Rückruf von KCl-lösung

Bei Infusionen auf Partikelfreiheit achten

Stuttgart - 27.02.2017, 16:45 Uhr

Bei Infusionslösungen muss vor der Anwendung immer eine visuelle Prüfung erfolgen. (Foto: Africa Studio / Fotolia)

Bei Infusionslösungen muss vor der Anwendung immer eine visuelle Prüfung erfolgen. (Foto: Africa Studio / Fotolia)


B. Braun Melsungen ruft mehrere Chargen ihres gefärbten 7,45 prozentigen Kaliumchlorid-Infusionslösungskonzentrats zurück. Bei Rückstellmustern wurde vereinzelt Partikelbildung festgestellt. Die Firma weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass bei Infusionslösungen vor der Anwendung immer eine visuelle Prüfung erfolgen muss. 

Zehn Chargen des gefärbten 7,45 prozentigen Kaliumchlorid-Infusionslösungskonzentrats in der 100 ml Durchstechflasche (PZN 06334682) ruft die Firma B. Braun Melsungen zurück. Das teilt die Arzneimittelkommission der Apotheker mit. Betroffen sind die die Chargen mit den Nummern 141648091, 141668091, 142558091, 142568091, 144048091, 144068091, 144658091, 144658092, 150568091, 151058091.

Hintergrund des Rückrufs ist, dass im Rahmen interner Qualitätskontrollen bei Rückstellmustern vereinzelt Partikelbildung festgestellt wurde – und zwar innerhalb der Laufzeit. Aus Gründen der Patientensicherheit habe man sich daher entscheiden, die möglicherweise betroffenen Chargen Kaliumchlorid 7,45 Prozent zurückzurufen, heißt es seitens des Herstellers. Dieser bittet Apotheker nun, ihre Warenbestände zu überprüfen. Die Flaschen mit den genannten Chargen sollen nicht mehr abgegeben und an die Firma zurückgesendet werden, die Ware dann gutschreibt. Infos zur Rücksendung finden Sie hier oder in der DAZ, die am Donnerstag erscheint.

Chargenrückruf: CosmoFer 50 mg/ml 5x2 ml Injektions-/Infusionslösung 

Der Hersteller weist in diesem Zusammenhang noch explizit darauf hin, bei Infusionslösungen vor Verwendung immer eine visuelle Prüfung erfolgen. Vor allem auf Partikel müsse dabei geachtet werden, heißt es. Außerdem sollen nur Infusionsgeräte mit eingebautem Filter (DIN EN ISO 8536-4/8) genutzt werden. Denn solche oder ähnliche Probleme treten immer mal wieder auf. So auch bei einem weiteren Chargenrückruf, den die AMK meldet. Er betrifft CosmoFer 50 mg/ml 5x2 ml Injektions-/Infusionslösung (PZN 01839466). Hier wird die Charge 41219A-4 zurückgerufen. Dem Hersteller Medice waren bei internen Stabilitätsprüfungen bei einigen Ampullen 30-Monatszeitpunkt  sichtbare Anhaftungen aufgefallen. Apotheker sollen auch in diesem Fall prüfen, ob sie das Produkt, das einen Eisen(III)-hydroxid-Dextran-Komplex enthält, in ihrem Lager haben. Alle übrigen Packungen dieser Charge dürfen nicht abgegeben und sollen an den Hersteller zurückgeschickt werden. Mehr Infos zur Rücksendung finden Sie hier oder ebenfalls in der DAZ, die am Donnerstag erscheint.


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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