Gelbfieberimpfung

Einmal für immer

15.07.2016, 14:00 Uhr

Nicht nur der Reisepass gehört ins Gepäck: Manche Länder fordern einen aktuelle Gelbfieberimpfung. Dafür genügt, den neuesten Empfehlungen der WHO zufolge, nun bereits ein einmaliger „Pieks” für einen lebenslangen Impfschutz. (Foto: jozsitoeroe / Fotolia)

Nicht nur der Reisepass gehört ins Gepäck: Manche Länder fordern einen aktuelle Gelbfieberimpfung. Dafür genügt, den neuesten Empfehlungen der WHO zufolge, nun bereits ein einmaliger „Pieks” für einen lebenslangen Impfschutz. (Foto: jozsitoeroe / Fotolia)


Eine einmalige Impfung schützt lebenslang vor Gelbfieber. Das ist die neue, offizielle Empfehlung der WHO. Bislang galt, den Impfschutz alle zehn Jahre zu erneuern. Wie einzelne Gelbfieber-Länder dies bei Einreise umsetzen, ist derzeit noch unklar.

Bereits eine Impfung schützt ausreichend und zuverlässig vor Gelbfieber – auch nach mehr als zehn Jahren noch. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun ihre Empfehlung zum Impfschema gegen die durch Flaviviren ausgelöste Infektionskrankheit bindend für die Vorschriften im Reiseverkehr erlassen, nachdem sie bereits 2014 den Empfehlungen zugestimmt hatte. Bislang sollten Reisende in von Gelbfieber durchseuchte Länder ihren Impfschutz alle zehn Jahre auffrischen.Die STIKO hatte bereits 2015 ihre Gelbfieber-Impfempfehlungen dementsprechend geändert.

Noch nicht abschließend geklärt sei, wie rasch die neuen Impfempfehlungen der WHO von den einzelnen Ländern, die von Gelbfieber betroffen sind, umgesetzt würden. Diese fordern bei Einreise in das Land einen aktuellen Impfstatus. Da manche Staaten in Afrika, Mittel- und Südamerika sowie in Asien ihre Kontrollen zuletzt eher noch verschärft hätten, rät das Zentrum für Reisemedizin (CMR), sich vor jeder Reise genau über die jeweils geltenden Einreisebedingungen zu informieren.

Was ist Gelbfieber?

Gelbfieber gehört zu den Hämorrhagischen Fiebern. Es wird durch das Gelbfiebervirus ausgelöst und durch die weibliche Gelbfiebermücke übertragen. Nach einer Inkubationszeit von drei bis sechs Tagen zeigen Patienten hohes Fieber und Symptome wie Schüttelfrost und Kopfschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Die meisten Infektionen verlaufen mild. Eine kausale Therapie existiert derzeit nicht. In etwa 15 Prozent der Fälle schließt sich eine zweite Krankheitsepisode an, in deren Verlauf eine Gelbsucht durch Leberschädigung auftritt und massive Blutungen der Haut und Schleimhäute. 20 Prozent der Patienten in dieser toxischen Phase versterben. Bei überstandener Infektion, besteht lebenslange Immunität.

Historisch bezeichnet man Gelbfieber auch als „Vomito negro“ – Schwarzes Erbrechen. Durch Blutungen im Gastrointestinaltrakt und Kontakt des Blutes mit der Magensäure, färbt sich dieses schwarz. 


cel / DAZ.online 
cmueller@daz.online


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