusammenarbeit mit Samsung Biologics

Darmstadt / Stuttgart - 01.11.2017, 11:55 Uhr

Die Merck KGaA sucht Zeitungsmeldungen zufolge einen Käufer für die OTC-Sparte. (Foto: dpa)

Die Merck KGaA sucht Zeitungsmeldungen zufolge einen Käufer für die OTC-Sparte. (Foto: dpa)


Mercks Pläne, sich vom OTC-Geschäft zu trennen, werden offenbar konkreter. Laut „Financial Times“ soll das Unternehmen damit begonnen haben, potenzielle Käufer anzusprechen. Zudem vertiefen die Darmstädter ihre Zusammenarbeit mit Samsung Biologics. Eine entsprechende Absichtserklärung sei unterzeichnet worden, teilte Merck am heutigen Mittwoch mit. 

Beim Darmstädter Merck-Konzern deutet zunehmend alles auf einen Verkauf der OTC-Sparte hin. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen habe diese Woche damit begonnen, auf mögliche Käufer zuzugehen, berichtete die „Financial Times“ am vergangenen Montag unter Bezug auf zwei über den Vorgang informierte Personen.

Spekulationen über einen Verkauf des Bereichs waren in den vergangenen Jahren immer wieder hochgekocht. Noch im Mai war die Leiterin des Consumer-Health-Geschäfts, Uta Kemmerich-Keil, in einem Interview mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX diesen entgegengetreten. Als Merck das Geschäft im Herbst dann doch zur Disposition stellte, hieß es zur Begründung, es sei „zunehmend herausfordernd, dieses Geschäft intern so zu finanzieren, dass es die notwendige Größe erreichen kann“.  Man prüfe daher strategische Optionen für die Consumer-Health-Care-Sparte, wobei auch eine vollständige oder teilweise Veräußerung sowie strategische Partnerschaften infrage kämen. Eine Entscheidung solle bis Anfang 2018 getroffen werden, hieß es. Laut Financial Times haben Interessenten nun Einblick in vertrauliche Geschäfts- und Finanzdaten bekommen. Merck lehnte auf Anfrage der eine Stellungnahme zu dem Bericht ab, heißt es.

Die Selbstmedikation ist der kleinste Bereich im Pharmageschäft der Merck KGaA. Bekannte Apothekenmarken wie Nasivin®, Kytta®, Femibion®, Cebion® und Kohle-Compretten® kommen von den Darmstädtern.

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dpa-afx / jb
redaktion@daz.online


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