Politiker auf dem DAT

Gröhe: Erst Apothekertag, dann Bundestagswahl

Berlin - 13.07.2017, 11:45 Uhr

Grußrede auf dem DAT: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wird kurz vor der Bundestagswahl am DAT teilnehmen. (Foto: dpa)

Grußrede auf dem DAT: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe wird kurz vor der Bundestagswahl am DAT teilnehmen. (Foto: dpa)


Der diesjährige Deutsche Apothekertag findet in einem besonderen politischen Umfeld statt. Nur 11 Tage nach der Eröffnung des DAT in Düsseldorf muss Deutschland nämlich einen neuen Bundestag wählen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe lässt es sich trotzdem nicht nehmen und wird eine Grußrede für die Apotheker halten. Schwierigkeiten bei der Besetzung der Apotheker-Veranstaltung hat erneut die SPD.

Die Abläufe vor dem und während des Deutschen Apothekertages (DAT) sind immer die gleichen: Im Frühling lädt die ABDA den Bundesgesundheitsminister ein, eine Grußrede zu halten. Zudem erhalten alle gesundheitspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen eine Einladung, um sich an der gesundheitspolitischen Diskussionsrunde am Eröffnungstag zu beteiligen. In diesem Jahr hat die Protokoll-Abteilung der ABDA allerdings erschwerte Bedingungen im Vorfeld des DAT: Schließlich stecken die Politiker Mitte September mitten im Wahlkampf für die Bundestagswahl am 24. September.

Ein Sprecher der ABDA wollte zur Besetzung des DAT und der politischen Diskussionsrunde zunächst nichts sagen und verwies auf die noch laufenden Abstimmungsverfahren mit den Politikern. Nach Informationen von DAZ.online steht aber zumindest fest, dass auch in diesem Jahr und trotz des Wahlkampfes Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) eine Grußrede an die Hauptversammlung richten wird. Eine BMG-Sprecherin bestätigte Gröhes Teilnahme. Die Ministerrede ist traditionell der zweite Programmpunkt bei der Eröffnung des DAT. Zuvor hält ABDA-Präsident Friedemann Schmidt seinen Lagebericht. Nach der Rede des Ministers folgt dann die politische Diskussionsrunde.

Bei der Diskussionsrunde hingegen gibt es in diesem Jahr wie erwartet Besetzungsprobleme. Dem Vernehmen nach sollen bislang Maria Michalk, gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, und Kathrin Vogler für die Linksfraktion im Bundestag zugesagt haben. Sowohl von den Grünen als auch von der SPD stehen aber noch Zusagen aus. Bei den Grünen könnte es eigentlich ein Heimspiel für Maria Klein-Schmeink werden, die ihren Wahlkreis in Nordrhein-Westfalen hat. Inhaltlich liegen die Arzneimittelthemen in der Grünen-Fraktion allerdings bei Kordula Schulz-Asche. Bislang hat sich allerdings keine von beiden angemeldet.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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