Novartis investiert in Thüringen

60 Millionen Euro für Standort Rudolstadt

Rudolstadt - 16.03.2017, 11:26 Uhr

400 neue Arbeitsplätze in Rudolstadt: Novartis-Tochtergesellschaft Aeropharm entwickelt und produziert Asthma-Präparate und Augentropfen für Sandoz. (Foto: dpa) 

400 neue Arbeitsplätze in Rudolstadt: Novartis-Tochtergesellschaft Aeropharm entwickelt und produziert Asthma-Präparate und Augentropfen für Sandoz. (Foto: dpa) 


Der Pharmakonzern Novartis will in den kommenden Jahren seinen thüringischen Standort Rudolstadt mit Investitionen von 60 Millionen Euro stärken. Die dortige Tochtergesellschaft Aeropharm soll zum weltweiten Entwicklungs- und Produktionszentrum für Atemwegspräparate ausgebaut werden. Bis zu 400 neue Jobs werden geschaffen. 

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will den thüringischen Standort Rudolstadt der Tochtergesellschaft Aeropharm zum weltweiten Entwicklungs- und Produktionszentrum für Atemwegsmedikamente ausbauen. Ziel sei es, zum Weltmarktführer für antiasthmatische Generika aufzusteigen. Dafür wird das Unternehmen in den nächsten Jahren 60 Millionen Euro in Rudolstadt investieren und rund 400 neue Jobs schaffen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der Thüringischen Landeszeitung (TLZ), wonach die Investitionen während eines Festaktes zum 15. Firmenjubiläum von Aeropharm angekündigt worden sind.   

Demnach sollen weitere Produktionslinien aufgebaut werden und ein Lager- und Produktionsneubau entstehen. Durch die Expansion soll sich die Zahl der Beschäftigten von derzeit 400 auf 700 bis 800 im Jahr 2020 fast verdoppeln. 

Aeropharm entwickelt und produziert Asthma-Präparate und Augentropfen für Sandoz, dem Generika- und Biosimilarhersteller von Novartis. Laut TLZ werden in Rudolstadt jährlich rund 15 Millionen Arzneimittel hergestellt, die in mehr als 50 Länder verkauft werden. 

Die Wurzeln von Aeropharm reichen bis ins Jahr 1876 zurück. Das zu DDR-Zeiten als VEB Ankerwerk firmierende Unternehmen gehörte nach der Wende zum Firmenverbund des französischen Ophthalmika-Spezialisten Group Chauvin, der im Jahr 2000 seinerseits an den amerikanischen Konzern Bausch & Lomb überging. Seit Ende 2002 firmiert die Aeropharm GmbH als selbständiges Tochterunternehmen in der Sandoz-Gruppe. Nach Unternehmensangaben wurden in den vergangenen 15 Jahren rund 144 Millionen Euro in den Standort Rudolstadt investiert. Wie bei der 15-Jahr-Feier ebenfalls bekannt wurde, wird der bisherige Aeropharm-Geschäftsführer Ulrich Nütz das Unternehmen nach drei Jahren verlassen. An seine Stelle tritt zum 1. April Tarkan Dogru, der seit 13 Jahren für Novartis tätig ist. 


ts / DAZ.online
redaktion@daz.online


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