„Gefahr für Patienten“

ARD-Magazin Kontraste kritisiert Lieferengpässe

Stuttgart - 24.11.2016, 17:45 Uhr

Lieferengpässe sind für Apotheker wie Kunden oft mehr als nur ein Ärgernis. (Foto: Screenshot)

Lieferengpässe sind für Apotheker wie Kunden oft mehr als nur ein Ärgernis. (Foto: Screenshot)


Engpässe bei Arzneimitteln gehören zum Alltag in Deutschland, prangert das ARD-Magazin „Kontraste“ am heutigen Donnerstagabend an. Pharmakonzerne und Händler machen Geschäfte auf Kosten der Patienten, ist die Botschaft des Beitrags. Auch die vom Bundestag beschlossenen Änderungen im  Arzneimittelgesetz kommen nicht gut weg.

Der Betablocker Metoprolol retard: „Ausverkauft!“, heißt es in der Sendung des ARD-Magazins „Kontraste“ vom heutigen Donnerstag, die um 21.45 Uhr zu sehen ist. „Es ist so, dass das Präparat, was Sie bekommen, von der Firma nicht lieferbar ist“, muss ein Apotheker seiner Kundin erklären. 

Unter dem Titel „Arzneimittelversorgung gefährdet: Pharmakonzerne und Händler machen Geschäfte auf Kosten der Patienten“ widmet sich das Politikmagazin einem Thema, das unter Apothekern weithin bekannt ist – den Lieferengpässen. Wie auch der Beitrag betont, gehören diese „inzwischen zum Alltag in Deutschland“.

Das vierte AMG-Änderungsgesetz, das kürzlich vom Bundestag verabschiedet wurde, greift das Thema Lieferengpässe auf – jedoch auch aus Sicht der Bundesärztekammer deutlich zu sanft. Zwar können manche Defekte von Impfstoffen frühzeitiger erkannt und von Fachgesellschaften so Alternativen aufgezeigt werden, doch ansonsten bleibt fast alles beim Alten – sodass auch das ARD-Magazin „Zweifel“ an der Wirksamkeit der Gesetzesänderungen hat. „Dabei haben die Pharmaunternehmen und Großhändler schon heute einen Sicherstellungsauftrag, dem sie offensichtlich nicht nachkommen“, kritisiert „Kontraste“. 


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