TV-Tipp

Organspenden – zwischen Tod und Hoffnung

Berlin - 23.01.2017, 17:10 Uhr

Was machen die Ärzte bei der Organentnahme und was bedeutet das für den Leichnam und die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen zu verabschieden? (Foto: ARD)

Was machen die Ärzte bei der Organentnahme und was bedeutet das für den Leichnam und die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen zu verabschieden? (Foto: ARD)


Mehr als 10.000 Todkranke stehen in Deutschland auf der Warteliste für ein neues Organ, doch die Hoffnung ist gering. Denn die Zahl der Organspenden ist auf einem Tiefstand – wohl auch aus Verunsicherung nach den Skandalen um die Organverteilung und weil vielen das Konstrukt der Hirntoddiagnostik nicht geheuer ist. Ein ARD-Film will aufklären. 

Regelmäßig werden wir alle aufgefordert, einen Organspendeausweis auszufüllen. Doch viele drücken sich vor dieser Entscheidung, auch aus Angst, was das Kreuzchen auf dem Ausweis bedeuten könnte. Der Film „Organspenden – zwischen Tod und Hoffnung“, gedreht hauptsächlich an der Uniklinik Freiburg, will eine Grundlage schaffen für eine informierte Entscheidung.

Die „Story im Ersten“ zeigt dafür alle Seiten der Organspende: Von der Einlieferung eines Sterbenden ins Krankenhaus über Hirntoddiagnostik und Entnahme der Organe bis zum Umgang mit dem Leichnam. Auf der anderen Seite vom verzweifelten Warten auf ein lebensrettendes Organ über die riskante Transplantation bis zum Leben mit dem neuen Organ.

Über zweieinhalb Jahre wurde an dem Film gearbeitet, dabei über viele Wochen auf verschiedenen Intensivstationen gedreht. Autor Patrick Hünerfeld dokumentiert die Schicksale der betroffenen Menschen. Mit seinen Kamerateams begleitete er sowohl Menschen, die auf ein Organ warten, als auch Menschen, die am Ende ihre Organe spenden – oder auch nicht, weil sie die notwendigen Kriterien nicht erfüllen oder sich ganz bewusst dagegen entschieden haben.

Dabei  zeigt und erklärt der Film, wie mit möglicherweise hirntoten Patienten umgegangen wird, wie auch die Angehörigen betreut werden, wie eine Hirntoddiagnostik durchgeführt und dabei sichergestellt wird, dass der Patient wirklich tot ist. Denn das ist eine Frage, die viele beschäftigt: Wie lebendig oder tot ist der Spender, wenn er beatmet und mit schlagendem Herz in den Operationssaal zur Organentnahme kommt? Was machen die Ärzte bei der Organentnahme und was bedeutet das für den Leichnam und die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen zu verabschieden?   

TV-Tipp

Die Story im Ersten: Organspende – zwischen Tod und Hoffnung, 23. Januar 2017, 22.45 Uhr im Ersten (Autor: Patrick Hünerfeld, Redaktion: Martin Schneider)


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