Zwangsschließung in Bonn

83-jährige Apothekerin muss nach 46 Jahren zumachen

Bonn - 01.02.2017, 14:45 Uhr


Soll man die „pflichtbewusste“ Kollegin aus dem Bonner Stadtteil Lengsdorf nun bewundern oder bedauern? Wie der Bonner Generalanzeiger am Mittwoch berichtet, hat das Bonner Gesundheitsamt der 83-jährigen Inhaberin der Falken-Apotheke den Laden dichtgemacht. Der Grund: Verstöße gegen die Apothekenbetriebsordnung.

Wie der Bonner Generalanzeiger (GA) am heutigen Mittwoch berichtet, muss eine 83-jährige Apothekerin aus Bonn schweren Herzens von ihrer Offizin Abschied nehmen. 46 Jahre lang habe Ursula Knott ihre Falken-Apotheke an der Villemombler Straße in Lengsdorf betrieben, jeden Kunden beim Namen gekannt. Nun musste sie auf behördliche Anordnung zumachen. Seit dem 20. Januar dürfe sie keine Kunden mehr in den Räumen ihrer Apotheke und des benachbarten Reformhauses bedienen. Die Eingangstür sei amtlich versiegelt worden.

Verstöße gegen die Apothekenbetriebsordnung

Über die genauen Gründe der Schließung wollten weder Ursula Knott noch die Stadt Bonn reden, schreibt der für den Stadtteil zuständige GA-Redakteur Rolf Kleinfeld. Eine Sprecherin des Presseamtes habe dem GA jedoch mitgeteilt, das Gesundheitsamt habe Hinweise erhalten, dass die Apothekenbetriebsordnung dort nicht eingehalten werde. Daraufhin habe im Dezember eine Begehung in der Apotheke stattgefunden. Die Besitzerin habe danach einen Bescheid bekommen, mit einer Frist und den Angaben, welche Mängel abgestellt werden müssten, damit der Betrieb weitergehen könne. 



Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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2 Kommentare

Schließung

von Kathrin am 23.09.2017 um 11:11 Uhr

Sehr sehr schade um die Schließung dieser Apotheke. Ich war dort jahrelang einkaufen. Für Frau Knott tut es mir von meinem ganzen Herzen leid das sie ihre Apotheke schließen musste. Für ihre Mitarbeiterinnen tut es mir ebenso leid. Ich bin dort immer sehr gerne hingegangen.

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Schließung

von Ratatosk am 01.02.2017 um 18:36 Uhr

Hier knallhart am Buchstaben klebend, Ermessensspielraum ? bei kleinen unbekannt.
An die tollen Lieferanten, die beliebte Rabattsponsoren z.B in Indien sind und schon mal alle Abwässer ungefiltert einleiten - ist den zuständigen ? gibt es die wirklich ? Behörden zu viel Arbeit. Müßte man ja hinfahren und schauen und wäre zur Brotzeit nicht zurück.

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