Barthold Piening

Stada mit neuem Vorstandsmitglied und Vergütungssystem

Bad Vilbel - 23.01.2017, 11:55 Uhr

Der Pharmakologe Barthold Piening wird Forschungsvorstand beim Generikahersteller Stada. (Foto: Unternehmen)

Der Pharmakologe Barthold Piening wird Forschungsvorstand beim Generikahersteller Stada. (Foto: Unternehmen)


Als neuer Forschungsvorstand wechselt der Pharmakologe Barthold Piening aus der Schweiz zum Bad Vilbeler Pharmaunternehmen Stada. Parallel will die Firma die Vorstandsvergütung überarbeiten und zukünftig verstärkt erfolgsabhängige Zahlungen leisten.

Mit Wirkung spätestens zum 1. Juli 2017 wechselt der promovierte Pharmakologe Barthold Piening als neues Vorstandsmitglied zum Pharmakonzern Stada, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dort wird er die Bereiche Produktion, Forschung und Entwicklung, Biotechnologie sowie Qualitätssicherung und -kontrolle verantworten, die bislang kommissarisch vom Vorstandsvorsitzendenn Matthias Wiedenfels und vom Finanzvorstand Helmut Kraft, mitverantwortet wurden.

Der 58-jährige Piening war bislang Betriebsdirektor (Chief Operations Officer) beim Schweizer Unternehmen Acino, das im Bereich pharmazeutischer Dosierungstechnologien aktiv ist. Zuvor arbeitete Piening für die japanische Pharmafirma Takeda Pharmaceutical sowie für Nycomed. Das Unternehmen wurde im Jahr 2011 von Takeda übernommen.

„Wir freuen uns, mit Herrn Dr. Piening einen Experten gefunden zu haben, der das Vorstandsteam der STADA mit seiner ausgewiesenen Fähigkeit zur effizienten Produktionssteuerung hervorragend ergänzen wird“, erklärte der Aufsichtsrats-Vorsitzende von Stada, Ferdinand Oetker, in einer Mitteilung. „Wir verstärken damit gezielt die Kompetenz des Führungsgremiums und schaffen so im Vorstand den nötigen Freiraum, um die eingeleitete strategische Weiterentwicklung der STADA-Gruppe nachhaltig voranzutreiben.“

Zeitgleich mit der Verkündung des neuen Vorstands hat der Stada-Aufsichtsrat Grundzüge seines neu entwickelten Vorstandsvergütungssystems präsentiert – und nach eigener Aussage die „wesentlichen Kritikpunkte der Hauptversammlung 2016 aufgenommen“. Zukünftig soll unter anderem die Rentabilität des Kapitals von Stada als Kennziffer für variable Vorstandsbezüge herangezogen werden. „Um die Erfolgsgebundenheit der Vergütung zu verstärken, wurde die Vergütungsstruktur zugunsten höherer variabler Anteile verändert“, erklärte das Unternehmen. Außerdem seien Klauseln zur Einbehaltung beziehungsweise Rückholung variabler Vergütungsbestandteile „weiterentwickelt“ worden. „Das neue System soll der am 8. Juni 2017 stattfindenden Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt und wird im Zuge dessen näher erläutert“ werden, heißt es in der Erklärung von Stada.


hfd / DAZ.online
redaktion@daz.online


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