Siemsen vs. Schmidt

Kandidaten-Duell bei der ABDA?

Stuttgart - 07.10.2016, 15:50 Uhr

Wird das Duell um den Apotheker-Thron öffentlich ausgetragen? Pläne dafür gibt es auf jeden Fall. (Foto: alphaspirit / Fotolia)

Wird das Duell um den Apotheker-Thron öffentlich ausgetragen? Pläne dafür gibt es auf jeden Fall. (Foto: alphaspirit / Fotolia)


Gibt es bei den Apothekern demnächst auch eine Debatte der Präsidentschaftskandidaten? Die Apothekerverbände aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben zumindest die beiden Kandidaten für die ABDA-Präsidentschaft zu einer gemeinsamen Vorstellung eingeladen.  

Die TV-Debatten zwischen Donald Trump und Hillary Clinton – die erste hat schon stattgefunden, zwei weitere werden noch folgen – bilden die Höhepunkte des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs. Auch der ABDA-Präsident wird dieses Jahr neu gewählt, auch hier gibt es mit Amtsinhaber Friedemann Schmidt und dem Hamburger Kammerpräsidenten Kai-Uwe Siemsen zwei Kandidaten. Und sie könnten demnächst öffentlichkeitswirksam aufeinandertreffen.

Denn die Landesapothekerverbände aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben die beiden zu einer „gemeinsamen Vorstellung“ eingeladen. „Wir freuen uns sehr auf eine inhaltliche wie lebhafte Diskussion“, so Theo Hasse, der Vorsitzende des LAV Rheinland-Pfalz. Die beiden Kandidaten hätten die Möglichkeit, ihre jeweiligen Standpunkte zu den wichtigsten Themen des Berufsstandes darzustellen, ihre Wähler bestmöglich zu informieren und sich direkt mit den teilnehmenden Vorständen und Delegierten der Verbände auszutauschen, heißt es in einer Mitteilung der drei Verbände. 

„Das fördert die demokratische Kultur"

„Wir begrüßen sehr, im nächsten Jahr die Wahl zwischen zwei Kandidaten zu haben“, so Dr. Detlef Weidemann, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes (HAV). „Das stärkt die innerverbandliche Willensbildung und fördert die demokratische Kultur unserer Organisation.“ Der genaue Termin der Veranstaltung steht noch nicht fest, nur dass sie im November in Frankfurt am Main stattfinden soll. Unklar ist auch, ob Schmidt und Siemsen die Einladung annehmen. Dem Vernehmen nach will Schmidt einem offenen Wahlkampf eher aus dem Weg gehen, Siemsen hingegen steht einem Gespräch mit Schmidt offen gegenüber.

Anfang September hatte Siemsen angekündigt, bei der Wahl des ABDA-Präsidenten am 7. Dezember gegen Amtsinhaber Schmidt antreten zu wollen. Seitdem hat er in mehreren Interviews für sich die Werbetrommel gerührt. Schmidt hingegen, der Ende August in der Pharmazeutischen Zeitung seine erneute Kandidatur „im Doppelpack“ mit seinem Vize Mathias Arnold angekündigt hatte, hält sich bisher zurück. Zur Kandidatur von Siemsen sagte er gegenüber DAZ.online nur: „Es ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang, wenn es für ein Wahlamt mehr als einen Kandidaten gibt." 


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2 Kommentare

Siemsen vs. Schmidt

von Ulrich Ströh am 07.10.2016 um 18:53 Uhr

Siemsen vs.Schmidt wird nicht über die Stimmen der
im Artikel zitierten Landesverbände entschieden.

Allein entscheidend werden die Absprachen über die Stimmen aus
Ba-Wü, Bayern und Nordrhein -Westfalen sein.

Insofern sollte es -dort- zu Wahlveranstaltungen kommen.

Auf dem DAT werden die Kandidaten sich aus dem Wege gehen.

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Wer nichts wagt, nichts gewinnt!

von Christian Giese am 07.10.2016 um 17:26 Uhr

... "Dem Vernehmen nach will Schmidt einem offenen Wahlkampf eher aus dem Weg gehen, Siemsen dagegen steht einem Gespräch mit Schmidt offen gegenüber."...

Der Eine wagt im offenen Gespräch auch ein eventl. schlechtes Abschneiden.
Der Andere scheut das offene Gespräch, ein damit eventl. schlechteres Aussehen, die narzisstische Niederlage, wie der Teufel das Weihwasser.

Welcher geeigneter als unser aller Erster Vertreter ist, hat Herr Wessinger eigentlich schon beschrieben

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