5 Jahre Ditzels Tagebuch

„Aus der Nummer komme ich nicht mehr raus“

Stuttgart - 14.10.2017, 08:00 Uhr

Auf Ditzels Tagebuch: Autor und DAZ-Herausgeber Peter Ditzel und DAZ.online-Chefredakteurin Julia Borsch feieren den 5. Geburtstag des Tagebuchs. (Foto: ekr)

Auf Ditzels Tagebuch: Autor und DAZ-Herausgeber Peter Ditzel und DAZ.online-Chefredakteurin Julia Borsch feieren den 5. Geburtstag des Tagebuchs. (Foto: ekr)


Heute vor fünf Jahren – am 14. Oktober 2012 – ist es das erste Mal erschienen – das liebe Tagebuch von Peter Ditzel. Seitdem ist es zu einer echten Institution geworden. Ein Sonntag ohne Tagebuch? Kaum denkbar. Aber wie ist das Ganze überhaupt entstanden? Und wieviel Aufwand steckt da eigentlich drin? Ein Blick hinter die Kulissen des Tagebuchs.

Peter Ditzels „liebes Tagebuch“ feiert an diesem Wochenende seinen 5. Geburtstag. Doch in die Jahre gekommen ist es mitnichten. Nach wie vor erfreut es sich großer Beliebtheit. Nur der Anschein, an dieser Institution würde gerüttelt werden (war übrigens nie der Fall), führt zu einem Aufschrei in der Leserschaft. Zur Beruhigung: Der Autor hat derzeit keine Pläne aufzuhören. 

Dass das Ganze so einschlagen würde, hätte DAZ-Herausgeber Peter Ditzel allerdings nicht gedacht. „Das war nicht von Anfang an als Dauereinrichtung geplant“, erzählt er. „ Das war mehr ein Versuchsballon, ob die Leser so ein Format mögen.“ Das erste Feedback sei dann aber überwältigend gewesen. Und so gehört das Tagebuch nun seit 5 Jahren ebenso zum Sonntag wie der Tatort. 

Kein einziges Tagebuch ist ausgefallen

Wie er auf die Idee gekommen ist? Ditzel erzählt: „Ich wollte eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse der Woche, um den Lesern darzustellen, was sich in der Welt der Apotheker tut – und zwar kommentierend, zugespitzt, auf den Punkt gebracht. Kolleginnen und Kollegen hatten mir gegenüber den Wunsch geäußert, dass ihnen jemand die Zusammenhänge erklärt – und zwar auf eine Weise, dass sie nicht jeden Tag die News verfolgen müssen, sondern kompakt das Wichtigste zusammengefasst lesen können.“ Der Startschuss fiel dann nach dem Apothekertag 2012: Der Apothekertag in Kürze – denn in der Apotheke ist wenig Zeit zum Lesen. Und alles in einer leicht lesbaren, persönlichen Sprache, durchaus mit Augenzwinkern und bisweilen satirischem Unterton – das sei die Idee gewesen.

Ausgefallen ist übrigens noch kein einziges Tagebuch – selbst wenn der Autor im Urlaub war, ist es erschienen. Das sei gar nicht immer so einfach. „Das ist nicht in zwei Stunden geschrieben“, sagt der DAZ-Herausgeber. „Da sitze ich etwa sechs Stunden dran plus Recherche – eigentlich muss man ständig dranbleiben an den Nachrichten.“ Auch sei die Themenfindung nicht immer ein Selbstläufer, zum Beispiel im Sommerloch gestalte sich das schon gelegentlich schwierig. 

„Ein liebes Tagebuch ist ein Stück weit etwas Persönliches“

Dennoch will er weitermachen. „Ich bekomme immer noch so viel positives Feedback. Wenn ich auf Veranstaltungen bin, werde ich darauf angesprochen. Die Kolleginnen und Kollegen erzählen mir, wie gerne sie den kommentierenden Rückblick lesen: ‚Wenn ich Ihr Tagebuch gelesen habe, weiß ich, was Sache ist‘. Das motiviert mich, weiterzumachen. Und mit meinem Tagebuch kann ich Fragen stellen und mit spitzer Feder auch mal piksen. Das hat den einen oder anderen Kammerfürsten oder Firmenvertreter zwar nicht immer erfreut, aber im persönlichen Gespräch ließ sich das in der Regel klären.“

Zudem sei ihm durchaus klar, dass das Tagebuch so sehr mit seiner Person verbunden ist, dass es sich nicht so einfach auf einen Nachfolger übertragen lässt. „Ein liebes Tagebuch ist ja ein Stück weit etwas Persönliches, fast schon Intimes. Aus der Nummer komm ich nicht mehr raus“, lacht er, „das weiß ich schon.“

Und so freuen wir uns auf die nächsten Jahre mit dem „lieben Tagebuch“. Am morgigen Sonntag lesen Sie hier auf DAZ.online die Jubiläumausgabe. In diesem Sinne: Happy Birthday, liebes Tagebuch!


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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8 Kommentare

Ditzels Tagebuch

von Dr. Gert Schorn am 16.10.2017 um 18:54 Uhr

Lieber Peter,
Hut ab. Ich kenne Dich seit Deinen ersten Tagen bei der DAZ. Toller Weg im Job. Dieses Tagebuch liest sich wie ein Tagebuch und erfreut einen. Aber was dahinter steckt kann man nur erahnen: Tiefgehende Recherchen, Weitblick, Rundblick, Freude am Journalismus und am Schreiben, Freude am Leben, Freude am Umfeld, Humor. Mach weiter so. Und herzlichen Dank.
Herzliche Grüße Gert

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

... wie das Salz auf dem Ei

von Dr. Susanne Rück am 15.10.2017 um 19:34 Uhr

Ihr TAGEBUCH, lieber Herr Ditzel, ist unabdingbar wie das Salz auf dem Sonntagmorgenfrühstücks-Ei!!! Ihre intelligenten Zusammenfassungen 'aus der Welt der Pharmazie' sind jedes Mal ein besonderer Lesegenuß, sowohl inhaltlich, wie auch stilistisch. Tausend DANKE für die vielen Durchblicke, die ich ohne Ihre elegant formulierten, aber immer klar erkennbar seriösen Informationen nicht hätte. Wohltuend auch Ihre eindeutige Parteinahme für die deutschen ApothekerInnen im traditionellen Selbstverständnis - wer traut sich das noch?
Bleiben Sie gesund und verlieren Sie bitte nicht die Lust an der Recherche und am feinsinnigen Formulieren!!!

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Tagebuch - weiter so

von Claudia B. Maier am 15.10.2017 um 16:23 Uhr

Hallo Herr Ditzel,
Hallo Fr. Borsch und
hallo Team des DAV

diese Qualität der journalistischen Arbeit ist wichtig
und eine Bereicherung unserer deutschsprachigen digitalen Apotheken-Landschaft.
Glückwunsch und weiter so.
Claudia B. Maier

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Ohne "Tagebuch" kein Sonntag

von Drinhaus am 15.10.2017 um 12:14 Uhr

Das "Tagebuch" macht den Sonntag für mich erst zum Sonntag und sollte eigentlich zur Pflichtlektüre jeder Apotheke zählen :-)

Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz, Herr Ditzel
Dieter Drinhaus, DAP-Retaxforum

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Weiter so Tagebuch !

von Ulrich Ströh am 14.10.2017 um 22:22 Uhr

Never ending story....

Glückwunsch von der Küste!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Tagebuch

von Frank ebert am 14.10.2017 um 13:12 Uhr

Ein Sonntag ohne Tagebuch ist wie Lauterbach ohne Fliege

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Tagebuch

von Dr. Radman am 14.10.2017 um 9:37 Uhr

Herzlichen Glückwunsch. .

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Super !!!!

von Veit Eck am 14.10.2017 um 9:26 Uhr

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !!!

so isses : ohne Tagebuch würde irgendetwas fehlen.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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