Niedersachsen

Pharmaziestudenten unterstützen Stationsapotheker-Initiative

Berlin - 05.09.2017, 14:15 Uhr

Der Verband der Pharmaziestudierenden Deutschlands unterstützt die Gesetzesinitiative der niedersächsischen Landesregierung für die Etablierung von Stationsapothekern. (Foto:
psphotography / Fotolia)

Der Verband der Pharmaziestudierenden Deutschlands unterstützt die Gesetzesinitiative der niedersächsischen Landesregierung für die Etablierung von Stationsapothekern. (Foto: psphotography / Fotolia)


Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden Deutschlands (BPhD) unterstützt die Initiative der niedersächsischen Landesregierung zur Etablierung von Stationsapothekern. Die Nachwuchsapotheker bezeichnen die Bereitschaft, in Krankenhäusern zu arbeiten, „größer denn je“ und machen Vorschläge, wie man die neuen Posten mit Jungpharmazeuten besetzen könnte.

Laut einem Gesetzentwurf der rot-grünen Landesregierung Niedersachsens sollen die zukünftigen Stationsapotheker insbesondere zu Fragen der Arzneimitteltherapie bei Aufnahme und Entlassung, der Anwendung und des Verbrauchs von Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten sowie der Einhaltung der arzneimittelrechtlichen Bestimmungen beraten. Stationsapotheker sollen Weiterbildungen zum „Fachapotheker für Klinische Pharmazie“ absolviert oder zumindest begonnen haben.

Innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten des geplanten Gesetzes ist in jedem Krankenhaus in Niedersachsen sicherzustellen, dass die Krankenhausapotheke oder die krankenhausversorgende öffentliche Apotheke in hinreichendem Verhältnis zur Anzahl der Betten Stationsapotheker „als präsente Beratungspersonen auf den Stationen und in den Funktionsbereichen einsetzt“, heißt es. Konkret bedeutet das: Pro 300 Betten soll es zukünftig mindestens einen Stationsapotheker geben, ansonsten drohen Bußgelder.

Die Krankenhausgesellschaft des Bundeslandes hatte zuletzt gegen das Vorhaben protestiert. Ihr Kernargument: Es gebe gar nicht genug Apotheker, die solche Stellen besetzen könnten. Das wiederum hatte bei Magdalene Linz, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen für Ärger gesorgt. Linz erklärte in Medienberichten, dass die Aufgaben eines Stationsapothekers bei den Absolventen des Pharmaziestudiums sehr beliebt seien. Bundesweit ausgeschriebene Stellen stießen auf sehr großes Interesse und veranlassten sogar Apotheker zur Rückkehr aus den angelsächsischen Mutterländern der Stationsapotheker.



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