Stada vor Hauptversammlung

Dividende erhöhen, Vorstandsvergütung anpassen

Bad Vibel - 20.07.2016, 17:46 Uhr

Generikahersteller Stada brächte nach Aussagen von Analysten alle Bedingungen mit, um erfolgreich zu sein - und zu bleiben. (Foto: Unternehmen)

Generikahersteller Stada brächte nach Aussagen von Analysten alle Bedingungen mit, um erfolgreich zu sein - und zu bleiben. (Foto: Unternehmen)


Wenige Wochen vor seiner Hauptversammlung hat der  Arzneimittelkonzern Stada nun die Tagesordnung bekannt gegeben. Neben einer Erhöhung der Dividende und einer teilweisen Neubesetzung des Aufsichtsrates ist auch eine Anpassung des Vergütungssystems für den Vorstand vorgesehen. Dem aktivistischen Investor AOC geht das nicht weit genug.  

Der seit Wochen anhaltende Druck externer Investoren auf Stada schlägt sich auch in den Themen nieder, die der Arzneimittelhersteller auf die Tagesordnung seiner nahenden Hauptversammlung gesetzt hat. Wie das Unternehmen mitteilte, werden Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung am 26. August unter anderem vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,70 Euro je Aktie zu beschließen. Das entspricht einer Dividendensteigerung von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie einer Ausschüttungssumme von 43,6 Millionen Euro (Vorjahr: 40,0 Millionen Euro).

Neubesetzung des Aufsichtsrates

Wie berichtet, steht außerdem die Neuwahl von vier der sechs Anteilseignervertreter in den Aufsichtsrat von Stada an, darüber hinaus gab Stada bekannt, auf der Hauptversammlung das Vergütungsystem der Vorstandsmitglieder anzupassen. So seien bei der variablen Vergütung die Voraussetzungen für eine Ermessenstantieme an den Vorstand durch den Aufsichtsrat bereits konkretisiert und verschärft worden. Die erfolgsabhängige Vergütung sei nun so strukturiert, dass die Auszahlung des aktienbasierten Teils auf drei Jahre gestreckt werden könne. Außerdem sollen im Sinne einer größeren Transparenz künftig die Zielvorgaben für die variable Vergütung des Vorstands veröffentlicht werden. Für das laufende Geschäftsjahr liege dieser Zielwert leicht über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Abschaffung der vinkulierten Namensaktien

Wie von AOC gefordert, soll auf der Hauptversammlung auch die Aufhebung der Vinkulierung der Namensaktien beschlossen werden. Der Investor AOC zeigte sich mit der Tagesordnung nur bedingt zufrieden. Man sei nach wie vor der Ansicht, dass „weitergehende Veränderungen in der Konstellation des Aufsichtsrats notwendig seien, um Stada dadurch einen umfassenden Neuanfang in seiner Corporate Governance zu ermöglichen und das große Wertsteigerungspotenzial der Gesellschaft zu realisieren.“ AOC behält sich deshalb vor, die Tagesordnung um weitere Punkte zu ergänzen. 


ts / DAZ.online
redaktion@daz.online


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