Kooperation

Apotheken Umschau und ADAC wollen Zusammenarbeit ausbauen

Düsseldorf - 23.11.2016, 08:30 Uhr

Ein Faltblatt zur Ersten Hilfe haben Apotheken Umschau und ADAC gemeinsam entworfen. (Foto: Screenshot DAZ.online)

Ein Faltblatt zur Ersten Hilfe haben Apotheken Umschau und ADAC gemeinsam entworfen. (Foto: Screenshot DAZ.online)


Nachdem in den November-Ausgaben beider Magazine erfolgreich eine gemeinsame Aktion zum Thema Erste Hilfe gelaufen ist, wollen die Verlage auch in Zukunft kooperieren. Verschiedene Projekte seien dafür denkbar, heißt es. Auch die Apotheke vor Ort einzubinden, sei eine Möglichkeit.

„Eine unfallfreie Fahrt wünscht Ihnen die Apotheken Umschau in Kooperation mit dem ADAC“ – wer die November-Ausgabe der ADAC Motorwelt oder der Apotheken Umschau gelesen hat, ist am Ende eines Artikels zum Thema „Erste Hilfe“ auf diesen Hinweis gestoßen. Gedruckt ist er auf einen heraustrennbaren Faltplan, der verschiedene Maßnahmen zur Ersten Hilfe illustriert erklärt.

Die Macher der beiden Magazine zeigen sich sehr zufrieden mit der Kooperation und denken bereits über die Zukunft nach: „Auf jeden Fall wird diese Zusammenarbeit ausgebaut. Die Resonanz war so gut und die sich bietenden Möglichkeiten so groß, dass wir die Zusammenarbeit auf jeden Fall ausbauen werden, sowohl im Bereich der Redaktion als auch im Verlag“, sagt Andreas Arntzen, CEO des Wort & Bild-Verlages, der die Apotheken Umschau herausgibt. 

Für den Verbraucher kostenlose Magazine mit großer Reichweite

Beide Magazine haben laut Statistik jeweils über 14 Millionen Leser und zählen damit zu den reichweitenstärksten in Deutschland. Die ADAC Motorwelt erhält jedes Mitglied des Automobil-Clubs kostenlos jeden Monat zugesandt, die Apotheken Umschau liegt ebenfalls für den Verbraucher kostenlos in den meisten Apotheken in Deutschland aus oder wird vom Apotheker den Patienten mitgegeben.

Die Idee zur Kooperation sei inhaltlich begründet gewesen, erklärt Arntzen. „Die Überlappung unserer Themenschwerpunkte – Mobilität und Gesundheit – ist beträchtlich. Zum Beispiel im Herbst und Winter, wenn Nebel, Schnee und Eis das Risiko von Verkehrsunfällen erhöhen. Da lag es nahe, unsere großen Reichweiten zu bündeln und möglichst vielen Leserinnen und Lesern eine praktische Erste-Hilfe-Anleitung anzubieten“, sagt der CEO.

Schwerpunkt Kundenzeitschriften

Die meisten Apotheken in Deutschland bieten ihren Kunden eine Kundenzeitschrift an. Gleich mehrere Verlage kämpfen um die Gunst der Apotheken, die diese Zeitschriften für ihre Kunden bezahlen. Dementsprechend groß und vielseitig ist der Markt an Zeitschriftentiteln für diese Zielgruppe. Doch das Echo ist bei den Apothekern geteilt. Einerseits sind Kundenzeitschriften ein äußerst wertvoller Imageträger für die Apotheken, andererseits sind sie ein nicht unwesentlicher Kostenfaktor. Zudem besteht eine hohe, durchaus von bestimmten Anbietern noch geförderte Erwartungshaltung seitens der Kunden, dass ein konsequentes „Nein“ überlegt sein will. Die Apotheken befinden sich wie so oft in einer Zwickmühle.

DAZ-Abonnenten lesen mehr hier oder in DAZ 2016, Nr. 34 auf Seite 39.

Apotheken vor Ort könnten zukünftig an Aktionen beteiligt sein

Laut einer Umfrage der Apotheken Umschau wüssten zwölf Prozent der Autofahrer nicht, wo sich ihr Verbandskasten im Fahrzeug befindet, oder was darin sei. Da habe ganz konkreter Handlungsbedarf bestanden, sagt Arntzen. In der Zukunft kann er sich aber vorstellen, dass eine Kooperation noch über dieses Thema hinausgeht. „Da ließen sich noch viele Projekte gemeinsam umsetzen“, sagt er. Das Ziel sei dabei immer, einen möglichst großen gesundheitlichen Nutzen für die Leserinnen und Leser zu erreichen. „Auch die Apotheke vor Ort kann dabei in vielfältiger Weise eingebunden sein – etwa durch das Zusammenstellen einer Reiseapotheke und die individuelle Beratung dazu“, sagt Arntzen. Man werde Möglichkeiten für weitere Kooperationen mit der ADAC Motorwelt entsprechend ausloten.

Ein Mehrwert für die Leser sei wichtig

Prinzipiell seien aber auch andere Zusammenarbeiten möglich. „Wir werden Kooperationen mit anderen reichenweitenstarken Magazinen prüfen und bei der Auswahl sehr behutsam agieren“, sagt der Wort & Bild-CEO. „Die Sinnhaftigkeit muss so nachvollziehbar und logisch sein, wie es zwischen der Apotheken Umschau und dem ADAC der Fall ist.“

Man gehe solche Kooperationen aber ein, um den Lesern einen deutlichen Mehrwert bieten zu können, sagt er. „All unser unternehmerisches Handeln richtet sich danach aus, und deshalb werden wir auch versuchen, solche Aktionen auszubauen. Gemeinsam kann man noch viel besser die Produkte, Services und Leistungen für den Leser optimieren“, sagt Arntzen.

Die Checkliste zu Ersten Hilfe gibt es auch in den Online-Angeboten von Apotheken Umschau und ADAC als pdf zum Download.


Volker Budinger, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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