Die papierlose Apotheke

Der „Büro-Vollautomat“

Düsselsdorf - 21.09.2017, 10:30 Uhr

Sieht aus wie ein Aktenschrank und ersetzt viele Leitz-Ordner: ScanBot (Foto: wes / DAZ)

Sieht aus wie ein Aktenschrank und ersetzt viele Leitz-Ordner: ScanBot (Foto: wes / DAZ)


Er sieht aus wie ein Aktenschrank aus dem 19. Jahrhundert: Dunkelgraues Blech, viele Schubladen mit Papieretiketten. Wäre da nicht der Flachbildschirm – und der unauffällige Hochleistungsscanner an der Oberseite. Der „Vollautomat“, wie der Hersteller Brasi seinen ScanBot nennt, soll den Einstieg in die papierlose Apotheke erleichtern.

Unmengen an Papier fallen jeden Tag in einer Apotheke an: Lieferscheine, Rechnungen, Quittungen, Dokumentationsbögen etc. pp. – und fast alle müssen aufbewahrt werden. Manche nur für ein paar Tage, bis beispielsweise der Lieferschein mit der Rechnung abgeglichen ist, andere bis zu zehn Jahre oder – wie im Falle von Approbationsurkunden oder  Versicherungspolicen – sogar noch länger. Dabei kommen zahlreiche Aktenordner zusammen, die viel Platz brauchen.

Eine Lösung für dieses Problem will der „Scanbot“ bieten, ein etwas mehr als ein Meter breiter „Aktenschrank“, auf dessen Oberseite sich ein Hochleistungsscanner befindet. Darunter ist, in einer Schublade versteckt, eine Tastatur, genau in der richtigen Höhe, um im Stehen daran zu arbeiten. Alle gescannten Originale fallen in eine weitere Schublade, von wo aus sie manuell in verschiedene Fächer sortiert werden können – oder gleich vor Ort geschreddert und vernichtet.

„Diskretions-Schublade“  für sensible Papiere

Die Fächer haben einen „Postschlitz“ zum Einschieben der gescannten Papiere und lassen sich abschließen, so dass nicht jeder Zugang zu den Dokumenten hat. Eine gesonderte „Diskretions-Schublade“ hat einen speziellen Schlüssel, so dass besonders sensible Papiere wirklich nur von den dafür vorgesehenen Mitarbeitern – oder nur dem Chef selbst – entnommen werden können.

Gekoppelt ist der Scanner mit einer Software, die die Dokumente automatisch erkennt, selbständig ablegt und archiviert, verspricht der Hersteller. Die Software soll aber auch Vorgänge wie Zahlungstermine, Wiedervorlagen oder Mahnungen durchführen und sogar die Buchführung nahezu vollautomatisch erledigen können. Dafür verschlagwortet der ScanBot die gescannten Dokumente und legt sie revisionssicher ab. Nach Angaben des Herstellers, der Brasi AG Krefeld, können mithilfe des Systems bis zu 90 Prozent des anfallenden Papiers eingespart werden.


Dr. Benjamin Wessinger, Chefredakteur DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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1 Kommentar

Tolle Werbung

von Thomas Luft am 21.09.2017 um 19:49 Uhr

Ist ja eine schöne Werbung, das wichtigste aber fehlt: was kostet der Spaß?

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