Diskussion um Satzungsleistungen

Kassenärzte fordern Homöopathie-Verbot für Krankenkassen

Berlin - 22.05.2017, 16:30 Uhr

Kassen sollen nur zahlen dürfen, wofür es einen klaren Nutzen gibt, fordert Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. (Foto: dpa)

Kassen sollen nur zahlen dürfen, wofür es einen klaren Nutzen gibt, fordert Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. (Foto: dpa)


Am Montag veröffentlichte die Kassenärztliche Bundesvereinigung acht Vorschläge an die nächste Bundesregierung – und nimmt noch ein weiteres Thema in den Fokus ihrer Forderungen: Krankenkassen sollten nach Meinung des KBV-Chefs keine homöopathischen Leistungen mehr bezahlen dürfen. Die Praxis mancher Kassen findet er „absurd“.

In einer Presseerklärung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) von Montag geht es eigentlich um acht Forderungen der Kassenärzte für den Bundestagswahlkampf, die die KBV-Vertreterversammlung im Vorfeld des diese Woche stattfindenden Deutschen Ärztetags veröffentlicht hat. Not- und Bereitschaftsdienst, ein Ende der Budgetierung, Erhalt der privaten Krankenversicherung oder stärkere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung bei gleichzeitigem Erhalt des dualen Systems: In dem Papier findet sich vieles, das die KBV schon länger auf dem Programm hat.

Doch für KBV-Chef Gassen ist offenbar ein anderes Thema noch wichtiger – und so ist die gesamte Pressemitteilung auch mit dem Titel „Krankenkassen sollen ärztliche Leistungen bezahlen statt Homöopathie“ überschrieben. Gassen hatte bereits im vergangenem Jahr ähnliche Forderungen des Chefs des Gemeinsamen Bundesausschusses, Josef Hecken, unterstützt – und fordert nun erneut, dass gesetzliche Krankenkassen grundsätzlich keine homöopathischen Leistungen finanzieren dürfen. „Auch nicht als Satzungsleistung, solange der Nutzen nicht nachgewiesen ist“, betont er. Als einzige Ausnahme könnte er sich „wissenschaftlich begleitete Erprobungsregelungen“ vorstellen, heißt es.

Geld werde aus dem Fenster geworfen

Aktuell erstatten viele Kassen homöopathische Behandlungen durch Ärzte, die einem vom Zentralverein homöopathischer Ärzte koordinierten Selektivvertrag beigetreten sind – wie auch von Ärzten verschriebene homöopathische Präparate. „Es ist doch absurd, wie viel Geld manche gesetzliche Versicherung für Kügelchen und Tinkturen aus dem Fenster wirft, deren Wirksamkeit – selbst nach eigenem Bekunden der Kassen! – nicht belegt ist“, kritisiert Gassen.

Diese Praxis führt zu deutlichen Widersprüchen, bemängelt der KBV-Chef. Wenn beispielsweise „ein Arzt einem Patienten ein erwiesenermaßen wirksames Arzneimittel verordnet, und hinterher in Regress genommen wird, weil die Studienlage für diese spezifische Patientengruppe nicht ausreichend sei, dann läuft etwas gewaltig schief“, erklärt Gassen. Gleichzeitig widersetzt er sich Versuchen, Ärzte durch andere Heilberufe ersetzen zu wollen – dies „sei nicht im Sinne der Patienten“, erklärte der KBV-Chef: Ein in sechs Monaten ausgebildeter Heilpraktiker könne nun mal einen in sechzehn Jahren ausgebildeten Facharzt nicht ersetzen. 



Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Redakteur DAZ.online
hfeldwisch@daz.online


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90 Kommentare

Heilpraktikerausbildung

von 2xhinschauen am 07.06.2017 um 22:55 Uhr

@Susann am 04.06.2017 um 23:54 Uhr

Auch Sie selbst argumentieren irreführend, denn eine Ausbildung ist für die Tätigkeit als Heilpraktiker gar nicht vorgeschrieben, und die Heilpraktikerschulen stehen unter keinerlei staatlicher Regulierung oder Aufsicht.

Ich sage nicht, dass die alle unseriös sind.

Die ominöse Prüfung besteht aus bundeseinheitlichen 60 Multiple-Choice-Fragen und einem Termin beim Amtsarzt. Beides soll nur abfragen, ob der angehende Heilpraktiker ernste Fälle erkennen und weiterschicken kann. Die Fragen sind eine inhaltlich zusammenhanglose Abfrage von Inselwissen, man darf sie so oft wiederholen wie nötig, und alte Prüfungen mit ihren Lösungen findet man problemlos im Netz.

Ich sage nicht, alle Heilpraktiker sind Scharlatane, weil das nicht stimmen kann. Aber die Dauerberieselung, dass die Ausbildung ach so lang und die Prüfung ach so schwer sei und alleine dadurch ein hohes Qualifikations- und Qualitätsniveau gewährleistet sei, ist schlicht falsch.

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AW: Heilpraktikerausbildung

von Ellen am 09.06.2017 um 11:18 Uhr

Ich kann dazu, nach fb Art, nur sagen: like! Sehr gut argumentiert.
Ich ziehe anthroposophisch ausgebildete Ärzte vor, weil da das Fundament stimmt.

AW: Heilpraktikerausbildung

von Paul am 10.06.2017 um 1:44 Uhr

@Ellen: Das "Fundament" der Anthroposophie? Also Äther-, Astralleibtheorien, eine Akasha-Chronik, die höhere geistige Einsicht erlaube, Engel, Reinkarnation, Behinderung als Ausdruck von Verfehlung im vorherigen Leben, nicht mehr reinkarnierer müssen und mit Gott sein dürfen, wenn bestimmte Anforderungen im Leben erfüllt werden, anderen bei der Einsicht in dieses Weltbild "helfen", uvm. Dieses "Fundament"? Aus welchem Grund sollten diese Dinge denn zutreffen?

Gassen will Homöopathie als Kassenleistung verbieten

von Susann am 04.06.2017 um 23:54 Uhr

"6 Monate Heilpraktiker-Ausbildung" ist eine Falschinformation.
Moderne Heilpraktikerschulen veranschlagen für eine Hp-Ausbildung 2-3 Jahre.Anders schafft man diese Prüfung auch garnicht (ich hab sie gemacht)..
Ich werte das als bewussten Diffamierungs-und Desinformationsversuch.Herr G. verachtet die Heilpraktiker so sehr,er kann keinen Satz mehr über sie sagen,ohne das zu betonen.Uiui.

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AW: Diskussion um Homöopathie

von 2xhinschauen am 30.05.2017 um 2:31 Uhr

@XiongShui Ma am 29.05.2017 um 12:04 Uhr

>> Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell diese Diskussionen ins Absurde abgleiten.

So wie diese auch, hier und da. Getrieben vor allem durch die Befürworter der Homöopathie, wie wir gleich sehen werden.

>> Sowohl Gegner wie Befürworter der Homöopathie argumentieren mehr nach Glaubens- und Gefühlssätzen als nach (...) wissenschaftlichen Grundsätzen

Das gilt für viele Befürworter, aber nicht für die Mehrheit der Kritiker. Wo bitte sind meine bisherigen Beiträge dogmatisch oder gefühsduselig? Wenn Sie sich Webseiten wie zum Beispiel die des Informationsnetzwerks Homöopathie anschauen (http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/) (http://www.homöopedia.eu), werden Sie eine geduldige, ironiefreie und wissenschaftlich saubere Argumentation vorfinden. Ausführliche Studienbesprechungen finden Sie auch hier (http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/).

Ihre Aussage ist also falsch.

>> Was ich damit sagen will: Homöopathie in der richtigen Dosis UND bei der richtigen Diagnose mag ihre Meriten haben, daher kann man sie nicht grundsätzlich verteufeln.

Dieser kurze Satz ist leider gleich vierfach falsch.

(1) "Richtige Dosis": Es gibt in der gesamten Homöopathie keine Dosierungsempfehlungen, weder bei Hahnemann noch bei seinen Nachfolgern. Es wird viel über die Potenzen geschwurbelt (ich empfehle dazu diesen Artikel: http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Q-Potenzen), nicht aber über Anzahl und Frequenz einzunehmender Globuili, ob vor oder nach den Mahlzeiten etc.

(2) "Richtige Diagnose": Die Homöopathie ist per eigener Definition nicht in der Lage, systematisch Diagnosen zu stellen, die nach *heutigem* medizinischen Wissen als "richtig" gelten können. Warum? In der Homöopathie gibt es bis heute keinen Puls, keinen Blutdruck, keine Fiebermessung, keine Zellen, keine Viren, keine Bakterien, keinen Lymphkreislauf, keine Gene, keine Hormone, keine Enzyme, keine Vitamine, kein Cholesterin usw usf, also nichts von alldem, was die Basis heutiger Diagnostik ist. Sie ist ausschließlich symptomfixiert, und die zu behandelnden Symptome werden nicht gemessen, sondern aufgrund des Anamnesegesprächs verbal ermittelt (was ein ganz wesentlicher Beitrag zur Placebowirkung ist). Die homöopathische Anamnese vermittelt den Eindruck, die Homöopathie sei "ganzheitlich" und die dumme und böse "Schul"-Medizin korrigiere nur Symptome. Tatsächlich ist das Gegenteil richtig.

(3) Noch einmal "Richtige Diagnose": Die Zuordnung von homöopathischen Präparaten zu Symptomen erfolgt auf Basis sog "Repertorien", von denen es aber verschiedene gibt, die sich vielfach widersprechen, was aufgrund der schon in der Theorie äußerst fehleranfälligen Ermittlung dieser Zuordnungen auch kein Wunder ist. Siehe dazu z.B. http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Homöopathische_Arzneimittelprüfung. Anders als Sie suggerieren, gibt es so etwas wie eine objektiv richtige Diagnose und Medikation in der Homöopathie einfach nicht. Es gibt zudem bis heute keine einzige Studie, die einen überzeugenden spezifischen Wirkungsnachweis einer homöopathischen Behandlung bei einer bestimmten Indikation belegt. Versucht wurde es, gelungen ist es nie.

(4) Auch wenn Sie es nicht glauben: Ich "verteufele" die Homöopathie nicht "grundsätzlich". Das wäre auch nicht zu rechtfertigen. Sie wirkt ja ... halt nur im Rahmen von Placebowirkungen. Diese aber für etwas Minderwertiges zu halten, ist regelrecht dumm, denn ein nicht geringer Anteil aller medizinischen Heilerfolge beruht genau darauf, und man sollte sich viel mehr damit befassen, wie Placebowirkungen zustandekommen und wie man sie verbessern kann. Das ist die billigste Medizin, die es gibt.

Nur - bei der Homöopathie bekommen Sie nur Placebo. Bei der richtigen Medizin bekommen Sie obendrein noch Wirkstoffe und andere wirksame Interventionen.

>> In den letzten Kriegsjahren und in der unmittelbaren Nachkriegszeit haben viele Ärzte, da die "wirksamen" Medikamente an die Front gingen (und es Penicillin in Deutschland noch nicht gab/ 1942 in USA gefunden), auf Hausmittel und eben Homöopathie zurückgegriffen.

Das ist, mit Verlaub, Unfug. In Deutschland wurde der Beruf des "Heilpraktikers" 1939 per Gesetz erschaffen, weil die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch die Verfolgung jüdischer Ärzte akut gefährdet war. Hauptaufgabe der Heilpraktiker war es, keinen Schaden anzurichten und hinreichend ernste Fälle sofort an einen richtigen Arzt zu überweisen. In dieser Logik war die pharmakologisch wirkungs- und also auch nebenwirkungsfreie Homöopathie natürlich willkommen, um Nicht-Ärzten zu erlauben, sie bei Nicht-Krankheiten anzuwenden. Dieses Gesetz ist im Kern bis heute in Kraft.

>> Allopathie

Ein von Samuel Hahnemann eingeführter Begriff zur Diskreditierung der damaligen vorwissenschaftlichen Medizin. Heute wie damals auch "Schulmedizin" ein Kampfbegriff zur Diskreditierung jeglicher Nicht-Homöopathie (https://de.wikipedia.org/wiki/Allopathie)

>> D6 (...) ist also ein Wirkstoffgehalt, der sich in der gleichen "Verdünnung" bewegt, wie die allopathischen Medikamente.

Ach nee wirklich.... aber bitte. Schauen Sie sich doch bitte den Beipackzettel des nächstbesten pharmakologisch wirksamen Medikaments an, das Sie gerade zur Hand haben. Aspirin, Talcid, egal. Was steht da? Mindestens Milligramm, manchmal sogar Gramm. Pro Tablette!! In der Pharmakologie kommt es nämlich auf die Wirkstoffmenge an, nicht auf seine Verdünnung.

Ein typisches 10g-Fläschchen Globuli (ich habe hier gerade eins von der DHU für die nächste 10^23 Aktion) enthält mehr als 1000 Globuli. Überlegen Sie sich nun bitte, wieviel (oder besser: wie wenig) Wasser oder Alkohol Sie auf 1000 Rohglobuli träufeln können (ausgeschüttet ist das ist ein Kreis von einigen Zentimeter Durchmesser), ohne dass die sich darin auflösen und ohne dass die Flüssigkeit nutzlos wegverdunstet, ohne je Globulikontakt gehabt zu haben. Und schon bei D6 ist da nur noch ein Millionstel Wirkstoff drin in der Lösung. Wie wollen Sie da auf pharmakologisch wirksame Dosierungen kommen? Also auf Milligramm?

Und schon weit unterhalb der von Ihnen konzedierten Loschmidt'schen Zahl reicht die verbliebene Wirkstoffmenge lange nicht mehr für eine pharmakologische Wirksamkeit aus (siehe oben verlinkte Quellen).

Ihre Aussage ist schlicht falsch.

Aber natürlich sagen Sie sofort, die postulierte Wirkung basiert ja auf einem anderen Mechanismus, der aber leider mit dem Wirkstoffgehalt gar nichts zu tun hat. Bei Ihnen ist es das "energetische Verhalten strömender Flüssigkeiten" (haben Sie da einen Link für mich?), das wohl irgendwie mit Verreiben und Verschütteln zu tun haben muss. Aber: Warum vorher der ganze Terz mit der Auswahl der Urtinktur, wenn es allein um die "Energieladung von Flüssigkeiten ... an den Gefäßwänden" geht? Und wie hilft das bei der Bekämpfung nicht irgendeines, sondern eines ganz bestimmten Symptoms?

Und nochmal: Wenn man keine nachweisbare Wirkung jenseits Placebo hat (die ja super erklärbar ist), muss man auch keine Wirkmechanismen dafür erfinden.

>> Auch die Kostenfrage spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung

Stimmt. Und deswegen wurde das vor kurzem in einer großangelegten Studie untersucht. Mit für die Homöopathie niederschmetternden Ergebnissen (http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0134657). Auch dieses beliebte Argument (das Wirkungs-/Kostenverhältnis sei für die Homöopathie günstig) hält einer empirischen Untersuchung nicht stand.

>> Es gibt inzwischen hunderttausende Patientenakten, die die Wirksamkeit von Homöopathie belegen.

Haben Sie dafür eine Quelle? Und wenn ja: Wurden da auch die Fälle dokumentiert, in denen eine homöopathische Therapie gescheitert ist? In der richtigen Medizin ist das nämlich üblich und zum fortlaufenden Dazulernen auch unverzichtbar. Aus dem Bereich der angeblich "alternativen" Medizin ist dergleichen Neigung zur konstruktiven Selbstkritik nicht bekannt. Dort gibt es angeblich nur Erfolge, was in sich schon unglaubwürdig ist.

Und - egal wieviele Einzelfälle es sind: Man kann mit noch so vielen unsystematisch gesammelten Einzelfällen keine Kausalität belegen. Anders gesagt, Millionen von Fliegen irren sich manchmal eben doch.

>> Ein falsches Medikament, führt sowohl in der wissenschaftlichen, wie in der Erfahrungsmedizin u.U. zum Tode. (Hier erinnere ich an Contergan und seine Folgen.)

Ja.
Und?
Macht dieses Argument die Globuli wirksamer?
Dieses beschissene Contergan hatte wenigstens überhaupt irgendwelche Wirkungen.

Und da Sie hier mehr als einmal mit dem Tod argumentieren: Erstens ist das nicht die einzige abträgliche Wirkung falscher oder unterlassener Therapien und unheilbarer Krankheiten. Und zweitens sterben in medizinischer Obhut erheblich mehr Menschen als in "alternativ"-medizinischer, weil die wirklich ernsten Fälle eben überwiegend in ärztlicher und nicht in "alternativer" Behandlung sind.

Ihr Argument ist zudem sehr zynisch. Erkläre ich gern, wenn Sie darauf noch Lust haben.

>> Die üblichen Verordnungen homöopathischer Medikamente liegen nahezu exakt im Wirkbereich allopathischer Medizin.

Dass dieses Argument kompletter Quatsch ist, hatten wir oben schon.

>> Mit anderen Worten, die Bereitschaft auf beiden Seiten, Befürwortern und Gegnern der Homöopathie sich die Argumente des Gegners anzuhören und zu prüfen, fehlt offensichtlich in all diesen Diskussionen - nicht nur hier.

Ich danke Ihnen für diesen nachdenklichen Nachsatz und insgesamt für Ihren sachlichen und ruhigen Stil. Man hat das auf seiten der Homöopathiebefürworter nicht oft so. Ich hoffe, dass ich den Eindruck erweckt habe, mich mit Ihren Argumenten detailliert auseinandergesetzt zu haben und Ihnen immer nur in der Form entgegengetreten bin, die der Schärfe Ihres jeweilgen Arguments angemessen war.

>> Das ist schade und dient keiner Seite.

Schade ist vor allem, dass es diese "Seiten" überhaupt gibt. In anderen naturwissenschaftlichen Fächern gibt es dieses Phänomen ja nicht (Alternativmathematik, Alternativphysik ... wollen Sie in einem "alternativ", die Physik infrage stellend konstruierten Flugzeug fliegen? Über eine "alternativ" konstruierte Brücke gehen?).

So sollte auch in der Medizin nur das im hippokratischen Eid verankerte Prinzip gelten: "Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht." (zitiert nach der Wikipedia) - - Darin liegt der Kern der evidenzbasierten Medizin, nämlich der Ausschluss der Willkür und damit auch die Verteidigung einer Methode um ihrer selbst willen.

Gäbe es belastbare Evidenz für die Homöopathie, wäre sie Teil der Medizin. Gibt es aber nicht, und daher ist sie es nicht.

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AW: AW: Diskussion um Homöopathie

von Ellen am 09.06.2017 um 11:24 Uhr

Wieso schreiben Sie nicht gleich ein Buch? Sowas gehört an die breite Öffentlichkeit und ermüdet als "Kommentar" über Ihr breites Wissen den werten Leser.

Diskussion um Homöopathie

von XiongShui Ma am 29.05.2017 um 12:04 Uhr

Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell diese Diskussionen ins Absurde abgleiten.

Sowohl Gegner, wie Befürworter der Homöopathie argumentieren mehr nach Glaubens- und Gefühlssätzen als nach, wenn schon nicht wissenschaftlichen Grundsätzen, so doch jedenfalls unter Einschaltung des gesunden Verstandes.

Niemand macht sich mal die Mühe, zu überlegen, ob er zum Beispiel mit Magenschmerzen zum Orthopäden geht, oder zum Allgemeinmediziner/ Internisten - oder Kurpfuscher. Was ich damit sagen will: Homöopathie in der richtigen Dosis UND bei der richtigen Diagnose mag ihre Meriten haben, daher kann man sie nicht grundsätzlich verteufeln.

In den letzten Kriegsjahren und in der unmittelbaren Nachkriegszeit haben viele Ärzte, da die "wirksamen" Medikamente an die Front gingen (und es Penicillin in Deutschland noch nicht gab/ 1942 in USA gefunden), auf Hausmittel und eben Homöopathie zurückgegriffen. Mit Erfolg - weil es eben auf exakte Diagnose und Verwendbarkeit im vorliegenden Fall ankommt. Kein verantwortungsvoller Behandler, hier schließe ich Heilpraktiker ein, wird bewusst oder fahrlässig ein falsches Medikament einsetzen - es sei, er ist Kurpfuscher, da kann man nicht von Verantwortung reden. Ein Behandler, dem die Patienten wegsterben, wird bald allein in der Praxis sitzen, denn das spricht sich herum.

Kommen wir zur Homöopathie: lt. Deutsche Homöopathie Union (DHU) dem Marktführer, werden in der Regel Homöopathische Potenzen (das ist die Stärke des Medikaments) zwischen D1 (sog. Urtinktur, Arzneigehalt 1/10) und D6 verordnet. Das ist also ein Wirkstoffgehalt, der sich in der gleichen "Verdünnung" bewegt, wie die allopathischen Medikamente. Es gibt zwar Ausreißer in höhere Potenzen, doch die werden so selten verordnet, daß sie meist einzeln hergestellt werden und damit teuer sind. Die sogenannte Lohschmidtsche Zahl gibt die Verdünnung an, bei der kein Atom des Ausgangsstoffes in der Verdünnung ist - und die liegt bei D24.

Eine wissenschaftliche Studie, die sich mit dem "energetischen Verhalten strömender Flüssigkeiten" befasste (2015), brachte ans Licht, daß die Energieladung von Flüssigkeiten sich im Grenzbereich der Strömung (also an den Gefäßwänden) erhöht. Mit anderen Worten, dies könnte eine Erklärung für die zwar praktisch erfahrbare, bisher aber wissenschaftlich nicht bewiesene Wirkung sein, denn die meisten homöopathischen Medikamente werden durch "Verschütteln" (Hahnemann, DAB) hergestellt. Ist ein ein entsprechender Nachweis bei "Verreibungen" nur noch nicht erbracht? Das wissen wir nicht, können es demnach auch nicht zur Argumentation heranziehen.

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen benötigen nicht nur Frauen und Männer verschiedene Behandlungen, sondern auch das Alter und der Zustand des Patienten selbst -sollte- in die Medikation einfließen. Das gewährleistet zB die Homöopathie besser, als die Allopathie, da die Diagnose auf einem anderen Weg erstellt wird.

Auch die Kostenfrage spielt eine wichtige Rolle in der Behandlung: hat der Behandler die Wahl zwischen allopathischer und homöopathischer Behandlung, bei zB chronischen Erkrankungen, ist die Homöopathie klar im Vorteil: wo allopathisch schnell mal einige Tausend Euro im Monat auflaufen, sind es bei homöopathischer Behandlung vielleicht nur Hundert Euro.

Fassen wir zusammen:

- Es gibt inzwischen hunderttausende Patientenakten, die die Wirksamkeit von Homöopathie belegen. (Die wird man nicht -alle- auf Spontanheilungen zurückführen können.)

- Ein falsches Medikament, führt sowohl in der wissenschaftlichen, wie in der Erfahrungsmedizin u.U. zum Tode. (Hier erinnere ich an Contergan und seine Folgen.)

- Es kann nicht im Sinne des Behandlers sein, seine Patienten, leiden oder sterben zu lassen - sowas spricht sich herum und leert die Praxen.

- Die üblichen Verordnungen homöopathischer Medikamente liegen nahezu exakt im Wirkbereich allopathischer Medizin.

- Die individuelle Behandlung des Leidens -dieses- Patienten leistet Homöopathie besser als Allopathie.

- Im Sinne sparsamen Umgangs mit den Beiträgen der Versicherten läge es in jedem Fall, sich die Kostenbilanz allopathische/ homöopathische Behandlung anzusehen.

Mit anderen Worten, die Bereitschaft auf beiden Seiten, Befürwortern und Gegnern der Homöopathie sich die Argumente des Gegners anzuhören und zu prüfen, fehlt offensichtlich in all diesen Diskussionen - nicht nur hier. Das ist schade und dient keiner Seite.

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AW: Diskussion um Homöopathie

von Norbert Aust am 30.05.2017 um 0:44 Uhr

Wollen wir doch mal ein wenig richtig stellen:

Deutschland verfügte zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nicht über Penicillin (das übrigens nicht 1942 in USA gefunden wurde sondern 1928 in England), sondern über "Prontosil", dessen besondere Wirksamkeit gegen bakterielle Erkrankungen 1935 von dem deutschen Arzt Gerhard Domagk entdeckt wurde, der dafür 1939 den Nobelpreis für Medizin erhielt (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sulfamidochrysoidin).

Sie behaupten, viele Ärzte hätten in den letzten Kriegsjahren mit Erfolg auf die Homöopathie zurückgegriffen. Welche Belege gibt es dafür? Den Donner Report doch wohl eher nicht, der die vernichtenden Ergebnisse der durchgeführten Versuche zur Wirksamkeit der Homöopathie in Nazi-Deutschland beschreibt?

Ich kann nicht nachvollziehen, worauf sich Ihre Angaben zur Verordnungspraxis beziehen. Die DHU stellt serienmäßig Homöopathika bis D1000 und C1000 her. Nach den Preisangaben der DHU sind die Mittel bis D30 / C30 nicht teurer als D2 / C2. D200 / C200 sind noch nicht einmal doppelt so teuer (€ 15,60 pro 10 g Globuli). Man kann problemlos ohne Vorbestellung viele Mittel in C30 in größeren Apotheken kaufen. Das spricht nicht für "einzelne Ausreißer" der Verordnungen zu höheren Potenzen.

"Strömende Flüssigkeiten" und deren Temperatur- und Geschwindigkeitsverteilung (oder was meinen Sie mit "Energieladung"?) haben nichts mit Homöopathika zu tun. Jedenfalls nicht mit den Globuli, in denen kein Wasser mehr vorhanden ist. Auch nicht mit dem, was beim Verschütteln passiert. Und erklären auch nicht, wie die Wirkung des Mittels im Körper des Patienten durch die nicht mehr vorhandene Urtinktur zustande kommen soll.

Sie sagen, Frauen und Männer benötigen verschiedene Behandlungen, wobei sogar das Alter des Patienten einfließen soll. Erlauben Sie mir die Frage, auf welcher Grundlage dabei dann die Mittel verordnet werden? Woher weiß der Homöopathe denn, welche der in der Materia Medica aufgeführten Symptome für welches Geschlecht und für wleches Alter gilt? Das müsste sich doch aus den Daten der Prüfer ergeben? Waren das Frauen oder Männer und wie alt waren die? Oder ist das bei den Prüfern egal, nur beim Patienten nicht? Das klingt doch recht unglaubwürdig, finden Sie nicht?

Woher haben Sie Ihre Angaben zu den Kosten? Sind alle chronischen Erkrankungen in der konventionellen Medizin gleich teuer? Oder soll das ein Durchschnittswert sein? Und finden Sie nicht, dass auch € 100,- ziemlich viel sind für eine Therapie, bei der reiner Zucker verabreicht wird und deren Wirksamkeit bislang in keiner einzigen Anwendung zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte (s. Studie des NHMRC von 2015)?

Selbst wenn es hunderttausend Patientenakten gibt, bei denen die Patienten nach einer homöopathischen Therapie besser dran waren als vorher, sagen die rein gar nichts dazu aus, ob es sich dabei um eine Kausalbeziehung handelt, also dass die Besserung auch von den Homöopathika verursacht wurde. Die meisten Homöopathika werden für selbst limitierende Erkrankungen eingesetzt - hat zumindest die Bertelsmann-Stiftung 2014 ermittelt - was es ausgesprochen schwierig macht, zwischen natürlichem Krankheitsverlauf und Wirkung des Homöopathikums zu unterscheiden.

Woher wissen Sie, dass die Homöopathie die "individuelle Behandlung" besser leistet? Aus meiner Sicht gibt es dafür ja keine geeigneten Grundlagen der Verordnung (s. oben).

So, ich denke hiermit meine Bereitschaft zum Ausdruck gebracht zu haben, dass ich Ihre Argumente gelesen und geprüft habe. Wie übrigens in vielen anderen Diskussionen vorher auch. Die Argumente erwiesen sich - jetzt wie früher - als nicht sehr tragfähig.

AW: Studienlage lesen

von 2xhinschauen am 29.05.2017 um 0:03 Uhr

Liebe Sandra,
der Hinweis, man möge doch erstmal X lesen, bevor man auf Ihrem Niveau mitdiskutieren kann, zumal wenn X in englischer Sprache und aus medizinischem und statistischem Fachvokabular besteht, ist ein bisschen arrogant, oder?

Aber bitte.

Und gleich vorab: "Und fragt mal die behandelnden Ärzte, ob sie eine Chemo bei sich und ihren Angehörigen durchführen würden." - - Haben Sie auch dazu eine Studie zur Hand, oder ist das nur so dahingesagt, weil es in Ihrem Sinne gerade gut klingt?

Zur Sache. Ich gehe ich hier auf ihren Einwurf ein, obwohl er das Thema dieses Forums schon wieder verlässt. Aber Studienkritik ist sowieso essentiell, wenn man sich mit Homöopathie befasst. Also.

Die verlinkte Studie ist eine Übersichtsarbeit, die eine Anzahl Originalstudien und andere Übersichtsarbeiten einbezieht. Sie enthält Angaben über die Kriterien für die Einbeziehung, aber nicht, welche potentiell geeignete Studien ausgeschlossen wurden, z.B. aus Gründen unzureichender methodischer Qualität, zu geringer Teilnehmerzahlen usw. Das ist für seriöse Übersichtsarbeiten etwas ungewöhnlich. Im Gegenteil heißt es im Text, dass die Daten der einbezogenen Studien ohne Einzelprüfung "einfach so" verwendet wurden ("We accepted the results ... as reported, and did not critically review the data further"). Hm.

Die Arbeit untersucht den therapeutischen Nutzen von "cytotoxic chemotherapy" auf die Fünf-Jahres-Überlebensrate von Krebspatienten, die älter als 20 sind. Dieses Kriterium ist, vorsichtig formuliert, sehr umstritten (ein sehr empfehlenswertes und leicht lesbares Buch u.a. darüber, wie man Medizinstatistiken besser nicht verstehen sollte, ist "Risiko" von Gerd Gigerenzer). Die stärkste Verbesserung dieses Wertes erreicht man nämlich durch frühere Diagnose einer Erkrankung, ohne dass dafür irgendeine Behandlung erforderlich wäre. Die vorliegende Arbeit unterscheidet indes nicht, in welchem Alter und in welchem Stadium die betrachteten Erkrankungen diagnostiziert wurden. Bei der Vielzahl einbezogener Studien, die jeweils viele Einzelfälle betrachten, dürften diese Daten stark streuen. Allein dieser Punkt macht diese Übersichtsarbeit eigentlich wertlos.

Die Arbeit bezieht ganz unerschiedslos Studien zu 22 verschiedenen Krebsarten ein, egal ob es sich um Bauchspeicheldrüsenkrebs, bei dem es so etwas wie eine 5-Jahres-Überlebensrate praktisch nicht gibt, oder Prostatakrebs handelt, der üblicherweise bei Männern jenseits der 50 auftritt und, je älter desto weniger, normalerweise weder streut noch therapiert werden muss. Dieses Vorgehen ist, mit Verlaub, Nonsense. Es erlaubt keinerlei konkrete Schlussfolgerungen, weder auf Sinn oder Unsinn einer Chemotherapie bei bestimmten Erkrankungen noch erst recht nicht bei einzelnen Patienten.

Und als wäre dies nicht genug: Ich habe in dem Paper nirgendwo Angaben über mögliche Fehlerquellen gefunden. Weder wird ein sog. Fehlerbalken angegeben (z.B. "Der Prozentsatz ist 20% plus/minus 5%", natürlich mit Begründung), noch werden alternative Interpretationen der Resultate diskutiert. Beides ist in der Wissenschaft nichts weniger als disqualifizierend, gerade und besonders bei einer Übersichtsarbeit, zumal angesichts der obigen ziemlich offensichtlichen Einwände.

Im Gegenteil: Der Einfluss anderer Faktoren auf den Therapie-Erfolg (hier: die 5-Jahres-Überlebensrate) wird hier sogar explizit *nicht* untersucht ("We did not attempt to evaluate the effect on cancer outcomes of hormones, immunotherapy, antibodies, tumour vaccines, gene therapy or other novel techniques.") Mit anderen Worten - die Autoren sagen selbst, dass ihre Ergebnisse eigentlich nicht belastbar sind.

Und um da noch eins draufzusetzen: "Similarly, we did not evaluate the use of cytotoxic chemotherapy for the palliation or non-curative treatment of malignancy, as an impact on 5-year survival was unlikely." - Unlikely: Ausschluss von Daten aufgrund einer nicht weiter diskutieren Annahme. Nunja.

Und zum Thema "Annahmen": "Where assumptions were made, we erred on the side of over-estimating the benefit." - Das ist überhaupt die einzige Angabe zu möglichen Fehlern in den Ergebnissen der Studie. Einfach mal unbelegt so dahingesagt. Das ist keine Wissenschaft.

Und das Ergebnis, das die Kommentatorin Sandra hier (unvollständig) wiedergibt? "The overall contribution of curative and adjuvant cytotoxic chemotherapy to 5-year survival in adults was estimated to be 2.3% in Australia and 2.1% in the USA." - Estimated. Nicht gemessen, nicht ermittelt, sondern "geschätzt", und das mit all den o.a. Fehlern und Fehlerquellen.

Gut, liebe Sandra, ich habe getan, was Sie angeregt haben: "einfach erstmal Studien dazu lesen - wie diese hier".

Und jetzt?

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Studienlage lesen

von Sandra am 28.05.2017 um 13:52 Uhr

Hallo Zusammen,

Über die Aufregung hier, bin ich echt überrascht. Man kann ja auch einfach erstmal Studien dazu lesen - wie diese hier - z. B.

https://www.google.de/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.researchgate.net/file.PostFileLoader.html%3Fid%3D539e4272d11b8b78368b45c5%26assetKey%3DAS%253A273544838090760%25401442229580168&ved=0ahUKEwjAkIztwJLUAhVnYZoKHQlsDuQQFggkMAE&usg=AFQjCNFKm5YuCGXStck673H4JtI9xD7hfA

Eine 5 Jahres Überlebensquote von durchschnittlich 2,3 % ist nicht wirklich hoch.

Und fragt mal die behandelnden Ärzte, ob sie eine Chemo bei sich und ihren Angehörigen durchführen würden. Die Antwort könnte überraschend sein.

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@Erich Ollnow

von 2xhinschauen am 27.05.2017 um 18:48 Uhr

Zunächst bitte ich die Mitleser/innen um Entschuldigung, hier zum Themenwechsel von Homöopathie hin zu Pharma/Krebs/etc beigetragen zu haben - eine übliche Ablenkungsstrategie bei Homöopathiebefürwortern und -mitverdienern. Ausgangspunkt war der Zynismus der Kommentatorin Sandra, da habe ich mich hinreißen lassen.

Also zurück zum Thema. Hoffentlich klappt's :-)

@Erich Ollnow, hören Sie bitte auf, ihre Gegenüber persönlich anzugreifen und zu beleidigen. Ich bin kein "Pharmajünger" und werde überhaupt von niemand für mein Engagement bezahlt. Unterlassen Sie das gefälligst.

Homöopathika sind übrigens ebenfalls Pharmaprodukte, und Ärzte und Heilpraktiker, die sie verschreiben, wollen auch Geld verdienen. Werden Sie von denen bezahlt, um hier rumzukeilen?

Sie schrieben: "obwohl die Erkenntnisse der Homöopathie schon sehr viel älter sind als die der heutigen Pharma" und meinten dies, aus dem Kontext zu schließen, offenbar als Argument für die Homöopathie.

Darf ich fragen, ob ich das richtig verstanden habe? Und wenn ja: Sind ältere Wissensstände nach Ihrer Meinung grundsätzlich besser als neuere? Sollten wir den gesamten Erkenntnisfortschritt der Menschheit zurückdrehen? Elektrizität? Das Rad? Die Schrift? Oder nur in der Medizin? Also zurück zu hoher Kindersterblichkeit, halber Lebenserwartung, sinnlosen Tod durch einfache Infektionen und Verletzungen?

Sie schreiben: "...was ich selbst an Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln erlebt habe, sprengt hier den Rahmen."

Nunja, nur dass persönliche Erfahrungen sehr fehleranfällig sind, was die Kausalität angeht, und daher nicht verallgemeinerbar. Ich z.B. bin als Wehrpflichtiger an diversen Handfeuerwaffen und Gewehren ausgebildet worden, habe aber nie irgendwas getroffen. Ich kann also davon ausgehen, dass Schusswaffen ungefährlich sind. Oder womöglich doch?

Sie schreiben: "Und die Behauptung, dass Globuli von Anfang an wirkungslos wären, kann nur von einem Schulmediziner kommen, der von Homöopathie nicht wirklich was versteht."

Auch dieses "Argument" hört man häufig - wer es wirklich versteht, ist nicht dagegen, oder wenn doch, hat er/sie es nicht richtig verstanden. Das ist aber kein Argument, sondern Selbstimmunisierung, mit der man jedes Gegenargument für sich selbst einfach abtun kann. Man offenbart dadurch nur, dass man nicht zu diskutieren wünscht und dass die Homöopathie eher Dogmen als Wissenschaft zur Grundlage hat. Tatsache ist, dass es die Homöopathie in rund 200 Jahren nicht geschafft hat, einen überzeugenden Wirksamkeitsnachweis über Placebo hinaus zu erbringen.

Sie schrieben "die Chemiemedikamente werden durch Falschinformationen zu Pharmamedikation nicht ungefährlicher" - Ach wieder so eine Pauschalattacke. Es sind also sämtliche pharmazeutischen Produkte ausnahmslos nutzlos und gefährlich? Im Ernst? Auch Homöopathika? Die kommen nämlich auch aus der Pharmaindustrie und bestehen auch aus Chemie. Zucker halt. Und nicht vergessen: Auch Ihr Körper besteht zu 100% aus Chemie.

Umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Attacken auf die Wissenschaft - und auf die unbestrittenen Schwachstellen in Pharmaindustrie und praktizierter Medizin - machen die Homöopathie nicht wirksamer. Dergleichen Angriffe sind immer nur Ablenkungsmanöver, wenn einem nichts mehr einfällt.

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Tod statt Homöopathie

von Erich Ollnow am 26.05.2017 um 11:10 Uhr

Wirksamkeit von Homöopathie nicht nachgewiesen und daher sollen die Kassen nicht bezahlen? Verteilt die Pharma an Kassenärzte jetzt kostenlos Dummheitsserum? Denn anders ist so eine dumme Forderung nicht zu begründen, wenn man an die nachgewiesene Wirkung von z.b. Xarelto mit über 400 Toten berücksichtigt.

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AW: Tod statt Homöopathie

von 2xhinschauen am 26.05.2017 um 17:16 Uhr

@Erich Ollnow
Homöopathische Präparate werden nicht von freiwilligen Wohltätern hergestellt, sondern von Pharmafirmen, die Mitglied in den Branchenverbänden sind und sehr gut verdienen (ein 10g-Globuli-Fläschchen zu 4,95 ergibt einen Preis von 495 Euro pro Kilogramm Zucker, und das sind nur die billigsten. Forschungsaufwand: Null).

Dass es Missstände in Medizin und der Pharmaindustrie gibt, ist völlig unbestritten. Wo gibt es keine? So what? Globuli sind aber von vornherein wirkungslos und werden durch Gegenvorwürfe nicht wirksamer.

Anders und kürzer gesagt: https://twitter.com/homoeopedia/status/867711621854056449

AW: Tod statt Homöopathie

von Erich Ollnow am 26.05.2017 um 18:30 Uhr

@DAZ online Team
Die Problematik bleibt unbestritten, obwohl die Erkenntnisse der Homöopathie schon sehr viel älter sind als die der heutigen Pharma. Früher hat man nur mit weniger Geldgier geforscht (Kneipp, Hahnemann...). Aber Ok, jeder soll sein Geld verdienen. Nur... Wie wird die Tatsache gerechtfertigt, dass es über 400 Tote durch Xarelto gibt? (Wobei Xarelto ja nicht allein den Tod mit sich bringt). Bitte nicht mit dem dummen Spruch von Nutzen und Risiko. Hier werden Tote durch Medikamente auf Druck der Pharma weiterhin billigend in Kauf genommen. Und bitte nicht, die Pharma übt keinen Druck aus. Wer versucht den Krebsmedikamente zu verknappen, wie man in den Medien liest? Wer nimmt wirkungsvolle Medikamente vom Markt, weil sie keine Gewinne mehr bringen? Wer hat z.b. Strophantin verteufelt, um das risikobehaftete Digitalis gewinnbringend auf den Markt zu werfen? Und bitte nicht den Spruch "Es gibt besseres, weiter entwickelte Medikamente". Von diesen Medikamenten durfte ich selbst profitieren in dem ich 4 x in 12 Monaten im Krankenhaus landete. Nachdem ich das Giftzeug weggeworfen und zu Strophantin gegriffen habe, bin ich Topfit und auch mein Kardiologe ist begeistert. Ich bin kein junger Hüpfer mehr und was ich selbst an Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln erlebt habe, sprengt hier den Rahmen.
Und die Behauptung das Globuli von Anfang an wirkungslos wären, kann nur von einem Schulmediziner kommen, der von Homöopathie nicht wirklich was versteht. Und... die Chemiemedikamente werden durch durch Falschinformationen zu Pharmamedikation nicht ungefährlicher.

AW: @E. Ollnow

von Christian Becker am 26.05.2017 um 19:37 Uhr

"Die Problematik bleibt unbestritten, obwohl die Erkenntnisse der Homöopathie schon sehr viel älter sind als die der heutigen Pharma."
Nur sind es eben auch keine Erkenntnisse, die sich letztendlich überprüfen lassen. Bzw. ergibt eine Überprüfung, dass an der Homöopathie nichts dran ist. Allein mit dem Alter zu argumentieren ist Quatsch. Sonst könnt man auch sagen, die Leute sollen wieder Faustkeile nehmen statt moderne Werkzeuge.

"Nur... Wie wird die Tatsache gerechtfertigt, dass es über 400 Tote durch Xarelto gibt? (Wobei Xarelto ja nicht allein den Tod mit sich bringt). Bitte nicht mit dem dummen Spruch von Nutzen und Risiko."
Doch, das ist bei echten Medikamenten nun mal so. Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Und bei der Risiko-Nutzen-Analyse kommt raus, dass Xarelto sicher genug ist.

"Wer nimmt wirkungsvolle Medikamente vom Markt, weil sie keine Gewinne mehr bringen?"
Firmen, die einen Haufen Geld in die Entwicklung gesteckt haben, und denen das entwickelte Medikament trotz Wirksamkeit nicht ausreichend bezahlt wird. Wenn Sie ihre Arbeitskraft anbieten und jemand sagt "Ja, sie können für mich arbeiten, für 2,50 die Stunde" dann stimmen Sie da ja vermutlich auch nicht zu und suchen sich jemanden, der anständig bezahlt. Da sind die Pharmaunternehmen der falsche Sündenbock - lieber mal die Krankenkassen fragen, warum sie wirksame Medikamente nicht bezahlen wollen.

"Wer hat z.b. Strophantin verteufelt, um das risikobehaftete Digitalis gewinnbringend auf den Markt zu werfen?"
Keine Ahnung. Digitalis ist ebenso pflanzlich wie Strophantin, riesige Gewinne macht man damit nicht. Boehringer hat mal Fingerhut angebaut, um Anbieter von Digitalispräparaten zu beliefern. Machen sie nicht mehr, lohnt sich nicht. Da kann das so gewinnbringend nicht sein.

AW: Tod statt Homöopathie

von Erich Ollnow am 27.05.2017 um 12:06 Uhr

Nur so am Rande: Antworten mit dem ursprünglichen Text zu vermischen ist ein schwacher Versuch die Leser zu verwirren.
Es macht keinen Sinn mit Pharmajüngern zu diskutieren. Den Tod durch Medikamente wie Xarelto, Pradaxa, Diclofenac uws. als "...das ist eben nun mal so" abzutun ist dreist und menschenverachtend.
Firmen, die ein Haufen Geld für Entwicklung bezahlt haben, nehmen die Medikamente vom Markt. Da haben Sie Recht, doch das tun sie erst (unberücksichtigt der Todesfälle), wenn das Medikament Gewinn gemacht hat. Abgesehen davon, die Kassen kommen an ihre Grenzen, weil die Beitragszahler an ihre Grenzen kommen, weil die Pharma unverschämte Preise in Deutschland fordert, während die selben Medikamente in den Nachbarländern teilweise lediglich ein Drittel kosten. Und wie Sie mit ihrer Argumentation Gewinn gegen Tod von Patienten aufrechnen ist auch wieder menschenverachtend.
Von Strophantin haben Sie keine Ahnung, wie man sieht. Strophantin und Digitalis sind wohl beide pflanzlich, da hört es aber auch schon auf. Die Wirkung ist völlig verschieden und Strophantin ist nebenbei auch ein körpereigenes Hormon, dass dieser mit zunehmendem Alter lediglich nicht mehr ausreichend herstellen kann. Im Vergleich zu Digitalistoten gibt es bei Medizinern, die noch heute mit Strophantin behandeln (Gott segne sie) keine Toten. Ist übrigens leicht zu recherchieren und von den Medizinern selbst auch zu erfahren.
Nun ja, Sie und leider zu viele ihrer Kollegen sind echte Pharmajünger. Lieber neue, teure, todbringende Medikamente anstatt lebensrettende, die sich nicht mehr patentieren lassen und der Tod keine Nebenwirkung ist.
Manchmal ist der Faustkeil mehr Wert als Geldgier im weißen Kittel. Sie sollten sich über Strophantin ernsthaft schlau machen, vielleicht könnte es eines Tages Ihr eigenes Leben retten - trotz ihrer Menschenverachtung.

Antwort ist nicht nötig, weil man mit Pharmajüngern nicht diskutieren kann.

@2 mal hinschauen

von Sebastian am 25.05.2017 um 22:12 Uhr

"Sie sind die erste die behaupten chemo t. sei wirkungslos".
... können Sie denn das Gegenteil beweisen? Wie hoch ist denn DIE WAHRE ERFOLGSQUOTE? Und ja ich spreche aus Erfahrung, mir nahe stehende Personen arbeiten auf der Onkologie in Würzburg. Hier betreibt man seit Jahren Pfusch am Parienten! Hier werden Medikamente verabreicht die laut behandelten Arzt :"eh nicht wirken" !!
Wenn sie glauben, dass die Chemo , DIE LÖSUNG ist , ist Ihr Wissensstand doch sehr beschränkt!! 100 Jahre Krebsfoschung, hunderte Millionen Euro an Kosten und das ist alles ???
Krebs im Anfangsstadium ist heilbar! Hier sollte man ansetzten die Menschen aufzuklären. Es gibt keine Krankheiten es gibt nur Mangelzustände.
Man sollte mal den Vitamin D Spiegel eines Krebspatienten betrachten. Ein Mensch der keine Sonne sieht, KANN NUR KRANK werden.
Wird das nicht glaubt, möge sich bitte 3 Monate in den Keller sperren! Erst leidet die Psyche dann folgt der Köper.
Ich würde niemals bezüglich einer Krankheit die Verantwortung abgeben und in die Hände eines Schulmedizieners legen!


Ah hier noch ein paar Studien zum Thema D3 Mangel für die "Mediziner unter uns"

Wer sich selbst informieren kann ist klar im Vorteil.

Cannell JJ et al., "Epidemic influenza and vitamin D", Epidemiol Infect. 2006 Dec;134(6):1129-40. (Grippe-Epidemie und Vitamin D) [Quelle als PDF]
Berry DJ et al., "Vitamin D status has a linear association with seasonal infections and lung function in British adults", Br J Nutr. 2011 Nov;106(9):1433-40. (Der Vitamin-D-Status hat einen linearen Zusammenhang mit saisonalen Infektionen und Lungenfunktion bei britischen Erwachsenen.) [Quelle als PDF]
Litonjua AA. "Childhood asthma may be a consequence of vitamin D deficiency", Curr Opin Allergy Clin Immunol. 2009 Jun;9(3):202-7. (Asthma in der Kindheit kann eine Folge von Vitamin-D-Mangel sein.) [Quelle als PDF]
Forman JP et al., "Plasma 25-hydroxyvitamin D levels and risk of incident hypertension", Hypertension. 2007 May;49(5):1063-9. (Plasma 25-Hydroxy-Vitamin-D-Spiegel und das Risiko von Bluthochdruck.) [Quelle als PDF]
Anderson JL et al., "Relation of vitamin D deficiency to cardiovascular risk factors, disease status, and incident events in a general healthcare population.", Am J Cardiol. 2010 Oct 1;106(7):963-8. (Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und kardiovaskulären Risikofaktoren, Krankheits Status und Vorfallereignisse in der allgemeinen Bevölkerung, die Gesundheitsvorsorge betreibt.) [Quelle als PDF]

Und bitte keine Kommentare , warum sollte ich mit Medizinern diskutieren die selbst an akuten und chronischen Krankheiten erkranken!? Das wären wie wenn mein Banker der Pleite ist mich über Geldanlage aufklären möchte!

Schönen Abend

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AW: Chemo etc

von 2xhinschauen am 26.05.2017 um 17:36 Uhr

@Sebastian
Bekannte (Neben-)Wirkungen der Chemotherapie sind u.a. Haarausfall, andauernde Übelkeit, Organschäden und Stoffwechselstörungen. Es wurde aber behauptet, Chemo sei unwirksam, und das ist sie ganz offensichtlich nicht. Die üblen Nebenwirkungen würden nicht inkauf genommen, wenn die Hauptwirkung, nämlich eine Krebserkrankung in Schach zu halten oder niederzuringen, unwahrscheinlich oder aussichtslos wäre.

Sie werfen hier der gesamten Onkologie vor, vorsätzlich ihre Patienten zu vergiften, und im selben Atemzug der gesamten Krebsforschung, unfähig zu sein. Und auf welcher Basis? "Mir nahe stehende Personen arbeiten auf der Onkologie in Würzburg" ... na toll. Da wird man ja automatisch zum Experten!

Wenn die betreffende Station so ist, wie Sie hier behaupten, stellen Sie doch Strafanzeige. Oder vielleicht ruft ja auch die DAZ-Redaktion da mal an? ;-)

Irgendetwas über "DIE LÖSUNG" oder Vitamin D habe ich nicht geschrieben, und Ihre Ausführungen dazu sind ohnehin trivial.

Absurde Diskussion

von Tommy am 25.05.2017 um 19:31 Uhr

Erstaunlich, mit wie viel Energie regelmäßig gegen die Homöopathie diskutiert wird, als sei das das drängenste Problem in den Praxen.
Gesünder sind unsere Kinder jedenfalls nicht geworden, seitdem man z. B. nicht rezeptpflichtige Medikamente auch nicht mehr aufs Kassenrezept schreiben darf. Ich empfinde das als echten Mangel, die heutige 0815-Medizin, die für jeden Pups ein Antibiotikum verordnet, erhöht auf Dauer doch nicht die Volksgesundheit, wie ja auch vielfach schon festzustellen ist. Von Kollateralschäden wie verseuchten Flüssen neben Pharmaunternehmen ganz zu schweigen.

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AW: Absurde Diskussion

von Eine Chronikerin am 25.05.2017 um 20:09 Uhr

Wo ist hier Ihr Argument?

Antibiosemissbrauch erhöht nicht die Volksgesundheit - ich denke, da pflichten Ihnen sämtliche vernünftige Ärzte samt KV bei. Im übrigen gibt es ganz klare Antibioserichtlinien von eben jener. Dass diverse Ärzte, unter denen es auch Stümper gibt, oh Wunder, diese oftmals nicht einhalten, aus welchen Gründen auch immer - geschenkt. Das Problem mit den "antibioseverseuchten Flüssen", das im übrigen ein Resistenzproblem ist und nicht nur Flüsse betrifft, liegt im übrigen hauptsächlich in der Veterinärmedizin und in der Massentierhaltung begründet. Essen Sie Fleisch, Eier usw.? Ich hoffe, Sie konsumieren das nicht - sonst sind sie Teil des Problems bzw. Verursacher.

Und falls mit den "verseuchten Flüssen" generell Abwasser gemeint sind - ok, kriminelle Pharmahersteller sind also ein Argument gegen oder für ...?

Homöopathieverbot

von Ruth am 25.05.2017 um 15:23 Uhr

Die Schweiz befürwortet und wir sollen ins Mittelalter zurück?
Armes Deutschland. Die sollen aufhören Geld in die Rüstung zu stecken, dann ist genug Geld für alles da...

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AW: ES IST KEIN Homöopathieverbot!

von John Snow am 25.05.2017 um 19:23 Uhr

Niemand verbietet Ihnen, homöopathische Mittelchen zu kaufen und zu schlucken. Es geht lediglich darum, dass die überteuerten und nutzlosen Zuckerkügelchen nicht mehr von den Krankenkassen und somit von der Allgemeinheit bezahlt werden. Ich verstehe nicht, warum Krankenkassen der homöopathischen Farmaindustrie das Geld hinterherwerfen, obwohl es diese, trotz jahrzehntelanger Bemühungen, nicht geschaft hat, auch nur eine Studie zur Wirksamkeit zu präsentieren, welche sich an die wissenschaftliche Standarts hält. Gegenstudien gibt es hingegen genügend.

Bitte um Erklärung

von Eine Chronikerin am 25.05.2017 um 12:17 Uhr

Ich hätte gerne mal von den ganzen Homöopathie-Verfechtern eine Antwort auf folgende Frage: Was bitte sollen folgende, auf dem Markt verfügbare Präparate bewirken und inwiefern unterscheiden sie sich von dem Gemischtwarenladen eines mittelalterlichen Zauberers?

- Coca-Cola (Globuli von Remedia)
- Sanguis menstrualis Nos. (Nosode aus Menstruationsblut von Remedia)
- Porcellanum misniense (Meißner Porzellan, Globuli von Remedia)
- Magnetis polus arcticus & Magnetis polus australis (magnetischer Nord- und Südpol, Globuli von Remedia)
- Katzenmilch (Globuli von Remedia)
- Castor Equi (Daumennagelrest des Pferdes, Globuli von Remedia)

Hier hätte ich noch weitere Fragen: Magnetische Pole, wie soll das rein physikalisch gehen? Menstruationsblut - von welchem Tag, von was für Frauen, von wie vielen? Meißner Porzellan - muss es Meißner sein oder geht auch Arzberg, Thomas oder V&B? Alt oder neu, welches Service, welche Teile (Teller, Tassen, was für welche, welche Zusammenstellung?)? Katzenmilch - von was für einer Katze, spielt das eine Rolle? Was muss die Katze gefressen haben, wieviele Junge muss sie haben? Welches Pferd, welches Alter - egal?

Vermutlich ist es überflüssig, zu fragen, wie Hochpotenzen wirken sollen, sogar besser als niedrige, wenn darin überhaupt kein nachweisbarer WIRKstoff mehr vorhanden ist - genauso wie die Frage nach dem Wasser, das Erinnerung hat, aber sich idealerweise immer nur an "das Richtige" erinnert, was irgendwann mal darin enthalten war.

Und wenn dann doch einmal (Rest)Wirkstoffe drin sind, in Niedrigpotenzen, dann passiert eben so etwas wie in Amerika: Es sterben Säuglinge, die mit Tollkirsche/Atropin gegen die Schmerzen des Zahnens "behandelt" worden sind.

Das hinterlässt einen einfach sprachlos.

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AW: Bitte um Erklärung

von dany am 25.05.2017 um 12:31 Uhr

Seit wann hat ein Pferd einen Daumen ???

AW: Mit dem "Daumennagel" des Pferdes ...

von Eine Chronikerin am 25.05.2017 um 19:59 Uhr

Mit dem "Daumennagel" des Pferdes ist wohl die Kastanie gemeint - im übrigen habe ich den "Daumennagelrest" nicht erfunden, das steht genauso bei Remedia.

Und wieviele wirkungslose Chemotherapien werden verschrieben?

von Sandra am 25.05.2017 um 0:26 Uhr

Hmmm - im Umkehrschluss bitte dann aber auch keine wirkungslosen Arzneimittel wie z. B. Chemotherapien mehr bezahlen. Die Einsparungen wären enorm und würden die Einsparungen, die man durch das nicht Übernehmen von homöopathischen Arzneimitteln erzielen würde, bestimmt um ein vielfaches Toppen.

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AW: Erst mal darüber nachdenken, dann umkehren und schließen

von Bernd Jas am 25.05.2017 um 8:56 Uhr

Verehrte Sandra,
wenn Umkehrschluss, dann auch bitte konsequent.
Das hieße, alle Krebspatienten nur noch homöopathisch behandeln!
"Die Einsparungen wären enorm und würden die Einsparungen, die man durch das nicht Übernehmen von homöopathischen Arzneimitteln erzielen würde, bestimmt um ein vielfaches Toppen."
Nicht zu toppen ist auch diese Art der Glaubensrichtung.
Jedem seine Glaubensfreiheit, aber Wissen statt Glauben wäre logischer.

AW: Und wieviele wirkungslose Chemotherapien

von 2xhinschauen am 25.05.2017 um 12:24 Uhr

@Sandra
Sie sind die erste Person im Universum, die behauptet, Chemotherapie sei wirkungslos. Das ist Verhöhnung der Patienten, die sich einer solchen Behandlung unterziehen müssen, weil sie Krebs haben und in der Hoffnung auf Heilung oder wenigstens Lebensverlängerung die teils qualvollen Nebenwirkungen ertragen.

Ohne Wirkung keine Nebenwirkung. Homöopathika haben beides nicht. Statistisch hat die Chemotherapie aber eine bessere Prognose als Nicht-Behandlung oder Placebo-Behandlung. Keine der angeblichen "Alternativen" aus dem pseudomedizinischen Bereich, dazu gehört die Homöopathie, kann das fundiert für sich in Anspruch nehmen. Wohlgemerkt, statistisch - zwingende Rückschlüsse auf den Einzelfall sind nicht möglich und nicht statthaft.

Sie argumentieren, dass, wenn Ihre eigene Glaubenslehre schon als wirkungslos hingestellt wird, auch niemand sonst in den Genuss einer wirksamen Therapie kommen darf. Das ist zynisch und verursucht, mit Verlaub, Brechreiz, auch ganz ohne Chemo.

Quantenmechanik

von Apotheker mit Physiker in der Verwandschaft am 24.05.2017 um 17:01 Uhr

Huiui .....da geht es ja wieder lustig durcheinander.

Also zur Quantenmedizin.
Klingt eindrucksvoll......hat aber nichts mit Medizin zu tun. Sondern versucht pseudowissenschaftlich alles abzudecken. Wofür man es gerade braucht.
Aber es klingt beeindruckend formuliert ;-).

Zur Erklärung in der Physik gibt es einen ständigen Wettstreit von Theorien. Keine der meist hier herangezogenen ist abschließend bewiesen.
Wenn die bevorzugten Theorien bewiesen wären...besteht kein Zusammenhang mit der Homöopathie oder er ist völlig spekulativ und sehr weit hergeholt und praktischer Weise nicht beweisbar.

Zu den Homöopatheifans an sich. Man muss sich schon mal entscheiden.
Will man die Homöopathie mit

A) individueller Antlitzanalyse und individuellem Einzelpräparat
B) mit: Ihr Heilpraktiker hat ihnen 4 Komplexmittel mit je 6-8 Inhaltsstoffen in extremster Verdünnung aufgeschrieben, Eines von den 26 wird helfen, oh Moment 7 sind doppelt und dreifach dabei, Ja da wird sich ihr Heilpraktiker etwas dabei gedacht haben
C) Arnica D6 hilft allen Patienten bei Schmerzen, immer

A) Wäre die reine alte Lehre. Die im Prinzip nicht beweisbar ist da extrem individuell.
B) Man muss nur 30 Mittel nehmen. Eines hilft schon, aber 29 machen nix.
C) Versucht Homöopathie schulmedizinisch anzuwenden.

Die Studie mit Hunden hilft niemand bei Punkt A) und B) weiter.
Die andere Frage ist zu den Nebenwirkungen der Homöopathie. Sämtliche "pflanzliche"/ naturchemische Wirkstoffe haben Nebenwirkungen und lösen Allergien aus.
Bei der Homöopathie sind die nebenwirkungsärmsten die extrem wirksamen Hochpotenzen. Nunja.


D.h.
Man versucht eine Therapierichtung zu beweisen die in mindestens 3 sich gegenseitig ausschließenden Ausprägungen praktiziert wird.
Man beweist also maximal jeweils eine Ausrichtung und schließt die anderen damit aus.
Das Dumme ist das die Gesamtheit der Studien "keine Wirkung" beweist .
Zu dieser in sich wiederstreitenden Unwirksamkeit bastelt man eine quantenphysikalischen Überbau der nicht experimentell bewiesen ist und auch nur mit einer Ausprägung von Homöopathie ggf. zu tun hätte. Dann aber auch Nebenwirkungen der Therapie bei Wirksamkeit hervorufen müsste. Die aber nicht auftreten.

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AW: Quantenmechanik

von Christiane am 25.05.2017 um 9:22 Uhr

In Allem und bei Allem wird immer noch zuviel die Lehre Paracelsus und Freud's vernachlässigt.
Vergessene Heilmethoden mit der Kraft des Geistes.....

Vor 30 Jahren das selbe bei Akkupunktur

von Heike Bienia am 24.05.2017 um 14:33 Uhr

Ich erinnere mich, daß es vor 30 Jahren die gleiche Diskkussion noch bei der Akkupunktur gab und vor 10 Jahren auch noch bei Yoga. Letzteres wird jetzt auch von den Kassen übernommen in der Prävention und bestimmt in nicht allzu langer Zeit auch als Therapie bezahlt werden, weil es nämlich nachweislich was bringt. Und das Selbe ist es mit der Homöophatie. Nur weil wir vielleicht die Geräte noch nicht haben, um das WIE der Wirkungsweise nachzuweisen, so wirkt es doch. Und ob jede Therapie eines Arztes wirkt steht ja wohl auch auf einem anderen Blatt. Wie oft wird denn rumgedoktert mit Medikamenten, die mehr schaden als nützen!?! Es sollte möglich sein, alles nutzen zu können als Patient. Und wenn sich Ärzte dem entgegen stellen ohne sich weiter zu bilden auf dem jeweiligen Gebiet, dann gehören die einfach mal zu den Ignoranten und haben den Zug verpasst. Zu so einem möchte ich als Patient gar nicht mehr gehen.

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AW: Vor 30 Jahren das selbe bei Akkupunktur

von 2xhinschauen am 24.05.2017 um 15:04 Uhr

Liebe Heike Bienia
Es ist gar nicht nötig zu wissen, WIE eine medizinische Intervention funktioniert, Hauptsache sie tut es. Bei vielen Narkosemitteln weiß man das nicht genau, aber ihre Wirkung ist in jeder Hinsicht und unbestritten umwerfend. Anders bei der Homöopathie, der es in hunderten Studien seit dem Nürnberger Kochsalzversuch 1835 nicht gelungen ist, einen überzeugenden Wirksamkeitsnachweis über Plazeboeffekte hinaus zu erbringen.

Mehr dazu z.B. hier: http://www.homöopedia.eu/index.php/Homöopedia:Artikelverzeichnis#Studien

Und um es hier nochmal zu sagen: Kritik an der wissenschaftlichen Medizin, auch berechtigte Kritik, macht die Homöopathie weder wirksamer noch besser.

Mir platzt in schöner Regelmäßigkeit der Kragen ...

von Eine Chronikerin am 24.05.2017 um 0:04 Uhr

... wenn ich immer wieder lese "Ach, schadet doch nicht", "Wer heilt, hat recht" usw..

Es gibt nicht nur keinerlei seriöse (!) unabhängige (!) Studien, die die Wirksamkeit der Homöopathie belegen, sondern es gibt genügend ebensolche, die diese widerlegen.

Und wer es dennoch meint, zu brauchen und nehmen möchte, soll das doch tun - und selbst bezahlen!

Hier werden Krankenkassengelder verschleudert für unwirksame Präparate - während es zig Menschen gibt, siehe meine vorherigen Post, die WIRKLICH krank und vielleicht mit einer seltenen Krankheit gesegnet sind, bei denen sich die Kassen hübsch herauswinden, was die Kostenübernahme nachgewiesenermaßen wirksamer Präparate angeht (denn leider, leider wird dann hier auf einmal auf mangelnde Quantität bezüglich der Studien und Fallbelege hingewiesen - ein zynischer Witz, wenn es zu wenig Betroffene gibt). Aber mit den blöden Einzelfällen gewinnt man eben keinen Sympathieblumentopf in der breiten Öffentlichkeit, weil es keine oder nur eine verschwindend geringe Lobby gibt.

Ich bin persönlich betroffen und fühle mich wirklich verar***t.

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AW: Mir platzt in schöner Regelmäßigkeit

von gerd behringer am 24.05.2017 um 8:50 Uhr

sehr geehrte Chronikerin, Polemik hilft auf jeden Fall nicht! Wenn man der Homöopathie schon Wirkungslosigkeit und Placeboeffekte vorwirft, wie erklärt sich dann eine Genesung von Kleinkindern oder auch in der Tiermedizin bei Einnahme von homöopathischen Mitteln, diese Patientenspezie ist sicher unbeeinflusst. Es sollte dem mündigen Patienten mit Verbindung mit seinem verantwortungsvollen Arzt überlassen sein,welche Heilmethode angewandt wird und natürlich in vollem Umfangdurch die Krankenkasse bezahlt werden.Auch die Schulmedizin hat ihre therapeutischen Grenzen und heilt, wenn überhaupt, meist nur mit erheblichen Nebenwirkungen.
Eine erhebliche Kostenminimierung für die Krankenkassen und unsere Beträge würde es bedeuten, wenn die KV (und ihren Lobisten Andreas Gassen) und andere Lobisten der schulmedizinischen Lobby nicht mehr von unserer aller Krankenkassenbeiträge bezahlt werden würde.
Medizin nützt, wenn sie dem Patienten hilft undihn heilt, aus welcher Richtung sie auch immer kommt.
Man beachte die über 1 Mrd. Chinesen vertrauen mehrheitlich naturheilkundlichen Arzneien und sind bestimmt nicht kränker als wir.

AW: Mir platzt in schöner Regelmäßigkeit

von Barbara Hild-Loesche am 24.05.2017 um 9:07 Uhr

Krankheiten und ihre Behandlungen sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden.Homöopathie hat den Menschen in seiner Gesamtheit im Blick und nicht nur einzelne Symptome und das finde ich wichtig.Es muss beides möglich sein.

AW: Mir platzt in schöner Regelmäßigkeit

von Al U. Hut am 24.05.2017 um 10:24 Uhr

Placebo by proxy. Wenn man einem Kind oder Tier etwas verabreicht, in dem Glauben ihm etwas gutes zu tun, wird es das merken und der placebo Effekt setzt ein. Auch wenn das Mittel völlig wirkungslos ist.

AW: Mir platzt in schöner Regelmäßigkeit

von C.Weißhaar am 24.05.2017 um 10:36 Uhr

Ich finde es sehr erstaunlich, dass die sehr kostengünstige Homöopathie dermaßen polarisiert; wohingegen das Thema Budgetierung anscheinend wenig Interesse findet. Dieses Thema bestimmt aber alle ÄrztInnen und sehr viele PatientInnen: hier wird ein enorm hoher finanzieller Druck auf die Ärzteschaft ausgeübt, dem sie häufig nur zulasten der PatientInnen entgehen können.

AW: "Wer heilt, hat Recht" ...

von Eine Chronikerin am 25.05.2017 um 12:05 Uhr

Polemik ist nicht, die Finanzierung nachgewiesenermaßen unwirksamer Präparate seitens der Krankenkassen zu kritisieren.

Wer heilt, hat also recht - was für ein Nonsens. Placebo-Effekt?! Der ist im übrigen bewiesen worden - auch bei Tieren. Zum Thema Homöopathie gibt es im übrigen einen schönen Aufsatz von Horzinek, einem der meistgeachtesten Veterinärmediziner, auf den die Standardwerke zurückgehen: https://www.vetmeduni.ac.at/de/infoservice/news/detail/artikel/2010/02/04/hokuspokus/

Mit welchem Argument mag man denn dem Einzelnen widersprechen, wenn er ... einen Urlaub auf Hawaii finanziert bekommen möchte von der Kasse oder eine Villa, die tut sicherlich auch gut? Brillen werden im Gegensatz zu Homöopathika nur sehr unwesentlich finanziert - das ist ok so?

Das Argument, Homöopathie mache nur einen unwesentlichen Anteil an den Ausgaben aus - vielleicht, vielleicht auch nicht. Könnte aber - denn der Betrag inklusive Heilpraktikerkonsultation, der jährlich über jene Krankenkassen wie beispielsweise die Techniker abgerechnet werden kann, liegt bei mehreren Hundert Euro. Im Vergleich dazu, dass Brillen längst nicht in dem Umfang (mit)finanziert werden oder dass die meisten allgemein praktizierenden Ärzte, je nach Absprache mit der KV und speziellem Feld, pro Patient und Quartal unabhängig von der Frequenz des Patients, für die gewöhnliche Abdeckung einen Betrag von um die 50 Euro zugesprochen bekommen, ist das himmelschreiend.

Man möge mir an dieser Stelle bitte auch mal erklären, was folgende "Wirkstoffe" bzw. Monopräparate aus der Homöopathie bewirken sollen:
- Coca-Cola (Globuli von Remedia)
- Sanguis menstrualis Nos. (Nosode aus Menstruationsblut von Remedia)
- Porcellanum misniense (Meißner Porzellan, Globuli von Remedia)
- Magnetis polus arcticus & Magnetis polus australis (magnetischer Nord- und Südpol, Globuli von Remedia)

Hier hätte ich noch weitere Fragen: Magnetische Pole, wie soll das rein physikalisch gehen? Menstruationsblut - von welchem Tag, von was für Frauen, von wie vielen? Meißner Porzellan - muss es Meißner sein oder geht auch Arzberg, Thomas oder V&B? Alt oder neu, welches Service, welche Teile (Teller, Tassen, was für welche, welche Zusammenstellung?)?

Und selbstredend wollen die Hersteller von Homöopathie nur das Beste mit ihrer ganzheitlichen "Medizin" - Geld. Man möge mal einen Blick auf die Umsätze werfen von DHU und Co., auf die Unternehmensbeteiligungen, auf die Gewinne. Und dann mal vergleichen mit Pharmaherstellern und deren Reinvestiments in Forschung und Verträglichkeit (diesbezüglich gibt es keine Aufwendungen von seitens der Homöopathiehersteller).

Ein Schelm, wer hier Böses denkt ...

im Geiste stehengeblieben

von Dr. med. Dr. rer. nat. B. Wassermann am 23.05.2017 um 23:24 Uhr

Herrn Dr. Gassen lade ich herzlich ein, sich einem Diskurs zu stellen, auch wenn seine Äusserung hier im Sprachrohr der Pharmaindustrie sicherlich beklatscht werden dürfte. Homöopathie lässt sich im Bereich der Quantenmedizin positionieren sowie deren Wirkung mittels moderner Apparaturen belegen.
Wer dies als Humbug abtut, ist entweder vollends ahnungslos - d.h. de facto inkompetent - oder ignorant und möge sich auf diesem Gebiet daher besser nicht weiter unqualifiziert äussern. Herr Dr. Gassen ist fraglos auf dem Gebiet des greifbaren, materiellen menschlichen Körpers eine Koryphäe, sollte sich jedoch besser nur auf seinem Fachparkett bewegen.
Als Mediziner und Physiker in der Forschung und Entwicklung quantenmedizinischer Präparate ist es mir schleierhaft, wie unqualifiziert sich Kollege Gassen öffentlich produziert. Hätte er nicht die Pharmaindustrie hinter sich, würde seine Forderung in der Öffentlichkeit womöglich eine Peinlichkeit darstellen.
Dr. med. Tacke, Dr. med. Hollerbach u.a. Koryphäen auf dem Gebiet der Quantenmedizin würden meiner Einschätzung sicherlich beipflichten.

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AW: Quantenmedizin?!

von 2xhinschauen am 24.05.2017 um 0:15 Uhr

Hallo Herr Dr. med. Dr. rer. nat. B. Wassermann
"Forschung und Entwicklung quantenmedizinischer Präparate" - das interessiert mich, davon habe ich noch nichts gehört. Können Sie Beispiele nennen für Präparate, die quantenmechanisch heilsam auf den Körper wirken?

AW: im Geiste stehengeblieben

von Bert am 24.05.2017 um 10:57 Uhr

Quantenmedizin, auch Quantenheilung genannt, ist, kurz gesagt, pseudowissenschaftlicher esoterik Quatsch. Ein Versuch, neben Homöopathie, dinge wie das Handauflegen, Geistheilung und andere Arten der Wunderheilung glaubhaft zu erklären.

AW: im Geiste stehengeblieben

von Uschi am 24.05.2017 um 11:04 Uhr

Sehr gut geschrieben. Ich als Hypnose-Coach und Fan von Quantenheilung, erlebe es tagtäglich wie wichtig die Ausgewogenheit von Körper, Geist und Seele ist und meines Erachtens gehört auch Homöopathie dazu.
Natürlich hilft es nicht immer, allerdings helfen auch die völlig überteuerten Pillen etc. der Pharmazie nicht immer und in vielen Fällen gibt es noch beachtliche Nebenwirkungen, die eine erneute Behandlung erfordern.
Macht da soviel mehr Sinn?

AW: Quantendingens

von 2xhinschauen am 24.05.2017 um 12:13 Uhr

Keine Antwort auf eine direkte Frage. Ob es quantenphysikalisch wirkende Präparate vielleicht gar nicht gibt?

@Uschi und viele andere... was keine Wirkung hat, hat auch keine Nebenwirkungen.

Homöopathie schadet doch nicht

von Kati Grundmann am 23.05.2017 um 22:45 Uhr

Ich setze ganz klar auf die Selbstheilungskräfte, welche durch naturheilkundliche Verfahren lediglich stimuliert werden dagegen von Schulmedizin (klassisches Beispiel Fieberzäpfchen) eher unterdrückt werden. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Epigenetik sind für mich wegweisend.
Bezüglich Krankenkassen Finanzierung habe ich keinen Schmerz. Die paar wenigen naturmedizinischen Produkte, die ich wirklich benötige habe ich bisher immer selbst bezahlt.
Ich lebe gern unabhängig und mache in dem Geflecht von Pharmaindustrie und Schulmedizin eh nicht mit.
Jeder ist seines Glückes Schmied deshalb vermeide ich auch die Einnahme von z.B. Antibiotika (anti = gegen , bio= das Leben).
Vielen Dank an meine Kinderärztin, die mich und meine Kids auf diesen Weg gebracht hat und mir die Augen geöffnet hat. Meine Kinder haben ein super eigenes Immunsystem!

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AW: Homöopathie schadet doch!

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 23:56 Uhr

Liebe Kati Grundmann
Doch, die Homöopathie schadet, wenn ernsthaft kranken Menschen homöopathisch statt, wenn nötig, richtig behandelt werden. Sie schadet, wenn Eltern ihren Kindern für jeden #§$%& Globuli geben und ihnen damit den Weg in eine zukünftige Medikamentenabhängigkeit bahnen.

Sie schreiben, sie seien gern unabhängig und machen "in dem Geflecht von Pharmaindustrie und Schulmedizin eh nicht mit." Ich nehme daher einfach mal an, dass Sie und Ihre Kinder, gut so, noch nie ernsthaft krank waren - Malaria, Beinbruch, Herzinfarkt, grauer Star u.ä. - vielleicht verstehe ich zuwenig von Naturheilkunde, um zu beurteilen, welchen Wirkungsradius sie hat, aber bei keinem der erwähnten Beispiele taugt sie zur wirksamen Therapie. Da muss die richtige Medizin ran, und die Idee, dass die nur aus Antibiotika und "Chemie" besteht, ist schlicht falsch.

Nebenbei: Ihr Körper besteht übrigens auch aus Chemie.

Und Homöopathie ist KEINE Naturheilkunde, siehe z.B. hier: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/145-argument-die-homoeopathie-ist-doch-naturheilkunde

Lange überfällig ...

von Eine Chronikerin am 23.05.2017 um 19:47 Uhr

Lange überfällig ist es, dass die Homöopathie bzw. überhaupt "Behandlungen" beim Heilpraktiker nicht mehr von den Kassen bezahlt werden.

Die Kasse ist nicht Dein Freund - das wissen genauso wie ich Hunderttausend andere Chroniker und/oder Patienten mit per definitionem sehr seltenen Erkrankungen. Gibt es für ein Präparat keine Zulassung für eine bestimmte Krankheit, was im Falle von Orphan Diseases sehr häufig ist und eine rein finanzielle Frage ist, hat man sehr schnell ein großes Problem: Kein Arzt will Medikamente verschreiben, weil die Kassen sich ja verweigern könnten. Selbst wenn es vom Spezialisten Empfehlungen und/oder Studien, die die Wirkung belegen - leider, leider zu wenige Fallzahlen, keine Chance. Wie bei einer Orphan Disease überhaupt genügend Fallzahlen für eine quantitativ verwertbare Studie herauskommen sollen? Egal.

Nun - da ist man dann halt der Mops. Und ob man mit Pauken und Trompeten trotz universitärer Bildung und bestem Potential durch's Netz rasselt - das ist jedem wurscht, den Ärzten und der Kasse. Ach ja, klagen kann man noch - im Hinblick auf den Nikolaus-Beschluss, den sogenannten, mit ungewissem Ausgang.

Mein Leben wäre wieder lebenswert und ich wieder komplett erwerbsfähig, wenn ich ein Präparat bekommen würde, dass in den Staaten schon längst für/gegen meine Krankheit eingesetzt wird und belegbar wirkt. Bekomme ich aber nicht, vermutlich nicht mal, wenn ich klage. Würde die Kasse zuviel Geld kosten.

Um wieviel netter ist es da, sich als freundliche Krankenkasse darzustellen in der Öffentlichkeit, und Homöopathie anzubieten - damit zielt man ohnehin nur auf die gelangweilte weibliche Akademikerelite, die nicht ernsthaft krank ist und somit das perfekte Klientel darstellt.

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AW: Lange überfällig

von Uschi am 24.05.2017 um 10:50 Uhr

Sehr gut geschrieben. Ich als Hypnose-Coach und Fan von Quantenheilung, erlebe es tagtäglich wie wichtig die Ausgewogenheit von Körper, Geist und Seele ist und meines Erachtens gehört auch Homöopathie dazu.
Natürlich hilft es nicht immer, allerdings helfen auch die völlig überteuerten Pillen etc. der Pharmazie nicht immer und in vielen Fällen gibt es noch beachtliche Nebenwirkungen, die eine erneute Behandlung erfordern.
Macht da soviel mehr Sinn?

AW: Inwiefern ...

von Eine Chronikerin am 25.05.2017 um 12:30 Uhr

... haben wir hier eine gemeinsame Perspektive?

Sorry, aber ... meine Krankheit hat PHYSISCHE Ursachen, ist allerdings sehr selten, weswegen sich Krankenkassen sehr gerne um Kostenübernahme von notwendigen (!) Medikamenten drücken, die meine Erwerbsfähigkeit erhalten.

Den Hinweis hinsichtlich der Balance zwischen Körper, Seele, Geist und weiß nicht was noch empfinde ich als zynisch und menschenverachtend, kenne ihn aber nur zu gut: Meine Tante hatte einen, im Frühstadium behandelbaren Krebs, an dem sehr lange mit Alternativ"medizin" herumgedoktert wurde - und zwar genau so lange, bis er nicht mehr behandelbar war, weil er dermaßen gestreut hatte und so gut wie alle Organe erreicht hatte. Sie ist gestorben. Kommentar der "Heiler" im Bekanntenkreis: Leider, leider hat sie nicht geschafft, Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Sicher betrifft das dann natürlich auch mich: Ich müsste nur an irgendetwas nicht Nachweisbares glauben und/oder endlich mal meinen Geist und Körper in Einklang bringen - DANN, ja dann wäre ich wieder gesund und munter. Sprich: SELBST SCHULD.

Was daran "ganzheitlich" im Sinne von menschenfreundlich, human, etc. sein soll, weiß ich nicht.

Kosten und Nutzen

von dieschwedin am 23.05.2017 um 17:43 Uhr

Es ist kaum zu glauben, man könnte wirklich denken wir leben noch im Mittelalter. Dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt als Luft dürfte mittlerweile wohl jedem aufgegangen sein. Leider schließt sich Herr Gassen davon scheinbar aus. Aber bitte, wenn er diesen Weg für richtig hält, sollte er ihn auch konsequent zu Ende führen und den Ärzten die alternative respektive homöopathische Denkweise verbieten. Dazu könnte ich die Heilpraktiker dann nur beglückwünschen, sie werden einen Zulauf erleben, der seinesgleichen sucht. Denn welche Eltern wollen ihre Kinder mit Chemie belasten, wenn "Zuckerkügelchen" ebenso wirksam sind.
Übrigens finde ich es traurig, dass Herr Gassen nicht einmal darüber informiert ist, wie lang eine Ausbildung zum Heilpraktiker sowie die Fachweiterbildung zum Homöopathen tatsächlich dauert. Auch die Ernennung zum Heilpraktiker bekommt man nicht einfach hinterhergeworfen. Und ein Arzt, der sechzehn Jahre lang studieren muss, sollte besser nicht praktizieren.
Wie groß die Lobby ist erkennt man daran, wieviel Geld für Forschungen, für zum Beispiel ein neues Diabetesmedikament, ausgegeben werden anstatt mehr alternative Heilmethoden zu erforschen. Da sind uns die Schweizer mal wieder einen Schritt voraus. Hier gibt es Studien, die eindeutig die Wirksamkeit von Globuli an Hunden belegen, und bei denen gibt es keinen Placeboeffekt. Allerdings ist bisher noch nicht bekannt, wie es zu der Wirksamkeit kommt, daran wird noch geforscht. Wir können also gespannt sein, wer in Zukunft Recht behält. Bis dahin werde ich meine Patienten mit dem behandeln, was ihnen hilft.

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AW: Kosten und Nutzen

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 19:34 Uhr

@dieschwedin
In Deutschland ist eine Ausbildung zum Heilpraktiker nicht vorgeschrieben, keine theoretische und erst recht keine praktische(!), nur eine Prüfung, die sicherstellen soll, dass diese Leute keinen Schaden anrichten.

Homöopathie an Tieren steht in diametralem Gegensatz zu den Grundfesten der Homöopathie, etwa der Arzneimittelprüfung und der Anamnese. Tiere können nämlich nicht sprechen. Und dass es Plazeboeffekte auch bei Tieren gibt, ist anders als Sie es darstellen bestens bekannt und erforscht, hier nachzulesen mit vielen Verweisen auf entsprechende Originalstudien: http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Tierhomöopathie

betreffend den artikel...

von christian becker am 23.05.2017 um 17:42 Uhr

moin moin herr gassen,

moeglicherweise , sollten sie sich etwas mahr mit homöopathie beschaeftigen und nicht einfach dummes zeug von sich geben!

es ist mir unbegreiflich, wie ein kassen-aerztlicher vertreter homöopathika fuer schlecht halten kann - kost en nix! stoeren ned, fast nie nebenwirkungen! gehen ihenen die ueberteurtern AM´s aus, damit sie sich naechstes jahr wieder beschweren koennen, dass die AM- preise zu hoch sind?

also apotheker gilt fuer mich - wer heilt hat recht!!! das war nicht immer so, aber im laufe der letzten 25 jahre hat sich meine meinung veraendert! wenn ein patient sich mit nem homöopathischen mittel besser fuehlt, dann passt das!

wenn sie das nicht bezahlen wollen - auch ok! dann schreiben sie aber allen ihren versicherten, dass sie dass zukuenftig nicht mehr uebernehmen wollen - lol - allein das porto wuerde moeglicherweise die ausgaben ueberschreiten.

gruesse von nem apotheker


c.b.

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Dann müssen auch Antibiotika gg. Virusinfektion verboten werden

von Ilo Ma am 23.05.2017 um 17:22 Uhr

Nach diesem Prinzip müßten auch die Verordnung von Antibiotika bei Virus-Infektionen verboten werden, oder? Wie sieht es eigentlich da mit den Kosten aus?

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Homöopathie und klassische Medizin sollten Hand in Hand arbeiten

von Annette am 23.05.2017 um 17:20 Uhr

Ich finde es unsäglich, wie, nur damit an der eigenen Position nicht gekratz wird, mit dem Finger auf die anderen gezeigt wird. Die Homöopathie wirkt in vielen Fällen nur durch die ganz und gar ganzheitliche Betrachtung des Klienten. Die Mittel wirken häufig auf verschiedene Bereiche heilend. Es gibt manigfaltig Beispiele, die zeigen, dass Patienten beim Arzt austherapiert waren und die Heilpraktikerin dann doch helfen konnte. Hand in Hand arbeiten und wirklich für die Heilung des Patienten, das wäre eine gute gemeinsame Vision.

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KBV: Acht Punkte Programm im Original

von Dr. Skep am 23.05.2017 um 17:12 Uhr

Interessant ist doch: Im Acht-Punkte-Programm der KBV kommt die Forderung nach einem Homöopathie-Verbot gar nicht vor! Davon kann sich jeder im Originaldokument überzeugen: http://www.kbv.de/media/sp/2017_05_22_KBV__Acht_Punkte_Programm_Strukturwandel.pdf
Ist doch spannend...

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Prinzip von Ursache und Wikung

von André Niehues am 23.05.2017 um 16:39 Uhr

Durch Forderungen dieser Art wird auf jeden Fall deutlich wie gut das Prinzip von Ursache und Wirkung im Bereich der Pharmaindustrie und den Ärzten funktioniert.
Ordentlich Geld verteilen bewirkt auf jeden Fall mehr als nur Placeboeffekte.
Es wird immer leichter zu durchschauen wie kapputt unsere Systeme bereits sind...

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AW: Prinzip von Ursache und Wikung

von Bert am 24.05.2017 um 11:31 Uhr

Dir ist schon bewusst, dass hinter der Homöopathie ebenfalls große, geldgeile Konzerne stecken oder?

Nutzen wissenschaftlich belegt! Einfach mal lesen...

von Susanne Held am 23.05.2017 um 16:23 Uhr

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie hat Mitte 2016 einen Forschungsreader vorgelegt. Im Fazit kommen die Wissenschaftler und Ärzte zu einer klaren Aussage: "Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebo-kontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung potenzierter Arzneimittel." Download des Forschungsreaders: http://www.homoeopathie-online.info/category/forschung/

In diesem Bericht zum Stand der Homöopathie-Forschung werden die Bereiche Versorgungsforschung, randomisierte kontrollierte klinische Studien, Meta-Analysen und Grundlagenforschung zusammenfassend dargestellt. Dies soll einen Beitrag leisten zur Diskussion innerhalb der Homöopathie. Darüber hinaus soll die öffentliche Diskussion über den Forschungsstand der Homöopathie versachlicht werden. - Dazu trägt Herr Gassen nicht bei.

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AW: Nutzen der Homöopathie ist NICHT wissenschaftlich belegt!

von JUK am 23.05.2017 um 16:36 Uhr

Die wohl umfangreichste und wichtigste Studie zu der Frage: "Hat Homöopathie eine Wirkung, die über eine Scheintherapie hinausgeht?" (das Review des australischen Gesundheitsministeriums (NHMRC) 2015) kommt ganz klar zu dem Schluß: Wirkungslos und man fand kein einziges Krankheitsbild, für das die Wirksamkeit einer homöopathischen Therapie zweifelsfrei erwiesen ist.

Ausführlich hier: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/225-stellungnahme-nhmrc

AW: Nutzen wissenschaftlich belegt! Einfach

von Susanne Held am 23.05.2017 um 17:14 Uhr

Lieber JUK,
die australische Homöopathie-Studie des NHMRC ist leider nicht belastbar:
http://www.homoeopathie-online.info/australische-homoeopathie-studie-eine-taeuschung-der-oeffentlichkeit/

AW: Nutzen wissenschaftlich belegt! Einfach

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 19:22 Uhr

Liebe Susanne Held,
die "Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie" (WissHom) steht dem Deutschen Zentralverein der homöopathischen Ärtze (DZVhÄ) nahe, der wiederum vom "Verkauf" der Homöopathie lebt. Solch klare wirtschaftliche Interessen erlauben keine objektive Darstellung des Sachstands, und entsprechend argumentiert dieser "Forschungsreader" seltsam selektiv und mit gutklingenden, aber unpassenden Themen ("Versorgungsforschung").

Zur "homöopathischen Versorgungsforschung" können Sie sicher hier informieren: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=3078

Und zum Verhältnis zwischen Homöopathie und richtiger Wissenschaft hier: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=2962

Jeweils geschrieben von jemand, der keine wirtschaftlichen Interessen an dem Thema hat.

Kosten in homöopathischen Dosen

von Dr. Skep am 23.05.2017 um 16:10 Uhr

Die Technicker Krankenkasse gibt an, 0,01% für Homöopathie auszugeben. - Wird ein Verbot den Beitragszahler entlasten?
Oder anders: 2015 gaben die ges. Krankenversicherungen laut FAZ rund 14 Millionen Euro für homöopathische Medikamente aus. Die Gesemtausgaben der GKV für Medikamente lagen bei mehr als 34 Milliarden. - Die Homöopathie verursacht also Kosten in homöopathischen Dosen.

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Homöopathieverbot?

von Willi Fausten am 23.05.2017 um 15:17 Uhr

Es geht doch nicht um Verbot.
Es geht um`s bezahlen.
Homöpathische Produkte anwenden? Ja.
Bezahlen lassen durch die Gemeinschaft der Versicherten? Nein.

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Das wird aber auch Zeit!

von Klaus Schräder am 23.05.2017 um 15:12 Uhr

Wenn mir jemand eine Krankenkasse nennen könnte, die keine Homöopathie, Unheilpraktiker, TCM und anderen Vodoo bezahlt, werde ich sofort meiner TK kündigen und wechseln!

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AW: Das wird aber auch Zeit

von Britta F. am 23.05.2017 um 16:17 Uhr

Und ich werde von der Techniker-Krankenkasse in eine andere Kasse wechseln, wenn die Homöopathie-Leistungen nicht mehr erstattet werden!!!

AW: Das wird aber auch Zeit

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 19:12 Uhr

@Klaus Schräder
@Britta F.

Einen Überblick mit Stand 2016 bekommen Sie hier: http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Krankenkassen

Wer heilt hat Recht?

von Boeseraltermann am 23.05.2017 um 15:06 Uhr

Wer mit Argument um die Ecke kommt, das Homöopathie alternative Medizin sein, der glaubt auch an alternative Fakten.Entweder ist es Medizin und somit ist ihre Wirkweise klar nachvollziehbar und hat durch entsprechende Doppelblindstudien ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt oder sie ist eben Hokuspokus.Es gibt nichts dazwischen.Der Placeboeffekt ist eben kein Heilen im eigentlichen Sinne.Sondern nur die Ausnutzung der Tatsache das bestimmte Krankheitsbilder durch den Wunsch Gesund zu werden positiv beeinflußt werden können, weil der menschliche Körper gewisse Selbstheilungskräfte besitzt.Jedoch würde das auch mit der kostenlosen Abgabe von Zuckerwürfeln funktionieren, sofern der Patient dran glaubt.Hinter der Homöopathie steckt einen mindestens genauso mächtige Lobby wie bei den Pharmafirmen sonst auch, denn zum Teil werden diese Mittel von Tochterunternehmen der großen Pharmafirmen produziert.Und Aufgrund der Tatsache das niemand die Wirksamkeit seiner Wundermittel nachweisen muß, ist das Zeug extrem billig herzustellen und kann zu horrenden Preisen verhökert werden.Es ist interessant zu sehen, das die selben Leute, welche die Big Pharma kritisieren, vollkommen unkritisch Zuckermurmeln in sich reinschütteln und das zu deutlich höheren Preisen.Und so lange es keine Studie gibt(nein es gibt noch keine einzige), weclhe die Wirksamkeit der Homöopathie nachweist, solnage gehört das Zeug auf den Müll oder wers unbedingt haben will, der soll das Zeugs selber bezahlen.Ich werde es jedenfalls nicht mit meinen Beiträgen finanzieren.

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AW: AW: Wer heilt hat Recht

von Lieberjungermann am 23.05.2017 um 16:32 Uhr

Positive Doppelblindstudien zur Homöopathie gefällig?
http://www.homoeopathie-online.info/homoeopathie-eine-wirkung-ueber-einen-placebo-effekt-hinaus-wurde-in-keiner-studie-jemals-festgestellt/
Homöopathie hat laut Allensbach, Forsa und Co. bereits Millionen Menschen in Deutschland wirksam geholfen... Stimmt: Das sind Millionen von Einzelfällen - die haben sich wohl geirrt ;)

AW: Wer heilt hat Recht

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 19:06 Uhr

@Lieberjungermann
Sie verweisen auf eine Seite des "Zentralvereins der homöopathischen Ärzte" (DZVhÄ), die ein paar angeblich positive Studien auflisten, aber keine der vielen negativen. Der Verein lebt davon, Homöopathie zu verkaufen. Wie neutral oder glaubwürdig soll diese Seite bitte sein?

Zur Beliebtheit: Schusswaffen, übermäßiger Alkoholkonsum und Diskriminierung von Minderheiten sind ebenfalls total beliebt. Das Beliebtheitsargument ist generell wertlos.

Debatte um Homöopathie-Verbot

von Angela Rieß am 23.05.2017 um 14:32 Uhr

Wer heute noch immer abfällig von "Zuckerkügelchen" spricht, sollte vielleicht darüber nachdenken, sich weiterzubilden, eventuell mal in die Quantenphysik abzutauchen und den Horizont zu erweitern. Alles entsteht aus einer Welle, aus Schwingung.
Kommt man in der Folge dann noch auf die Idee, dasss wir Menschen, als hochentwickelte sensible Wesen, nicht auf Informationen reagieren?

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"Wer heilt hat recht" und andere Irrtümer

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 13:57 Uhr

Nein, Frau H, "wer heilt hat recht" ist ein beliebter Trugschluss - auf den ersten Blick plausibel, aber falsch, z.B. hier nachzulesen: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/19-wer-heilt-hat-aber-doch-recht-faq

Un die moderne Medizin bekämpft keineswegs nur Symptome: Sie operiert Tumore und Knochenbrüche, beseitigt Krankheitserreger und Parasiten, transplantiert Organe u.v.m.

Im Gegensatz dazu ist die Homöopathie eine per Definition ausschließlich auf Symptome fokussierte Heilslehre, in der nach ausführlichem Gespräch das eine Symptom herausgearbeitet wird, gegen das man dann mit irgendwelchen Zuckerkugeln vorzugehen meint. In der Homöopathie gibt es keinen Blutdruck, keinen Puls, keine Viren und Bakterien, keine Zellen, keine Nerven, keine Hormone, keine Lymphflüssigkeit, nichts. Nur mündlich geschilderte Beschwerden. Dass diese Untersuchungsmethode sinnvoll ist (nicht als einzige), erkennen übrigens auch Homöopathiekritiker vorbehaltlos an, und jeder gute Arzt befragt neue Patienten nach Hintergründen und Kontexten. Aber der gesamte medizinische Fortschritt der letzten 200 Jahre ist komplett an der Homöopathie vorbeigegangen, während die wissenschaftliche Medizin jeden Tag dazulernt.

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AW: "Wer heilt hat recht" und

von 3xhinschauen am 23.05.2017 um 17:22 Uhr

...Ihr Wissenschaftsbegriff stammt wohl noch aus dem letzten Jahrhundert! Einfach mal skeptisch hinterfragen.

AW: "Wer heilt hat recht" und

von 2xhinschauen am 23.05.2017 um 18:53 Uhr

@3xhinschauen
Ich habe Argumente gebracht. Sie antworten mit einem Angriff auf die Person. Warum tun Sie das? Haben Sie keine Argumente?

AW: Homoöpathie in Rusland

von Harald S. am 23.05.2017 um 17:27 Uhr

Tja, ein Verbot der Homöopathie hat sich bis heute in Russland allerdings noch nicht durchgesetzt. - Wahrscheinlich wieder diese Homöopathie-Lobby.

Quacksalberfortbildungen an Ärztekammern

von Dr. Hans-Werner Bertelsen am 23.05.2017 um 12:23 Uhr

Quacksalberei, die an Ärzte- und Zahnärztekammern als "Fortbildung" verkauft wird, sollten endlich gestoppt werden: http://www.dr-bertelsen.de/documents/Die_Notwendigkeit_einer_Grenzdefinition_im_Bereich_der_aerztlichen_Fortbildung.pdf

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AW: Quacksalberfortbildungen an Ä

von Dr-Skep am 23.05.2017 um 16:45 Uhr

Hmmhm...
60.000 Mediziner in Deutschland wenden komplementärmedizinische Methoden an und sind nach Vorgaben der Ärztekammern, die Sie hier kritisieren, darin ausgebildet. Sie verunglimpfen diese Ärzte hier pauschal als "Quacksalber"... Das müssen wohl alles Dummköpfe sein - nur Sie natürlich nicht.

Globuli sind GUT!!

von Mr. MIR am 23.05.2017 um 12:15 Uhr

Ramen, Mitmenschen!

Bitte überseht nicht, dass Globuli gut sind. Gut wirken. Individuell wirken. Und dass der Placebo-Effekt auch bei Skepitkern wirkt!

Deshalb fordere ich: FSMoPathische Globuli NEBEN homöopathische!

https://fsmosophica.wordpress.com/fsmopathie

Geheiligt sei die Nudel und der Informationszucker!

Ramen.

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kassenärzte fordern Homöopathie-Verbot für Krankenkassen

von gerd behringer am 23.05.2017 um 11:53 Uhr

Prima, nachdem der stern in ausgabe 17 über "gefährliche heilpraktiker" berichtet hat und diese Berufsgruppe, nebst der homöopathie diffamiert hat, folgt der nächste Streich durch den Herrn Andreas Gassen, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Klar die Lobbisten der Schulmedizin sind sehr aktiv und versuchen die Gewinnmaximierung der schulmedizinischen Pharmaindustrie zu unterstützen. Es wäre ein fataler Fehler die Homöopathie nicht mehr durch die Krankenkassen zu unterstützen, ja im Gegenteil sollte genau diese Heilungsmethoden ausgeweitet und der Schulmedizin gleichgestellt werden. Merke: Schulmedizin hat fast immer massive Nebenwirkungen, Homöopathie (richtig verabreicht) nie. Der Hinweis auf die Wirksamkeit von Schulmedizin untermauert durch Studien hinkt. In der Schulmedizin werden für Pharmaindustrie und Ärzteschaft MRD. Gewinne generiert, die unserer aller Geld kosten und die Krankenkassenbeiträge u.a. immer weiter erhöhen.
Homöopathie unterstützt die Selbstheilungskräfte des Menschen. Heilpraktiker haben Zeit für Ihre Patienten und hören ihnen zu, schulmedizinische Mediziner haben oft beides nicht und verordnen nur.
Wie gesagt kann man diese beiden Heilmethoden nicht vergleichen, Beides hat seine Wirksamkeit, Beides kann sich gegenseitig unterstützen. Wichtig ist die Heilung des Patienten.
Es ist zu hoffen,dass die nächste Bundesregierung sich nicht durch das Heer der Lobbisten gegen die Homöopathie entscheidet, sondern endlich auch diese Heilmethoden der Schulmedizin gleichstellt.

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Finanzierungsverbot muss kommen

von Dr. Hans-Werner Bertelsen am 23.05.2017 um 11:50 Uhr

Während die ärztliche Beratung eines Kassenpatienten im Quartal mit 9.- Euro bezahlt wird, erhält der Kassenarzt jährlich 530.-, wenn er Zuckerkugeln feilbietet. Das Verfahren machte vor 200 Jahren Sinn, als die Standardbehandlung der Aderlass war. Durch die Zuckerkugeln kam es zu einer dramatischen Absenkung der Sterblichkeitsrate bei ärztlicher Intervention. Heute wird nur der Pegelstand des Krankenkassen-Geldspeichers damit gesenkt. Die Homöopathie soll erhalten bleiben, wer bestellt, soll selber zahlen. Aber bitte keine solidarische Finanzierung von Glaubenssystemen. Das erhöht nur die Beiträge und die Lohnnebenkosten.

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Homöopathieverbot?

von schäfer am 23.05.2017 um 11:27 Uhr

Wenn es um die Wirksamkeit der ,,Kügelchen,, geht liegt die Erfolgsrate immer noch höher als die Behandlungen gegen Krebs.Wird jetzt auch noch die Krebsbehandlungen aus dem Programm genommen? Wäre eigentlich sinnvoller als die ,,Kügelchen,, zu streichen...( von der Wirkung her) und die Kassen könnten noch mehr Geld sparen....Was machen die eigentlich damit??????
Was für eine sinnfremde Forderung. Werden solche Arbeitszeiten für Hr Gassen auch noch bezahlt? Hier sehe ich auch eine Einsparmöglichkeit.

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AW: Homöopathieverbot

von Marco Körner am 23.05.2017 um 12:29 Uhr

Es geht bei der Debatte nicht um einzelne Erkrankungen. Wenn die Homöopathie nachweislich irgendeine Krankheit (gerne auch Krebs) heilen könnte, gäbe es diese Diskussion nicht.
Nach Ihrer Argumenation müssten die Kassen auch Dämonenaustreibungen und Pendeln übenehmen, solange es Krankheiten gibt, die nicht immer heilbar sind.

AW: Homöopathieverbot

von Stefan Herold am 23.05.2017 um 14:37 Uhr

Ebenso wie die Kügelchen sollten die Kassen auch die Kosten für Gummibärchen übernehmen. Hier kann ich mir aus weitreichender Erfahrung sagen, dass sie bei Kindern sowohl bei Stimmungsschwankungen als auch bei Schmerzen nach Verletzungen sehr schnell zur Genesung beitragen. Allerdings helfen die roten und grünen Gummibärchen viel besser als die gelben. Die Gründe hierfür müssen sicher noch durch Studien erforscht werden.

Finanzierungsverbot muss kommen

von Dr. Hans-Werner Bertelsen am 23.05.2017 um 10:56 Uhr

Viele Patienten können sich Zuzahlungen für Brillen und Zahnersatz kaum noch leisten. Und was machen manche Kassen? Sie werfen das Geld gebündelt zum Fenster heraus. Jährlich zahlen die Kassen bis zu 530.- pro Patient für "Beratungsleistungen Homöopathie". Dafür könnte ein Patient von der Zuzahlung einer Brille und einer Zahnkrone befreit werden. Der Bremer SPD-Antrag setzt Maßstäbe! Sehr gut gemacht!

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Endlich

von Hermann am 23.05.2017 um 10:45 Uhr

Wird auch Zeit, daß der Humbug nicht mehr gezahlt wird. Hat meine volle Unterstützung!

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lm Sinne des Patienten?

von Fred Ho am 23.05.2017 um 10:03 Uhr

Absurder könnte der Angriff auf die Homöopathie nicht sein. Mit fehlenden Wirksamkeitsnachweisen zu argumentieren halte ich für pure Heuchelei.
Entscheidungen sollten immer im Sinne der Gesundheit und der Heilung erfolgen und nicht der Gewinnmaximierung oder des persönlichen Vorteils eines Funktionärs.
Das Problem dabei ist, das Ärzten viel dogmatisches Wissen über Krankheiten beigebracht bekommen und meist nur Symptome behandeln, d.h. sie haben weder von Gesundheit noch von Heilung Ahnung. Was sie wiederum als Patientenführsprecher disqualifiziert.
In den Bereichen wo eine natürliche Heilung scheinbar nicht mehr möglich ist, hat natürlich die "konventionelle Medizien" auch ihren Stellenwert als das was sie im historischen Kontext ist, eine Alternative.

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Debatte um Homöopathieverbot

von Iris H. am 23.05.2017 um 9:11 Uhr

Heißt es nicht, wer heilt hat Recht? Ich selbst habe mich mit identischen Symptomen beiden medizinischen Behandlungsweisen unterzogen. Nach homöopathischer Behandlung bleib ich 17 Jahre vollständig ohne Symptome, die schulmedizinische Behandlung, zeigte nach 9 Jahren wieder die ersten Symptome. In der Debatte wird suggeriert, dass unsere Medizin eindeutig wissenschaftlich "funktioniere", was bekanntermaßen nicht der Fall ist. Beide medizinischen Ansätze sind sehr unterschiedlich und nicht miteinander vergleichbar. Die Homöopathie unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers, die "wissenschaftliche" Medizin unterdrückt Symptome. Vertreter beider Ansätze sollten zum Wohl der Patienten in einen konstruktiven Dialog treten.

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AW: Debatte um Homöopathieverbot

von Mr. MIR am 23.05.2017 um 12:17 Uhr

Wer heilt hat Recht!

Ich selbst habe mich mit identischen Symptomen beiden medizinischen Behandlungsweisen unterzogen. Nach FSMoPathischer Behandlung blieb ich 23 Jahre vollständig ohne Symptome. Die schulmedizinische Behandlung, zeigte nach 9 Jahren wieder die ersten Symptome. In der Debatte wird suggeriert, dass unsere Medizin eindeutig wissenschaftlich "funktioniere", was bekanntermaßen nicht der Fall ist. Beide medizinischen Ansätze sind sehr unterschiedlich und nicht miteinander vergleichbar. Die FSMoPathie unterstützt die Selbstheilungskräfte des Körpers, die "wissenschaftliche" Medizin unterdrückt Symptome. Vertreter beider Ansätze sollten zum Wohl der Patienten in einen konstruktiven Dialog treten.

Ramen.

AW: Debatte um Homöopathieverbot

von Ulrich Berger am 23.05.2017 um 12:34 Uhr

Ihr Selbstversuch hat leider keinerlei Aussagekraft, weil Sie von einer Koinzidenz nicht auf Kausalität schließen können. Dass ein Verfahren "die Selbstheilungskräfte des Körpers unterstützt" ist eine euphemistische Umschreibung des Placeboeffekts. Wirksamkeit meint aber immer eine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus. Und dass die wissenschaftliche Medizin lediglich "Symptome unterdrückt" ist postfaktischer homöopathischer PR-Sprech, den man nicht unkritisch wiederholen sollte. Wenn eine bakterielle Infektion mit Antibiotika geheilt wird, dann hat man keine Symptome unterdrückt, sondern erfolgreich die Ursache (Bakterien) bekämpft.

AW: Debatte um Homöopathieverbot

von Reinhard am 25.05.2017 um 18:24 Uhr

AW Ulrich Berger
Was für eine Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus soll denn noch auftreten, wenn der Placeboeffekt die vollständige Heilung des Patienten zur Folge hat? Das versteh ich nicht.
Und wenn der Erfolg der Homöopathie hauptsächlich auf dem Placeboeffekt beruht...what shalls? Ein amerikanischer oder wars ein britischer Chirurg (der Interessierte möge es googlen), hat Operationen am geschädigten Kniegelenk durchgeführt: echte Eingriffe und bei der Versuchsgruppe vorgetäuschte, ohne direkten Eingriff ins Kniegelenk. Bei beiden Gruppen waren die Erfolgsquoten ähnlich.
Die Selbstheilungskraft des Menschen kann das schwerste gesundheitliche Ungleichgewicht ausbalancieren.
Und was die Bakterien angeht: ein gesundes Körper-Geist-Gleichgewicht erfährt keine gefährdende Infektion mit Bakterien, diese ist die Folge, nicht die Ursache.
Die Weitung des Denkens erfordert Mut!

Chemie statt Hömöopathie

von Anja am 23.05.2017 um 8:56 Uhr

Das ist ja mal wieder typisch - verbieten, was man nicht versteht.
Früher hat man Lepra-Kranke auch einfach ausgesetzt, statt ihnen zu helfen.
Mir hilft seit Jahren ein homöopathisches Mittel gegen meine Migräne - das führte dazu, dass ich nur noch im äußersten Notfall bei Migräne besonderer Stärke zu einem Mittel greifen muss, dass meiner Mutter in den letzten 10 Jahren zu einer seelischen Abhängigkeit von ihrem Medikament verholfen hat.
Mein Mann kann nun dank Homöopathie statt Chemie die Heuschnupfenzeit ohne Cortison und Spritzen überstehen.

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