Unternehmenszahlen

Phoenix steigert Umsatz durch Aufkäufe im Ausland

Mannheim - 20.12.2016, 14:20 Uhr


In den ersten neun Monaten seines aktuellen Geschäftsjahres konnte der Pharmagroßhändler Phoenix insbesondere durch Zukäufe im Ausland seine Unternehmenszahlen steigern. Der Gesamtertrag stieg auf 1,9 Milliarden Euro – doch das bereinigte Ergebnis nach Steuern sank.

Von Februar bis Oktober 2016 konnte die Phoenix-Gruppe ihren Umsatz um 662 Millionen Euro auf 18 Milliarden Euro steigern, meldete der Großhändler. Dies bedeutet einen Anstieg um 3,8 Prozent – oder wechselkursbereinigt sogar 5,1 Prozent – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs beruhe im Wesentlichen auf dem Kauf der Mediq Apotheken – zusammen mit Celesio übernimmt der Großhändler rund 500 der Apotheken – und seinem Nord- und Osteuropageschäft, erklärte Phoenix in einer Pressemitteilung.

Innerhalb der neun Monate konnte die Unternehmensgruppe ihren Gesamtertrag um 90,4 Millionen Euro auf 1,9 Milliarden Euro steigern. Allerdings lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 295 Millionen Euro rund 46 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. „Ursächlich hierfür sind vor allem der spürbare Margendruck in mehreren Märkten und Sondereffekte“, erklärte Phoenix. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern sei von 155 Millionen Euro um 11 Millionen Euro auf 143 Millionen Euro zurückgegangen.

Ausblick nun „positiv“

Im Dezember 2016 hab die Ratingagentur Fitch das Rating für Phoenix mit „BB“ bestätigt, erklärte der Großhändler. Gleichzeitig habe die Agentur den Ausblick von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. Fitch habe die Einstufung mit der führenden Stellung im pharmazeutischen Großhandel zahlreicher europäischer Märkte begründet – wie auch der wachsenden Präsenz des Unternehmens im margenstärkeren Einzelhandel.

„Durch eine immer intensivere länderübergreifende Zusammenarbeit und zielgerichtete Akquisitionen wird Phoenix immer mehr zu einem europaweit integrierten Gesundheitsdienstleister“, erklärte Oliver Windholz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe. So habe Phoenix im dritten Quartal in Montenegro den Pharmagroßhändler Farmegra d.o.o. und die nationale Apothekenkette Apoteka Lijek PZU gekauft. „Mit seinem Expansionskurs hat das Unternehmen damit einen weiteren Groß- sowie Einzelhandelsmarkt in Süd-Osteuropa erschlossen“, erklärte der Pharmagroßhändler. 


hfd / DAZ.online
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Optimierungsprogramm Phoenix Forward bringt Kündigungen mit sich

Phoenix leidet unter Rabattschlacht

Trotz Gewinneinbruch weiter Marktführer in Europa

Phoenix festigt Position

Mannheimer Pharmahändler

Phoenix wächst zum achten Mal in Folge

Digitalisierung, Pandemiemanagement, Investitionen

Phoenix Gruppe baut Marktposition aus

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.