DAZ-Tipp aus der Redaktion

Blüten mit schwerem Stand 

Stuttgart - 08.06.2017, 17:15 Uhr

Brauchen wir Cannabisblüten in der Medizin? Die Nation ist gespalten. (Foto: rgbspace / Fotolia)

Brauchen wir Cannabisblüten in der Medizin? Die Nation ist gespalten. (Foto: rgbspace / Fotolia)


Wie war das nochmal mit Cannabis? Das Thema kocht derzeit hoch. Doch was genau wird diskutiert? Denn eigentlich gibt es Cannabis doch schon ganz lange und es wurde bereits in den verschiedensten Indikationen eingesetzt. In der aktuellen DAZ finden Sie die ganze Geschichte.

In den letzten Monaten sorgte Cannabis immer wieder für ein großes Medienecho. Um die Entwicklungen zu verstehen, hilft oft der Blick zurück. Werfen Sie mit uns in dieser Ausgabe einen Blick auf die Geschichte des Cannabis. Die DAZ-Infografik finden Sie auf Seite 34. 

Mittlerweile ist die Gesetzeslage klar und alles könnte so einfach sein. Doch vor allem die Therapie mit losen Blüten wird weiterhin heftig diskutiert. Die Debatte um die evidenzbasierte Medizin macht deutlich, wie schwer manchmal der Umgang mit der Wahrheit sein kann. Auf der einen Seite fürchtet man um die Therapiesicherheit und fordert wissenschaftliche Beweise für eine Wirkung. Auf der anderen Seite kämpfen die Patienten darum, ihre Leiden zu lindern. Zusätzlich interessant wird es, wenn auch die Industrie Stellung bezieht. Die Firma Bionorica verzichtet aus Überzeugung auf ein großes Geschäft. Lesen Sie dazu: „Geteiltes Deutschland. Brauchen wir getrocknete Cannabis-Blüten als Medizin?“

Was lange währt, ist nicht mehr gut? 

Was einmal richtig war, kann heute falsch sein und morgen wieder richtig. Information ist nicht starr, der ständige Erkenntnisgewinn macht sie oft schwer greifbar. Kann Herzinsuffizienz mit Phytopharmaka behandelt werden? 1994 lautete die Antwort der Kommission E: Ja, bestimmte Weißdorn-Extrakte können beim Stadium NYHA II eingesetzt werden. Doch wie ist Weißdorn aus heutiger Sicht zu bewerten und wie sieht es mit der Evidenzbasis aus? Lesen Sie ab Seite 56: „Weißdorn – was bleibt?“

Neuordnung der ambulanten Zytostatikaversorgung

Seit Jahren wird über die Kostenexplosion bei der ambulanten Zytostatikaversorgung geklagt. Immer wieder wurden neue Sparvorschläge gemacht. Apotheker Dr. Stadler aus Erding möchte in dieser DAZ Ihre Gedanken für eine Neuordnung der ambulanten Zytostatikaversorgung öffnen, die konsequent von den Bedürfnissen der Betroffenen ausgeht. Wie diese aussehen könnte lesen Sie in dem Beitrag „Auf ein neues Fundament stellen: Wie eine Neuordnung der ambulanten Zytostatikaversorgung aussehen könnte".


Diana Moll, Apothekerin und Redakteurin, Deutsche Apotheker Zeitung (dm)
redaktion@daz.online


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