BASF investiert in Großanlage

200 Millionen Euro für Ibuprofen aus Ludwigshafen

Ludwigshafen / Stuttgart - 28.06.2017, 13:45 Uhr

In Ludwigshafen am Rhein möchte BASF in Zukunft Ibuprofen herstellen. (Foto: picture alliance / Sven Simon)

In Ludwigshafen am Rhein möchte BASF in Zukunft Ibuprofen herstellen. (Foto: picture alliance / Sven Simon)


BASF will seine Ibuprofen-Produktion ausbauen. Agenturmeldungen zufolge will die Firma 200 Millionen Euro in eine neue Anlage investieren. Standort: das rheinland-pfälzische Ludwigshafen. Der weltgrößte Chemiekonzern reagiert damit auf die weltweit steigende Nachfrage nach dem nicht-steroidalen Antirheumatikum. 

In Ludwigshafen soll eine Großanlage für die Produktion im sogenannten Weltmaßstab entstehen. Nach Angaben der BASF vom heutigen Mittwoch wird sie 2021 in Betrieb gehen. Es werde die erste Anlage dieser Art in Europa sein, sagte BASF-Vorstandsmitglied Markus Kamieth. Angaben zum Volumen machte ein Sprecher auf Nachfrage nicht. 200 Millionen Euro investiert der Konzern dort.

Um bereits bestehende Lieferengpässe auf dem Markt zu beseitigen, erweitert BASF den Angaben zufolge außerdem eine bereits bestehende Anlage am Standort Bishop im amerikanischen Texas, wo das Unternehmen seit 20 Jahren den Wirkstoff herstellt. Die zusätzlichen Kapazitäten sollen 2018 in Betrieb gehen. Nach Kamieths Angaben wird BASF weltweit der einzige Lieferant mit zwei Ibuprofen-Anlagen sein.

Tablettenüberzüge und Zäpfchengrundlage

BASF ist das größte Chemie-Unternehmen der Welt. Das Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen und Veredlungsprodukten bis hin zu Pflanzenschutzmitteln, Feinchemikalien, Öl und Gas. Auch zahlreiche Rohstoffe für die pharmazeutische Industrie stammen aus den Töpfen von BASF: Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Dexpanthenol, aber auch Hilfsstoffe wie Kollicoat® für Tablettenüberzüge oder Novata®- Hartfette für die Herstellung von Zäpfchen. 


dpa-afx / jb
redaktion@daz.online


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