Rekorde beim Export

Deutsche Pharmaprodukte boomen in Asien

Stuttgart - 14.02.2017, 08:00 Uhr

Export plus: China meldet nach dem GTAI-Bericht ein Plus von 25 Prozent, Japan 16 Prozent, Korea 21 Prozent, Taiwan 12 Prozent und Thailand sogar von 32 Prozent. (Foto: nmann77 / Fotolia)

Export plus: China meldet nach dem GTAI-Bericht ein Plus von 25 Prozent, Japan 16 Prozent, Korea 21 Prozent, Taiwan 12 Prozent und Thailand sogar von 32 Prozent. (Foto: nmann77 / Fotolia)


Die deutschen Ausfuhren medizinischer und pharmazeutischer Erzeugnisse nach Fernost haben sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. In fast allen Ländern wurden Importanteile hinzugewonnen.

Die Gesamt-Exporte der deutschen Wirtschaft haben im letzten Jahr ein neues Rekordhoch erreicht. Nach einem Bericht der Außenwirtschaftsagentur der Bundesrepublik Deutschland Germany Trade and Invest (GTAI) sind auch die Ausfuhren medizinischer und pharmazeutischer Erzeugnisse „rekordverdächtig“.

Mit Lieferungen im Wert von 76 Mrd. US-Dollar im Jahr 2015 und einem Anteil von 15 Prozent ist Deutschland nach Angaben von GTAI weltweit der größte Exporteur in diesem Segment. Während die deutschen Ausfuhren medizinischer und pharmazeutischer Erzeugnisse zwischen 2010 und 2015 in die ganze Welt um 15 Prozent zugelegt haben, exportierten deutsche Produzenten in 2015 nach Süd-, Ost- und Südostasien doppelt so viel wie fünf Jahre vorher.

Weiteres Plus in 2016

Für 2016 verzeichnen die regional größten Importeure der Branchenprodukte in Fernost einen weiteren Anstieg der Einfuhren aus Deutschland. China meldet nach dem GTAI-Bericht ein Plus von 25 Prozent, Japan 16 Prozent, Korea 21 Prozent, Taiwan 12 Prozent und Thailand sogar von 32 Prozent. Dies ergibt zusammengenommen eine Steigerung von rund 20 Prozent. 

Wichtigster Abnehmer in Fernost ist China, mit Importen im Wert von 2,4 Mrd. US-Dollar in 2015. Das ist drei Mal so viel wie fünf Jahre vorher. Als zweites großes Empfängerland wird Japan genannt, mit Einfuhren im Wert von 2,3 Mrd. Dollar und einer Wachstumsrate von mehr als 50 Prozent. Selbst die Exporte in Hochtechnologieländer wie die Republik Korea und Taiwan haben sich laut GTAI nach Zahlen von UN Comtrade fast verdoppelt. 



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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