Landtagswahl Schleswig-Holstein

Wen sollten Apotheker in Schleswig-Holstein wählen?

Kiel - 05.05.2017, 17:45 Uhr

Das Landeshaus in Kiel, Sitz des schleswig-holsteinischen Landesparlamentes (Foto: Carsten Rehder / dpa)

Das Landeshaus in Kiel, Sitz des schleswig-holsteinischen Landesparlamentes (Foto: Carsten Rehder / dpa)


Nächste Etappe im Superwahljahr 2017: Kurz vor der wichtigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen und etwa vier Monate vor der Bundestagswahl steht in Schleswig-Holstein eine richtungsweisende Wahl an. Der DAZ.online-Wahlcheck zeigt: Die FDP kann sich eine Aufweichung des Mehrbesitzverbotes vorstellen, die Grünen denken über Apothekenbusse nach, und die CDU steht zur inhabergeführten Apotheke vor Ort.

Die „Dänen-Ampel“

Im nördlichsten Bundesland regiert derzeit die sogenannte „Dänen-Ampel“, also eine Koalition aus SPD, Grünen und dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW). Der SSW vertritt die dänische Minderheit an der Grenze zu Dänemark, ist von der 5-Prozent-Hürde befreit und war in den vergangenen Jahren erstmals an einer Landesregierung beteiligt. Obwohl die CDU die stärkste Kraft im Landtag ist, stellt sie gemeinsam mit der FDP und der Piratenpartei die Opposition.

Glaubt man den derzeitigen Meinungsumfragen, könnte es für eine Neuauflage der „Dänen-Ampel“ schwierig werden. Die Meinungsumfrageinstitute sehen die SPD von Ministerpräsident Torsten Albig mit leichten Verlusten bei etwa 30 Prozent, die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Günther könnte sogar mit leichten Gewinnen rechnen und etwas über 30 Prozent abschneiden.


„Das Rückgrat für die Versorgung muss die inhabergeführte Apotheke sein.“

FDP-Sprecher


Die Grünen liegen bei knapp 12 Prozent und somit leicht unter dem Ergebnis der letzten Landtagswahl. Die FDP von Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki hingegen steht vor einem leichten Zugewinn und kratzt an der 10-Prozent-Marke. Die Piratenpartei dürfte laut Umfragen aus dem Parlament fliegen, während die AfD in den derzeitigen Umfrageergebnissen an der 5-Prozent-Hürde kratzt.

Als einzige Partei hatte die FDP in ihrem Wahlprogramm die Apotheker explizit erwähnt. In einem kurzen Nebensatz erklärten die Liberalen, dass sie sich vorstellen könnten, bei Versorgungsengpässen auf dem Land Apothekenbusse zu etablieren.

Doch was sagen die anderen Parteien zu den Fragen und Forderungen der Apotheker? DAZ.online hat bei allen Parteien, die laut Meinungsumfragen derzeit eine realistische Chance auf einen Einzug ins Parlament haben, nachgefragt:



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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3 Kommentare

AfD Thesen

von Hanns Regin am 07.05.2017 um 12:47 Uhr

Ich habe mich in diesem Zusammenhang generell mal mit dem Programm der AfD und deren Protagonisten beschäftigt. Infos mal nicht nur von ZDF und ARD eingeholt. Das Programm der AfD scheint in etwa so wie das von CDU/CSU zur Bundestagswahl 2002. Konservativ, liberal, Apotheken-und Mittelstandsfreundlich. Die meisten in der AfD sind ja auch Ex-CDUler. Und ein paar schräge Vögel hat ja wohl jede Partei, man denke nur an Stegner oder Sarrazin von der SPD.

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AfD Thesen

von Hanns Regin am 05.05.2017 um 20:49 Uhr

Auch in Schleswig-Holstein präsentiert sich die AfD als Unterstützer des bewährten Apothekensystems. Bringt einige innovative Ideen ein (Folgerezepte ausstellen, abrechenbarer Bringdienst etc.). Und weist auf den Mangel von Fachpersonal hin. Sachkundige Leute scheinbar dort vorhanden.

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AW: AfD Thesen

von G. Wagner am 07.05.2017 um 11:01 Uhr

Die AfD kann sich noch so "apothekenfreundlich" zeigen. Sie müsste schon (fast) alle ihren anderen Programmpunkte ändern, um wählbar zu sein. Wir sollten diesen Rattenfängern nicht auf den Leim gehen ( und der FDP natürlich auch nicht).

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