FAZ-Bericht

Investoren tun sich für Stada-Offerte zusammen

Frankfurt - 07.03.2017, 10:30 Uhr

Viele Investoren sind an einer Übernahme des Pharmakonzerns Stada interessiert. (Foto: dpa)

Viele Investoren sind an einer Übernahme des Pharmakonzerns Stada interessiert. (Foto: dpa)


Mehrere Finanzinvestoren verhandeln laut einem Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ über ein gemeinsames Angebot für den Pharmakonzern Stada. Darunter ist der Private-Equity-Investor Advent – und der Staatsfonds GIC aus Singapur.

Der Finanzinvestor Advent verhandelt laut einem Pressebericht mit zwei Finanzgesellschaften über eine gemeinsame Stada-Offerte. Advent spreche zum einen mit der Beteiligungsgesellschaft Permira über ein gemeinsames Gebot für der Pharmafirma, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Dann würden beide Seiten ein jeweils gleich großes Paket an dem Arzneikonzern erwerben. Zum anderen wolle sich der Staatsfonds GIC aus Singapur als Co-Investor an Stada beteiligen.

Advent hatte im vergangenen Monat ein Angebot für Stada über 3,6 Milliarden Euro plus Übernahme von Schulden unterbreitet. Nun zeichnet sich ein Bieterbündnis zwischen Finanzinvestoren ab. Die Gespräche mit Permira seien sehr konkret, schreibt das Blatt. Beide würden dann als gleichberechtigte Partner agieren. Advent und Permira lehnten gegenüber der Zeitung eine Stellungnahme ab. Auch ein anderes Private-Equity-Haus als Partner Advents sei offenbar noch nicht ganz auszuschließen.

Stada selbst hatte zuletzt mit einer höheren Dividende im Bieter-Rennen aufgerüstet. Dadurch muss der US-Finanzinvestor Advent mehr für eine mögliche Übernahme des nach eigenen Angaben größten unabhängigen Herstellers von Nachahmermedikamenten (Generika) in Deutschland zahlen. Advent hatte 58 Euro je Aktie plus die Ausschüttung für 2016 geboten, um das Unternehmen für rund 3,6 Milliarden Euro komplett zu übernehmen. Der Investor Cinven bot zuvor 56 Euro pro Aktie.

Der MDax-Konzern hatte die Frist zur Annahme der Offerte verstreichen lassen und lässt sich nun offenbar auf ein Bieterrennen ein, um einen noch höheren Preis zu erzielen. Neben Advent hatten zwei andere Beteiligungsgesellschaften Interesse an Stada bekundet, aber noch keine konkreten Offerten abgegeben.

 


dpa / DAZ.online
redaktion@daz.online


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