Infectopharm meldet Engpass

Wurmmittel Helmex nicht lieferbar

Heppenheim / Stuttgart - 25.08.2017, 16:00 Uhr

Helmex Suspension darf bereits bei Kindern an sechs Monaten mit Wurmbefall eingesetzt werden. (Foto: oles_photo / Fotolia)

Helmex Suspension darf bereits bei Kindern an sechs Monaten mit Wurmbefall eingesetzt werden. (Foto: oles_photo / Fotolia)


Infectopharm kann derzeit Helmex® Kautabletten nicht liefern. Das Pyrantel-haltige Arzneimittel gegen Würmer gibt es voraussichtlich ab Oktober wieder. Anstelle der Kautabletten empfiehlt Infectopharm die Helmex® Suspension.

Helmex® ist das einzige Anthelminthikum mit Pyrantel, das beim Menschen eingesetzt werden darf. Nun meldet der Hersteller Infectopharm, dass er die Kautabletten bis Oktober nicht liefern kann. Eine Wurmepidemie ist jedoch nicht zu befürchten: Apotheken können für Entwurmungen alternativ die Wirkstoff-identische Helmex® Suspension empfehlen. Diese eignet sich bereits für Kinder ab sechs Monaten, die Helmex® Kautbaletten sind erst für Zweijährige zugelassen. Eine Kautablette mit 250 mg Pyranthel entspricht 5 ml Suspension.

Die Gründe für den Kautabletten-Engpass bei Helmex erklärt Infectopharm mit „Produktionsverzögerung aufgrund der hohen Nachfrage“. Bei der Helmex Suspension könne man die gesteigerte Nachfrage derzeit problemlos auffangen, da noch genügend Vorräte bestünden.

Wie wirkt Helmex?

Pyrantel ist der Wirkstoff in Helmex®. Es lähmt durch neuromuskuläre Blockade den Wurm und auch die unreifen Formen, die Finnen. Pyrantel wirkt gegen einen Befall mit Madenwürmern, Spulwürmern, Hakenwürmern und Fadenwürmern. In der Regel genügt eine Einmalgabe des Anthelminthikums, wobei sich die Dosierung am Körpergewicht orientiert: 10 mg pro kg KG. Nur bei Wurmbefall mit dem amerikanischen Hakenwurm, der besonders hartnäckig ist, empfiehlt die Fachinformation 20 mg pro kg Kg an zwei Tagen, alternativ 10 mg pro kg KG an drei Tagen.

Pyrantel ist für Menschen in der Regel gut verträglich. Die intestinale Resorption ist gering, häufige Nebenwirkungen sind gastrointestinale Störungen, Kopfschmerzen und Schwindel.


Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
cmueller@daz.online


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1 Kommentar

Ein no event

von Ratatosk am 25.08.2017 um 18:58 Uhr

Ist politisch so herbeigeführt worden, bitte nicht damit nerven, ist doch alltäglich geworden.
Wird erst interessant, wenn es mal in China oder Indien - Pakistan zu kriegerischen Problemen kommt, dann gehen hier sowieso die Lichter aus, dank Ulla und Konsorten mit angeschlossener GKV Funktionärsclique

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