Konsum und Medizinalhanf

Mehrere US-Staaten stimmen für Freigabe von Cannabis

San Francisco - 09.11.2016, 17:30 Uhr

Es ging nicht nur um Donald Trump: In mehreren Bundesstaaten wurde die private wie medizinische Verwendung von Cannabis liberalisiert. (Foto: olyas8 / Fotolia)

Es ging nicht nur um Donald Trump: In mehreren Bundesstaaten wurde die private wie medizinische Verwendung von Cannabis liberalisiert. (Foto: olyas8 / Fotolia)


Während die Republikaner die Präsidentschaftswahl gewinnen, können auch US-amerikanische Cannabis-Anhänger Erfolge verbuchen: Bei Abstimmungen in mehreren Bundesstaaten setzt sich der Trend zur Legalisierung von Marihuana fort. Mehrere Staaten votierten außerdem für den medizinischen Gebrauch von Cannabis.

Legales Kiffen ist in den USA auf dem Vormarsch. Die Wähler in Kalifornien haben sich nach Hochrechnung für die Freigabe der Droge für den Privatgebrauch ausgesprochen. Der Volksentscheid „Prop 64“ sieht vor, dass Bürger ab 21 Jahren das Rauschmittel in kleinen Mengen besitzen und bei sich zu Hause sechs Cannabis-Pflanzen anbauen dürfen.

Der Staat will Verkaufs- und Anbausteuern erheben und damit von der Legalisierung der Droge zum Genussmittel finanziell profitieren. Medizinisches Marihuana war in Kalifornien bereits 1996 legalisiert worden.

Auch in Massachusetts und Nevada stimmten die Wähler dem Freizeitgebrauch zu, in Arizona scheiterte dagegen ein entsprechendes Volksbegehren. 

Insgesamt acht US-Bundesstaaten erlauben den Konsum von Cannabis: In den vergangenen Jahren hatten bereits Staaten wie Colorado, Washington, Alaska und Oregon für die Freigabe der Droge gestimmt. Auch in der Hauptstadt Washington D.C. ist das Kiffen legal. Nach Bundesgesetzen ist Marihuana aber weiter eine illegale Droge.

In mehreren Staaten wurde auch die Anwendung von Marihuana für medizinische Zwecke zugelassen. Die Wähler in Florida und North Dakota votierten für die Freigabe von Medizinalhanf, in Montana stimmten sie für eine Lockerung strikter Vorschriften. „Das ist ein wichtiger Wendepunkt“, erklärte Tom Angell, der sich in Florida für die Initiative zur Freigabe von Cannabis für medizinische Zwecke eingesetzt hatte. „Nach der Entscheidung in Florida hat nun die Mehrheit aller US-Staaten Gesetze, die es Patienten erlauben, mit Medizinalhanf ihre Symptome zu verbessern“, sagte er gegenüber der „Washington Post“.


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