US-Marktforschungskonzern

Quintiles IMS Holdings wächst nach Fusion

Berlin - 15.02.2017, 10:45 Uhr

Plus nach Merger: Der neu entstandene Marktfroschungs-Riese für den Gesundheitsmarkt Quintiles IMS Holdings konnte nach der Fusion von IMS Health und Quintiles sowohl den Umsatz als auch den Ertrag steigern. (Foto: dpa)

Plus nach Merger: Der neu entstandene Marktfroschungs-Riese für den Gesundheitsmarkt Quintiles IMS Holdings konnte nach der Fusion von IMS Health und Quintiles sowohl den Umsatz als auch den Ertrag steigern. (Foto: dpa)


Nach der Fusion der beiden Marktforscher Quintiles Transnational und IMS Health im vergangenen Jahr hat das neue Unternehmen erstmals Geschäftszahlen für 2016 präsentiert. Demnach legte der auf Marktdaten in der Gesundheitsbranche spezialisierte Konzern bei Umsatz als auch Ergebnis zu.

Es ist die erste gemeinsame Bilanz nach der im Mai 2016 angekündigten und im Oktober 2016 vollzogenen Fusion: Quintiles Transnational und IMS Health haben ihre Zahlenwerke zusammengelegt und sowohl für das Gesamtjahr 2016 als auch das vierte Quartal einen Einblick in die Geschäftsentwicklung gewährt. Um eine bessere Vergleichbarkeit zu den Zahlen des Vorjahres zu ermöglichen, hat der Konzern die 2016er-Bilanz zusätzlich in Relation zu den addierten Zahlen von Quintiles und IMS Health von 2015 gesetzt, als ob die Fusion also bereits am 1. Januar 2015 stattgefunden hätte. Auf dieser Grundlage und unter Annahme eines konstanten Wechselkurses stieg der Konzernumsatz 2016 im Vergleich zur Vorjahreszeit um 7,8 Prozent auf 7,783 Milliarden Dollar, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 9,1 Prozent auf 1,956 Milliarden Dollar kletterte.

Die tatsächlichen Zahlen des fusionierten Konzerns weichen davon allerdings ab: der wies für 2016 einen Umsatz von 5,364 Milliarden Dollar und ein Ebitda von 1,244 Milliarden Dollar aus.

Auch im vierten Quartal 2016 steigerte das Unternehmen den Umsatz, und zwar real um 74 Prozent auf 1,953 Milliarden Dollar im Vergleich zum vierten Quartal 2015. Dagegen lag das Nettoergebnis aufgrund einmaliger steuerlicher Belastungen mit 178 Millionen Dollar im Minus. Darüber hinaus trägt das Unternehmen einen Berg Schulden mit sich. Dieser betrug Ende 2016 mehr als sechs Milliarden Dollar. Dem standen frei verfügbare Mittal in Höhe von rund 1,2 Milliarden Dollar entgegen.

Aktienrückkauf und Ausblick 2017

Im vierten Quartal 2016 kaufte der Konzern in erheblichem Umfang eigene Aktien zurück. Dafür gab Quintiles IMS rund eine Milliarde Dollar aus. Das Management hat zudem die Genehmigung, eigene Aktien im Volumen von weiteren 1,5 Milliarden Dollar erwerben zu dürfen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2017 rechnet der Konzern auf der Basis eines einheitlichen Wechselkurses mit einem Umsatz von 8,1 bis 8,2 Milliarden Dollar und einem Ebitda von 2 bis 2,1 Milliarden Dollar.   

Quintiles IMS ist ein weltweit führender Datendienstleister für den Gesundheitssektor und beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiter in über 100 Ländern. Sowohl Pharmaunternehmen als auch Großhändler, Apotheker und Gesundheitsinstitutionen greifen auf die Informationen des Konzerns zurück, um aktuelle Markteinschätzungen zu erhalten. Im vergangenen Jahr teilten die Quintiles und IMS mit, nach der Fusion ihre Position im Bereich klinischer Tests weiter stärken zu wollen, die Datenlage bei gesundheitsrelevanten Themen zu verbessern und noch speziellere Analysen und Services für Gesundheitsunternehmen und -organisationen anbieten zu wollen.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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