Gewinnrückgang

Generika-Konkurrenz schmerzt Novartis

Basel - 25.10.2016, 11:00 Uhr

Novartis hat seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Dass in der Apotheke auch günstigere Nachahmerprodukte zu haben sind, beschert Gewinnrückgänge. (Foto: picture alliance / AP Photo)

Novartis hat seine Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Dass in der Apotheke auch günstigere Nachahmerprodukte zu haben sind, beschert Gewinnrückgänge. (Foto: picture alliance / AP Photo)


Novartis hat sein Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. Der Reingewinn im Kerngeschäft ging um vier Prozent zurück – auf 2,94 Milliarden US-Dollar. Schuld soll die generische Konkurrenz sein. Besonders schmerzt die Schweizer der Patentablauf von Imatinib (Glivec). Man habe aber aber mit neuen Arzneimitteln gegensteuern können, teilte Novartis mit. 

Der Pharmakonzern Novartis hat im dritten Quartal wegen der Konkurrenz durch Generika einen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Schweizer Unternehmen drückt vor allem der Verlust der Exklusivrechte für sein Krebsmittel Glivec (Imatinib). Mit mehreren neuen Arzneimitteln konnte Novartis aber etwas gegensteuern, wie der Konzern am Dienstag in Basel mitteilte. So wachsen beispielsweise die Umsätze für Gilenya (Fingolimod) weiter im zweistelligen Bereich. Cosentyx (Secukinumab) sei auf dem Weg, im ersten Jahr nach der Zulassung ein Blockbuster zu werden, erklärt Novartis. Und auch für das Herzmittel Entresto (Valsartan / Sacubitril) sollen die Umsätze zunehmen. Im dritten Quartal lagen sie bei 53 Millionen US-Dollar. Doch die Erwartungen, mit den neuen Wirkstoffen die sinkenden Umsätze früherer Verkaufsschlager wettzumachen, konnten die Hoffnungsträger offenbar nicht erfüllen. Mit einer Verstärkung der Vertriebsaktivitäten will Vorstandschef Joseph Jimenez gegensteuern.  

Insgesamt ging der Reingewinn im Kerngeschäft im dritten Quartal um vier Prozent auf 2,94 Milliarden US-Dollar zurück. Das war aber noch besser als von Analysten erwartet. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 12,1 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen bestätigte seine Ziele für das Gesamtjahr. Mut machen den Schweizern unter anderem mehrere positive Studienergebnisse zu neuen aussichtsreichen Arzneimitteln aus den vergangenen Wochen.

In den roten Zahlen hingegen steckt die Augensparte Alcon. Dort läuft ein Sanierungsprogramm, das bislang aber noch nicht die von Analysten erwarteten Effekte hat.Bedeckt hielt sich Jimenez zu Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Novartis-Anteile am Konkurrenten Roche. Entscheidend dafür sei, was mit dem Verkaufserlös geschehen solle.


dpa-AFX / DAZ.online
redaktion@daz.online


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