Arzneimittelkommission 

Illegaler Vertrieb von Eliquis und Daklinza

Stuttgart - 07.09.2016, 12:30 Uhr

Apotheken, die von illegalen Eliquis- und Daklinza-Angeboten erfahren, sollen diese melden. (FOTO: BMS)

Apotheken, die von illegalen Eliquis- und Daklinza-Angeboten erfahren, sollen diese melden. (FOTO: BMS)


Der Gerinnungshemmer Eliquis und das Hepatitis-C-Arzneimittel wurden von einer nicht berechtigten Person zum Verkauf angeboten. Das meldet die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker im Auftrag des Herstellers Bristol-Myers Squibb. Dass weitere Packungen über illegale Kanäle vertrieben werden, ist nicht auszuschließen, heißt es.

Mehrere Packungen Eliquis (Apixaban) und Daklinza (Daclatasvir) sind offensichtlich auf Abwege geraten. Wie die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) mitteilt, wurden der Gerinnungshemmer und das Hepatitis-C-Mittel außerhalb der legalen Lieferkette zum Verkauf angeboten. Dabei handelte es sich um folgende Präparate:

  • Eliquis 2,5mg; 200 Stück, PZN 10250465; Ch.B. 4G80693
  • Eliquis 2,5mg; 60 Stück; PZN 08400035; Ch.B. 4L76184
  • Daklinza 60mg; 28 Stück; PZN 10344433; Ch.B. 4G80896
  • Daklinza 30mg; 28 Stück; PZN 10344427; Ch.B.4G80890

Laut Hersteller Bristol-Myers Squibb (BMS) kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Packungen dieser Chargen von nicht berechtigten Personen vertrieben werden. Apotheken, die entsprechende Angebote erhalten oder von ihnen wissen, sollen BMS (Telefonnummer 0800 724 2410 für Hinweise und Fragen) sowie die zuständige Behörde informieren.

Für Packungen dieser Chargen, die auf legalem Wege über die üblichen Vertriebswege erworben wurden, gibt es keinen Handlungsbedarf. Es gebe keine Bedenken hinsichtlich der pharmazeutischen Qualität, teilt der Hersteller mit. Diese Arzneimittel müssen auch nicht zurückgeschickt werden. 


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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