Arzneimittelkommission

Grippeimpfstoff ohne Etikett

Stuttgart - 04.10.2016, 16:35 Uhr


Bei einzelnen Spritzen des Grippeimpfstoffs Xanaflu für die Saison 2016 / 2017 fehlt das Etikett. Das teilt die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker mit. Der Hersteller ruft die betroffene Charge mit der Chargenbezeichnung L09T zurück. Der Hinweis kam aus einer Apotheke. 

Die Firma Mylan Healthcare hat über die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) mitteilen lassen, dass bei der 10er-Packung Xanaflu® 2016/2017 ohne Kanüle bei einzelnen Spritzen das Etikett fehlt. Darauf sei man von einer Apotheke aufmerksam gemacht worden, heißt es. Betroffen ist die Charge L09T. Der Hersteller bittet alle Apotheken, die Bestände zu überprüfen und die Packungen dieser Charge mittels APG-Formular über den pharmazeutischen Großhandel zurückzusenden – ungekühlt. Die APG-Formulare finden Sie in der Fachpresse, die am kommenden Donnerstag erscheint. 

Gleichzeitig wurde auch die AMK von einer Apotheke auf die fehlenden Etiketten hingewiesen. 

Rabattimpfstoff in Bayern, BaWü und Niedersachen

Xanaflu® enthält die inaktivierten Oberflächenantigene Hämagglutinin und Neuraminidase. Er entspricht der WHO-Empfehlung für die nördliche Hemisphäre und der EU-Entscheidung für die Saison 2016/2017 und enthält daher folgende Stämme:   

  • A/California/07/2009 (H1N1) pdm 09-ähnlicher Stamm
  • A/Hong Kong/4801/2014 (H3N2)-ähnlicher Stamm
  • B/Brisbane/60/2008-ähnlicher Stamm (Victoria-Linie)

Der trivalente Impfstoff ist bei Kindern ab dem 6. Lebensmonat zugelassen.

Xanaflu® ohne Kanüle (10-er Packung) ist laut dem Deutschen Arztportal in einigen Bundesländern der Rabattimpfstoff für die GKV-Versicherten, z.B.

  • Baden- Württemberg: außerdem Influvac® mit Kanüle (1er- und 10er-Packungen)
  • Bayern: außerdem Afluria® mit Kanüle
  • Niedersachsen (Gebietslos 1–2)

Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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