Niedersachsen

Von der Leyen besucht Apotheke der Kammerpräsidentin

Berlin - 25.09.2017, 16:05 Uhr

Dr. Ursula von der Leyen (Mitte vorn), Diana Rieck-Vogt (rechts hinten)
und Magdalene Linz (rechts vorn) mit Mitarbeitern der Leibniz-Apotheke in
Hannover. (Foto: Apothekerkammer Niedersachsen)

Dr. Ursula von der Leyen (Mitte vorn), Diana Rieck-Vogt (rechts hinten) und Magdalene Linz (rechts vorn) mit Mitarbeitern der Leibniz-Apotheke in Hannover. (Foto: Apothekerkammer Niedersachsen)


Im Bundestagswahlkampf haben zahlreiche Politiker Apotheken einen Besuch abgestattet. Auch Ursula von der Leyen (CDU) war eine von Ihnen: Zwei Tage vor dem Wahlsonntag besuchte sie die Apotheke der niedersächsischen Kammerpräsidentin Magdalene Linz.

Magdalene Linz, Inhaberin der Leibniz-Apotheke in Hannover und Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, bekam am 22. September prominenten Besuch: Die Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen (CDU), und die Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Hannover-Mitte, Diana Rieck-Vogt schauten vorbei. In einer Pressemitteilung der Apothekerkammer heißt es, die CDU-Politikerinnen hätten sich über die verschiedenen Aufgabenbereiche in einer Apotheke informiert. Unter anderem zeigte ihnen Linz ihre Rezeptur und erläuterte deren Bedeutung – etwa für die Versorgung von Kindern. 

(Foto: Apothekerkammer Niedersachsen)
Die Leibniz-Apotheke in Hannover stellt mehr als 2000 Rezepturen jährlich her.

Arzt und Apotheker gemeinsam fürs Patientenwohl

Die Leibniz-Apotheke ist spezialisiert auf Infektiologie: HIV, Hepatitis, Drogensubstitution, Multiple Sklerose, Lungen- und Hauterkrankungen. Daher arbeitet Linz in diesen Bereichen intensiv mit Ärzten zusammen. Für von der Leyen – selbst approbierte Ärztin – hat dies besondere Bedeutung. Sie betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit im heilberuflichen Netzwerk sei: „Als Arzneimittelfachleute sind die Apotheker für eine erfolgreiche Arzneimitteltherapie wichtige Gesprächspartner für die Ärzte“.

Linz bekräftigte gegenüber den CDU-Politikerinnen, dass sich die Apotheker für die Patientensicherheit in der Apotheke vor Ort ein umfangreiches Medikationsmanagement wünschen. In der Leibniz-Apotheke arbeiten bereits zwei Apotheker, die im Bereich Medikationsanalysen zertifiziert sind. Der Apotheker sollte ebenso  wie der Arzt der erste Ansprechpartner sein, wenn es um die Erstellung eines Medikationsplans gehe – doch das E-Health-Gesetz sieht das bislang nicht vor. 

(Foto: Apothekerkammer Niedersachsen)
Magdalene Linz und Dr. Ursula von der Leyen – zwei, die sich einig sind: Ärzte und Apotheker müssen Hand in Hand zusammen arbeiten.

Patientensicherheit ist auch das Stichwort, wenn es um den Versandhandel für rezeptpflichtige Medikamente geht. In diesem Punkt waren sich von der Leyen und Linz einig: „Gerade für ältere Patienten auf dem Lande ist das persönliche Beratungsgespräch in der Apotheke sehr wichtig für die Therapietreue und zum Entdecken von unerwünschten Arzneimittelwirkungen.“ Daher ist man mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) einer Meinung, dass der Versandhandel für rezeptpflichtige Arzneimittel verboten werden müsse. Nur so werde die Wettbewerbsverzerrung durch das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zwischen ausländischen Versandapotheken und niedergelassenen deutschen Apotheken beseitigt, die Einheitlichkeit der Preise wiederhergestellt und die Versorgung der Bevölkerung durch Apotheken in der Fläche dauerhaft sichergestellt.


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