Wahlen in der Hauptstadt

Wen sollten Apotheker in Berlin wählen?

Berlin - 12.09.2016, 12:55 Uhr

Wer zieht hier ein? Die Berliner müssen am kommenden Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus wählen. (Foto:dpa)

Wer zieht hier ein? Die Berliner müssen am kommenden Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus wählen. (Foto:dpa)


Gibt es in Berlin zu viele Apotheken? Ärgern sich die Parteien in der Hauptstadt darüber, dass es noch kein eRezept gibt? Und sollte es nicht gerade in einer so fortschrittlichen Stadt wie Berlin neuartige Abgabe-Lösungen wie Video-Automaten geben? DAZ.online hat bei allen Parteien aus dem Berliner Abgeordnetenhaus und der AfD nachgefragt.

Am kommenden Sonntag müssen die Berliner ein neues Abgeordnetenhaus wählen. Wie zuvor in Mecklenburg-Vorpommern könnte es – glaubt man den Umfragen – zu großen Veränderungen kommen, sowohl im Abgeordnetenhaus als auch in der Regierung. Denn sowohl die SPD als auch die CDU, die in Berlin derzeit eine Große Koalition bilden, stehen vor herben Verlusten. Gleichzeitig drängt eine neue Partei ins Parlament der Hauptstadt: Die Alternative für Deutschland (AfD) liegt in den Meinungsumfragen seit Monaten über der 5-Prozent-Hürde.

Die Grünen sind derzeit drittstärkste Kraft im Parlament, müssen wohl aber auch mit Verlusten rechnen. Gleiches gilt für die Linke, die die derzeit viertstärkste Fraktion stellen. Eine weitere Veränderung dürfte es aufgrund der Piratenpartei geben. Die Internetpartei war vor fünf Jahren mit knapp 9 Prozent der Wählerstimmen ins Abgeordnetenhaus gewählt worden. In den derzeitigen Umfragen erreicht die Partei jedoch nicht einmal mehr einen Prozentpunkt.

Wenn man in Deutschland über Überversorgung im Apothekenbereich spricht, wird oft das Beispiel ‚Berlin‘ angeführt. Doch das stimmt nicht so ganz: Die Berliner Apothekendichte liegt fast exakt im Bundesdurchschnitt. Trotzdem haben Berliner Apotheker in einigen Stadtteilen einen Konkurrenten schon an der nächsten Straßenecke. Von den Berliner Parteien wollten wir daher unter anderem wissen, ob sie zur Niederlassungsfreiheit für Apotheken stehen.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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