Aliud-apothekenreport

Nur ein Drittel der Apotheker nutzt Chancen digitaler Services

Laichingen - 04.09.2017, 17:45 Uhr

Laut einer Umfrage von Aliud Pharma fremdeln manche Apotheker noch mit der Digitalisierung. (Foto: wladimir1804 / Adobe Stock)

Laut einer Umfrage von Aliud Pharma fremdeln manche Apotheker noch mit der Digitalisierung. (Foto: wladimir1804 / Adobe Stock)


Nur etwa ein Drittel der deutschen Apotheken treibt digitale Konzepte voran und schöpft die damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteile aus. Das ist das Ergebnis eines Apothekenreports, den das Pharmaunternehmen Aliud Pharma veröffentlicht hat. Demnach hält zwar die Mehrheit der Apothekeninhaber die Digitalisierung für einen wichtigen Faktor. In der Praxis spiegelt sich diese Einstellung aber nur zum geringen Teil wider. 

300 Apotheker und 2043 Endverbraucher ließ Aliud Pharma, ein Tochterunternehmen der Stada Arzneimittel AG, für ihren ersten Apothekenreport befragen. Nach Informationen des Unternehmens stand dabei das Thema Digitalisierung im Fokus. Zum einen wollten die Initiatoren herausfinden, wo sich deutsche Apotheken auf dem Weg zur Digitalisierung befinden. Zum anderen wollten sie von Kunden wissen, welche Erwartungen diese an eine digitale Apotheke haben.

Demnach halten zwar fast alle Apotheken, nämlich 94,7 Prozent, die Digitalisierung für einen wichtigen Motor in der Apothekenbranche. Doch diese positive Haltung überträgt sich nicht in gleichem Maße auf den Einsatz digitaler Services für Beratung, Verkauf und Informationen in der Apotheke, so ein zentrales Ergebnis des Reports. So hätten beispielsweise 15 Prozent der Apotheken keine Webseite, 27 Prozent planten im nächsten Jahr keine digitalen Investitionen.

Viele digitale Bestellkanäle, aber nur wenige Webshops

Der Untersuchung nach zeigt sich eine Diskrepanz auch in der privaten und beruflichen Mediennutzung: Während 83,3 Prozent der Apotheker privat Produkte online kauften, würden derzeit nur 17 Prozent der Befragten einen Webshop anbieten und nur zwölf Prozent eine derartige Investition in den nächsten zwölf Monaten planen. Andererseits erachte aber fast jeder Zweite einen Webshop für relevant. Gleichzeitig seien andere digitale Bestellkanäle in der Branche weit verbreitet: 77 Prozent der Apotheken bieten bereits Online-Bestellungen via E-Mail oder Chat an; jede zweite Apotheke verfügt zusätzlich über mobile Bestellwege wie SMS, WhatsApp oder eine apothekeneigene App, so die Untersuchung.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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