Apothekerkammer Brandenburg

Dobbert will gegen Fremdbesitz-Strömungen kämpfen

Potsdam - 03.05.2017, 12:28 Uhr

Kein Verständnis für FDP-Wahlprogramm: Der frisch im Amt bestätigte Brandenburger Kammerpräsident Jens Dobbert kritisiert das FDP-Wahlprogramm und die Forderung nach Apothekenketten. (Foto: LAK BB)

Kein Verständnis für FDP-Wahlprogramm: Der frisch im Amt bestätigte Brandenburger Kammerpräsident Jens Dobbert kritisiert das FDP-Wahlprogramm und die Forderung nach Apothekenketten. (Foto: LAK BB)


Die Landesapothekerkammer Brandenburg hat am heutigen Mittwoch ihre Spitze neu gewählt. Jens Dobbert wurde als Präsident bestätigt, als neuer 1. Vizepräsident wurde Hansjörg Fabritz gewählt. Eine der wichtigen Aufgaben der nächsten Amtsperiode ist für Dobbert, gegen die jüngsten politischen Strömungen pro Fremdbesitz anzukämpfen.

Die Landesapothekerkammer Brandenburg hat bei ihrer konstituierenden Sitzung am 3. Mai ihren Präsidenten, Vizepräsidenten und den Vorstand neu gewählt. Jens Dobbert wurde als Präsident bestätigt – es gab lediglich drei Gegenstimmen. Zum neuen 1. Vizepräsident wählte die Kammerversammlung Hansjörg Fabritz. Sein Vorgänger Eckhard Galys war nicht mehr angetreten. Katrin Wolbring wurde als 2. Vizepräsidentin bestätigt.

Bewegung gab es auch im Vorstand: Fünf der acht bisherigen Beisitzer schieden aus (Stephan Creuzburg, Eckhard Galys, Sigrid Rzeczinski, Clemens Scholz und Annegret Suschowk). Der neue Vorstand setzt sich nun zusammen aus: Alexandra Dreher, Sabine Gohlke, Knut Hanika, Ilka Kunze, Ulrike Mahr, Anke Nedwed, Karen Pank, Tobias Strömer.

Die frisch gewählte Kammerspitze in Brandenburg: Hansjörg Fabritz ist neuer 1. Vizepräsident, Jens Dobbert bleibt Präsident und Katrin Wolbring 2. Vizepräsidentin (v.l.)


Dobbert bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Nun stünden viele Aufgaben bevor. Neben den Folgen des EuGH-Urteils und dem Kampf für das Rx-Versandverbot zeigte sich Dobbert vor allem erschüttert über das jüngst verabschiedete Bundestags-Wahlprogramm der FDP. Erstmals habe eine Partei die Abschaffung des Fremdbesitzes in ihr Wahlprogramm geschrieben. Aber auch unter jungen Vertretern der Union seien Strömungen pro Ketten und Versand auszumachen – möge Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) in Sachen Rx-Versandverbot auch wie ein Fels in der Brandung stehen. Nun müsse man den Ausgang der Bundestagswahl am 24. September abwarten.



Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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1 Kommentar

Viel Glück.....

von Martin Didunyk am 03.05.2017 um 13:13 Uhr

Lieber Herr Präsident,

verfolgen Sie bitte festgelegte Ziele.
Seien Sie klug, umsichtig und experimentierfreudig.

Überdenken Sie, ob viele der heiligen Allianzen unserer Organisation so produktiv und sinnvoll sind, wie wir es gern hätten.
Involvieren Sie aktiv Kolleginnen und Kollegen, die bereit sind sich zu engagieren.
Und vor allem, gestalten Sie bitte die Zukunft anstatt mühevoll die Vergangenheit zu konservieren.

Viel Erfolg

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