APOkix-Umfrage

Schwierige Suche nach Apothekenpersonal

Berlin - 11.08.2016, 08:00 Uhr

Qualifiziertes Personal, das auch Vollzeit arbeitet, ist für viele Apotheken schwer zu finden. (Foto: A. Schelbert)

Qualifiziertes Personal, das auch Vollzeit arbeitet, ist für viele Apotheken schwer zu finden. (Foto: A. Schelbert)


Apothekenleiter haben schon jetzt häufig Probleme, geeignetes Personal zu finden. Und sie befürchten, dass es künftig noch schwieriger werden wird. Das gilt insbesondere für Vollzeitkräfte.

Für Apotheken ist es oft nicht leicht, geeignetes Personal zu finden. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen APOkix-Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) unter rund 220 Apothekenleitern. So ist es für sechs von zehn Befragten ein Problem, offene Stellen adäquat zu besetzen. Bei rund zwei Dritteln gestaltet sich insbesondere die Suche nach Vollzeitkräften schwierig. Der Blick in die Zukunft fällt ebenfalls nicht allzu optimistisch aus: Mehr als 87 Prozent der Apothekenleiter rechnen damit, dass sie zukünftig noch mehr Probleme bei der Personalsuche haben werden.

Dabei spielt offenbar nicht zuletzt die Qualität der Bewerber eine große Rolle. 64 Prozent sagen, diese habe sich zunehmend verschlechtert. Und 59 Prozent gehen davon aus, dass sich dieses Problem in den kommenden ein bis zwei Jahren noch verschärfen wird.

IFH Köln

Indessen bestätigt die Umfrage, dass in Apotheken die Teilzeitarbeit weit verbreitet ist. Sechs von zehn Apothekenangestellten arbeiten in Teilzeit. Die Anteile in einzelnen pharmazeutischen Berufsgruppen sind ähnlich hoch ausgeprägt: Jeweils mehr als 60 Prozent aller angestellten Approbierten, pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA) und pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) arbeiten in Teilzeit. 79 Prozent der Umfrageteilnehmer erklärten, dass Teilzeitarbeitsmodelle in ihrer Apotheke richtig gut funktionierten.

Gefragt wurde zudem, ob Apothekenleiter bereit seien, die vielerorts gefährdete PTA-Ausbildung durch eigene monatliche Beiträge zu unterstützen. Knapp 56 Prozent antworten hierauf mit Nein. 12 Prozent würden einen Betrag von weniger als 50 Euro monatlich hierfür aufbringen wollen, 22 Prozent 50 Euro. 6,5 Prozent wären bereit, 100 Euro zu zahlen, vier Prozent 200 Euro oder sogar mehr.


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1 Kommentar

Wen wundert's?

von DoMie am 12.08.2016 um 6:43 Uhr

Gemessen an anderen Berufen eine dürftige Bezahlung,
bescheidene Arbeitszeiten,
Notdienste, die obendrein nicht einmal 1:1 in Freizeit vergütet werden,
Gängeleien durch Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden und Kostenträger....

Mir fällt noch einiges ein, warum die Berufe in den öffentlichen Apotheken unattraktiv sind.

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