Rheinische Post

Gesetz zum Rx-Versandhandelsverbot in Planung

27.10.2016, 21:55 Uhr

Gröhe hat sich beim DAT zu den Apothekern bekannt. Lässt er jetzt Taten folgen? (Foto: Schelbert / DaZ)

Gröhe hat sich beim DAT zu den Apothekern bekannt. Lässt er jetzt Taten folgen? (Foto: Schelbert / DaZ)


Gesundheitsminister Hermann Gröhe will offensichtlich tatsächlich den Versand von rezeptpflichtigen Arzneimitteln verbieten. Er soll seine Experten beauftragt haben, ein entsprechendes Gesetz vorzubereiten. Das berichtet die Rheinische Post am Donnerstagabend in ihrer online-Ausgabe. 

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte sich bereits nach der Verkündung des EuGH-Urteils öffentlich hinter die Apotheker gestellt. Dem scheint er jetzt Taten folgen zu lassen. Wie die Rheinische Post am Donnerstagabend berichtet, soll es bereits konkrete Pläne geben, den Versandhandel mit Rx-Arzneimitteln in Deutschland zu verbieten. Dem Bericht zufolge soll ein Spitzengespräch mit den Apothekerverbänden und anderen Experten entscheidend zum Entschluss beigetragen haben. Gesundheitsminister Gröhe soll ein entsprechendes Gesetz vorbereiten lassen, heißt es bei der RP unter Berufung auf Regierungskreise.  

Mehr zu den Hintergründen lesen Sie im Laufe des Freitags auf DAZ.online. 


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7 Kommentare

Pfründe...

von Christian Redmann am 28.10.2016 um 10:38 Uhr

Markus T. - wir haben nur keine Pfründe mehr, die es zu sichern gilt. Das Präkariatsvorurteil der "reichen Apothekerschaft", das "sogar" von den Kollegen der Ärzteschaft kolportiert wird, trifft seit mindestens 20 Jahren nicht mehr zu.

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Gröhe

von Frank ebert am 27.10.2016 um 23:04 Uhr

Ich würde ihm die Füße küssen. Es wäre ein Wunder und mehr als gerecht nach dieser unsäglichen Urteilsbegründung !

» Auf diesen Kommentar antworten | 4 Antworten

AW: Gröhe

von Dr. Radman am 28.10.2016 um 9:26 Uhr

Sie sollen niemanden die Füße küssen. Es ist seine Pflicht die Bevölkerung zu schützen und für fairen Wettbewerb zu soregen....

AW: Gröhe

von Markus T am 28.10.2016 um 10:08 Uhr

....bei allem Respekt... das Argument, die Bevölkerung zu schützen ist so durchschaubar. Warum stellt sich die Apothekerschaft nicht dem Wettbewerb wie er in anderen Branchen schon üblich ist (ja ich gebe zu, auch mit der ein oder anderen Schattenseite), aber auf so plumpe Weise nur die eigenen Pfründe sichern zu wollen, hat nichts mit Patientenschutz zu tun, sondern nur mit dem Schutz der eigenen Geldbörse.

AW: Gröhe

von Rolf Jägers am 28.10.2016 um 10:37 Uhr

@Marcus T
sicherlich haben Sie - wie die meisten anderen - nur die Zeitungsartikel gelesen. Diese haben ja leider alle nicht erwähnt, dass die Rahmenbedingungen der ausländischen Versender sich deutlich von denen einer deutschen Apotheke unterscheiden. Andere Einkaufskonditionen und MwSt.-Differenzen ermöglichen natürlich Bonus-Zahlungen, ohne am Ende mit einem schlechteren Ertrag als deutsche Apotheker dazustehen.
Natürlich stellen wir uns dem Wettbewerb, dann sollten aber die Voraussetzungen vergleichbar sein...

AW: Gröhe

von Jochen Ebel am 28.10.2016 um 11:07 Uhr

Herrn Gröhe geht es nicht um die deutsche Präsenzapotheke oder die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sondern um die Vermeidung von 1,3 Mrd € Mehwertsteuerverlusten

Respekt!

von Ulrich Ströh am 27.10.2016 um 22:22 Uhr

Respekt!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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